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Aufgaben für die Oſterprüfung Iie 1) 5 4— 3 3— 4 2— 3 X ·é5= 0 2) Wo liegt der Schwerpunkt eines Sy ſtems, welches aus einem Viereck und einem Dreieck beſteht?
ein- 1,39365 und 5.= 40; wie groß ſind a und 67
3) cos. 6
4) Das Volumen einer graden abgeſtumpften quadratiſchen Pyramide iſt 74 chm, ihre Höhe 6 m und der
Unterſchied der Seiten der Grundflächen= 1 m; wie groß ſind die letzteren?
Phyfſik(2 St.). Mathematiſche Geographie und Optik nach Koppe. Dr. Eberhard.
Secunda.
Ordinarius: Oberlehrer Profeſſor Hetzel.
Religion(2 St.). a. evangeliſche. Kirchengeſchichte. Ev. Matth. im Urtext geleſen.
Eichhoff. b. katholiſche. Kirchengeſchichte. I. Zeitraum, mit IIZ. kombiniert, ſpezielle Glaubenslehre, Bibel⸗ leſen; Evang. Joannis, Hebräerbrief; Ueberſetzen der kirchlichen Hymnen und Pſalmen. Bölke, Pfarrer.
Deutſch(2 St.). Im Sommer: Nibelungenlied. Beſprechung desſelben und Vergleich mit der nordiſchen
Faſſung der Sage(im Anſchluß an Uhland, Schriften zur Geſchichte der D. und S. I.) In Ver⸗ bindung damit Wiederholung bezw. Erweiterung der Poetik und des Litterargeſchichtlichen. Voß, Luiſe. Jungfrau von Orleans; der Abſchiedsmonolog wurde memoriert. Kegel.
Im Winter: Proben aus Dichtungen der 1. Blüteperiode, beſonders Walther von der Vogelweide; Freidanks Beſcheidenheit vorgeleſen und beſprochen. Ausgewählte Balladen von Schiller, Göthe und Uhland. Einige Oden von Klopſtock. Minna von Barnhelm. Privatim wurden geleſen: Geſchichte des dreißigjährigen Krieges 3. Buch und Ludwig der Bayer. Memoriert wurden: Klage des Ceres; der rechte Entſchluß und das verlängerte Leben von Klopſtock. Wiederholt wurden: Die Glocke, ſowie Balladen von Schiller und Uhland. Beſprechung wichtiger Teile der Grammatik und Orthographie.
Hartwig. Themiata der deutſchen Aufſätze: 1) Die unüberwindliche Flotte Lnach Schiller)(H.⸗A.). 2) Brunhild(Kl.⸗ A.). 3) Das Verhalten der Athener vor der Schlacht bei Platää nach Herodot(H. A) 4) Pebensgeſchichte der Jungfrau von Orleans nach Schiller(Kl.⸗A.) 5) Referat über das 3. Buch der Geſchichte des 30-jährigen Krieges von Schiller (H.⸗A.). 6. Charakteriſtik Trlheins(H.⸗A.). 7) Der Ackerbau, der Anfang der Kultur(H.⸗A.). 8) Eingreifen Philipp II. von Macedonien in die griechiſchen Angelegenheiten(Kl. A.). 9. Unbeſtimmt.
Latein(8 St.). Lektüre: Cic. in Catil. I. und IV., pro lege Manilia, Liv. XXI. und Anfang
von XXII., Verg. Aen. III., V. und teilweiſe VI. Wöchentlich wurde eine poetiſche und eine proſaiſche Stelle memoriert.(6 St.)
Grammatik und Stiliſtik: Muſterſätze über Grammatiſches und Stiliſtiſches, zum Teil memoriert. Exercitien aus Süpfle und Extemp. nach Diktaten wöchentlich wechſelnd. Dies gemeinſam mit II,2.(2 St.) Oberſekunda außerdem Aufſätze.
Die Themata der Aufſätze waren: 1) De causis secundi belli punici. 2) De ludis Anchisae manibus ab Aenea factis. 3) Unbeſtimmt. Hetzel.
Griechiſch(7 St.). II,l. Grammatik: Wiederholungen aus der Formenlehre. Syntax: Artikel,
Pronomina, Caſuslehre, Tempora und Modi. Mündl. und ſchriftl. Ueberſetzungsübungen(nach Böhme). Alle 2 Wochen eine ſchriftl. Klaſſenarbeit. Grammatik von Curtius.(2 St.)
Lektüre: Herodot IX, Xenoph. commentarii mit Auswahl, Xenoph. Hellen. I,6 ff. und II. (teilw.)(3 St.) Homer Od. IX— XII, XV.(Schluß), XVI. und XVII.(teilw.); ausgewählte Stellen aus den übrigen Geſängen. Ausgewählte Stellen wurden gelernt.(2 St.) Kegel.
II,2: Wiederholung der Formenlehre. Artikel, Pronomina, Caſus, Präpoſitionen nach Curtius und Böhme. Mindeſtens alle 14 Tage ein schol. Geleſen wurde Xenoph. Anab. II. Schluß und III., auch häufig aus IV. extemporiert. Homer Odyss. XVI, XVII; der Anfang von XVII wurde auswendig gelernt und öfter aus XVIII extemporiert.
Im Sommer: Dr. Becker. Im Winter: Neubourg.


