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II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden. Verfg. vom 30. Juni 1912 betr. Zusammenstellung der Dezernate am Kgl. Prov.-Schulkollegium
in Cassel. „„ 6. Juli„„ Übertreibungen im Turnunterricht. 6„ 6. Sept.„„ Turnlehrer-Ausbildungskursus in Spandau am 3. April 1913. „ 21.„„„ Schundliteratur(siehe VII, Allgemeine Mitteilungen). „ 1. Oktober„„ Bestätigung des Direktors Dr. Liesau. „„ 31.„„„ 25jähriges Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers. „„ 26. Novbr.„„ Zeugnis der ausländischen Lehramts-Assistenten und-Assistentinnen. „„ 2. Dezbr.„„ Fortbildungsferienkursus für Turnlehrer an höheren Lehranstalten in
Spandau(1.— 20. September 1913). „„ 6.„„„ neusprachlichen Ferienkursus in Göttingen(25. März bis 9. April 1913). 9.„„„ bersendung der Verhandlungen der ersten Direktorenkonferenz. 14.„„„ Beurlaubung des erkrankten Herrn Prof. Schmidt bis 1. März. 2. Januar 1913„ Ausbildung der Kandidaten. „„„ Ferienordnung für 1913/14.
„„ 14. ,,„„ archäologischen Ferienkursus(27. März bis 3. April 1913) in Berlin.
„„„ 17.„„„ Übersendung einer Prämie.
5,„ 5. Februar„„ Feier des 10. März.
„„ 6.„„„ sprachlich-geschichtlichen Ferienkursus in Tübingen(31. März bis, 4. April 1913). 3
„„ 17.„„„ Ernennung des Direktors zum Kgl. Kommissar bei der Schlussprüfung.
„„ 19.„„„ Vbersendung des Plakats„Deutsche Seemacht“ von Direktor Dr. Rassow.
„„ 3. März„„ Genehmigung der Pensionierung des Oberlehrers Herrn Prof. Joh. Schmidt.
III. Geschichte der Anstalt.
Das Schuljahr 1912/13 begann am 15. April um 8 Uhr mit einer Aufnahmeprüfung der neu angemeldeten Schüler. Die Eröffnungsversammlung fand um 2 Uhr statt. Die Schülerzahl betrug zu Beginn des Schuljahres 142 Schüler in der Realschule und 20 Schüler in der Vorschule.
Herr Kandidat Dr. Hartmann Menz, der das Probejahr beendet hatte, verliess die Anstalt, um als wissenschaftlicher Hilfslehrer an die Realschule i. E. zu Gelnhausen überzugehen. Zur Ab- leistung des Probejahres wurde der Schule Herr Dr. Friedrieh Waga überwiesen, der vom 13. Mai für mehrere Wochen zur Vertretung an das Realgymnasium in Cassel berufen wurde, dann wieder zu uns zurückkehrte und im Winter, vom 9. Dezember 1912 bis Ostern 1913 den erkrankten und be- urlaubten Herrn Professor Schmidt vertrat.
Friedrich Waga, geboren am 16. März 1885 zu Ziesar, Provinz Sachsen, Kreis Jerichow l, erhielt Ostern 1903 das Reifezeugnis am Gymnasium Ernestinum Gothanum. Auf den Universitäten zu Halle, München und Marburg widmete er sich germanistischen, historischen und theologischen Studien. Nachdem er im Sommer-Semester 1900 an der Universität Marburg promoviert hatte, bestand er daselbst am 12. November 1910 die Staatsprüfung. Sein Seminarjahr leistete er am
Königl. Gymnasium in Hersfeld ab(Ostern 1911 bis Ostern 1912) und wurde dann Ostern 1912 zur Ableistung seines Probejahres der Realschule in Diez überwiesen.


