Jahrgang 
1915
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Verfg. vom 4. Januar 1915 betr. Die Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers. 18. Prämie zu Kaisers Geburtstag. 22. Jugendpffege. Zulassung der feindlichen Staaten angehörenden Schüler zu den Reifeprüfungen. 28. RKegelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl. 8. Februar, Die Notprüfungen im Sommerhalbjahr 1915. 15.. Feier des hundertjährigen Geburtstages Ottos von Bismarck. 20. Unabkömmlichkeit zum unausgebildeten Landsturm gehörender Mit- glieder des Lehrerkollegiums. Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst.

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8. März

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III. Geschichte der Anstalt.

Lehrerkollegium: 1) Veränderungen im Bestande. Mit Beginn des Schuljahres wurde Herr Kandidat Dombach der Anstalt als wissenschaftlicher Hilfslehrer überwiesen.

Hans Dombach, geboren den 27. Januar 1884 in Homburg v. d. Höhe, besuchte das Kaiser Friedrich-Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte an den Universitäten Marburg und Berlin Französisch, Latein und Griechisch. Die Oberlehrerprüfung bestand er am 28. Mai 1910 in Marburg. Sein Seminarjahr legte er an dem Pädagogischen Seminar zu Weilburg, sein Probejahr am Gymnasium zu Homburg v. d. Höhe ab. Von Michaelis 1911 bis gegen Ende Januar 1912 war er als Lehramtsassistent am Lycée in Nevers tätig. Nach Vollendung des Probejahrs wurde er als wissenschaftlicher Hilfslehrer der Realschule zu Diez überwiesen.

Grosse Veränderungen im Bestande des Lehrerkollegiums verursachte der Ausbruch des Krieges. Die Herren Direktor Dr. Liesau, Oberlehrer Kämpfer, Oberlehrer Schäfer, der beurlaubte wis- senschaftliche Hilfslehrer Dr. Weygandt und Zeichenlehrer Skaliks mussten sofort ins Heer eintreten. Ihnen folgten als Kriegsfreiwillige am 22. Oktober 1914 der wissenschaftliche Hilfslehrer Dombach und am 12. Februar 1915 der wissenschaftliche Hilfslehrer Kneip, so dass in dem Lehrerkollegium, das unter normalen Verhältnissen aus 13 Lehrkräften besteht, nur noch 6 Herrn verblieben. Da das Königliche Provinzial-Schulkollegium nicht in der Lage war, unserer Anstalt Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen, war ein einigermassen geregelter Unterrichtsbetrieb nur dadurch ermöglieht, dass die pensionierten Herrn Prof. Schmidt, Prof. Dr. Baltzer und Lehrer Wenig, sowie die Herrn Pfarrer Bender und Rudolf Fuchs, Studierender der Kunstakademie in München, in dankenswerter Weise sich unserer Anstalt zur Verfügung stellten und einen Teil der Unterrichtsstunden übernahmen. Ihnen sei auch an dieser Stelle der wärmste Dank ausgesprochen. Am 23. Januar 1915 übernahm der Kunst- maler, Herr Franz Herrmann aus Oberlahnstein, anstelle des Herrn Rudolf Fuchs, der mit Beginn des Winterhalbjahres zur Fortsetzung seiner Studien nach München zurückgekehrt war, den Zeichen- unterricht.

Am 28. November 1914 ging der Anstalt die traurige Mitteilung zu, dass der wissenschaft- liche Hilfslehrer Dr. Weygandt in den Kämpfen in Nordfrankreich im Oktober den Heldentod fürs Vaterland gestorben sei. Diese Nachricht wurde am 18. Februar d. Js. dahin berichtigt, dass Herr Dr. Weygandt in den amtlichen Verlustlisten als schwer verwundet und vermisst bezeichnet sei. Möchte sich diese Nachricht bewahrheiten und Herr Dr. Weygandt geheilt in das Vaterhaus zurückkehren!