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Lehrerkollegium.
Perſonal⸗Beſtand u. Veränderungen. Im Schuljahr dcr ſind keine Per⸗
ſonalveränderangen vorgekommen. Der Perſonalbeſtand war folgender: ¹) Rektor A. Chun, 2) Oberlehrer Chr. Lieber, 3) Hilfslehrer W. Held, 4) Lehrer Dr. H. Schäfer, 5) Lehrer E. Dreßler, 6) Lehrer Cihr. Linck, 7) Elementarlehrer D. Weber, 8) Elementarlehrer K. Wenig, 9) Elementar⸗Hilfslehrer H. Barth und 10) Elementarlehrer J. Scherer.
Im Herbſt v. J. ſchieden die Herren Dr. H. Schäfer, E. Dreßler u. H. Barth aus dem Kollegium aus und die Herren Dr. K. Keßler, J. Schmidt und J. Jung traten neu in dasſelbe ein. Im Winterhalbjahr 187—0 war daher der Perſonalbeſtand fol⸗ gender: 1) Rektor A. Chun, 2) Oberlehrer Chr. Liieber, 3) Lehrer W. Held, 4) Wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer Dr. K. Keßler, 5) Lehrer Chr. Linck, 6) Wiſſenſchaft⸗ licher Hilfslehrer J. Schmidt, 7) Elementarlehrer D. Weber, 8d) Elementarlehrer K. Wenig, 9) Elementarlehrer J. Scherer und 10) Turnlehrer J. Jung.
Perſonalnotizen. Der ordentliche Lehrer Lieber rückte in die erſte Lehrerſtelle auf; demſelben wurde von dem Herrn Miniſter der Titel„Oberlehrer“ verliehen.
Hilfslehrer Held beſtand im November 1878 vor der Wiſſenſchaftl. Prüfungs⸗Kom⸗ miſſion zu Marburg die Prüfung pro fac. doc.; demſelben wurde die zweite ordentliche Lehrerſtelle definitiv übertragen.
Lehrer Dr. Schäfer wurde an das Gymnaſium zu Wiesbaden u. Lehrer Dreßler an die Realſchule zu Rappoltsweiler im Elſaß berufen.
Lehrer Linck rückte in die fünfte ordentliche Lehrerſtelle auf.
Elementar⸗Hilfslehrer Barth wurde an die höhere Bürgerſchule zu Biebrich berufen.
Karl Keßler, geboren den 4. November 1850 zu Kirchhain, Reg. Bez. Caſſel, evangeliſcher Konfeſſion, beſuchte das Gymnaſium zu Marburg von Oktober 1864 bis Juni 1869, dann noch ½ Jahr die Ober⸗Prima des Gymnaſiums zu Hersfeld. Mit dem Zeugniſſe der Reife entlaſſen machte er als Freiwilliger im 2. naſſauiſchen Inf. Reg. Nr. 88 den Feldzug gegen Frankreich mit. Im Juni des Jahres 1871 aus Frankreich zurückgekehrt, widmete er ſich in Marburg dem Studium der Theologie und Philologie. Nachdem er am 26. Mai 1876 zu Marburg das Examen pro facultate docendi abgelegt, wurde er im No⸗ vember desſelben Jahres dem Königlichen Gymnaſium zu Ploen in Holſtein als candidatus probandus überwieſen. Im Herbſt 1877 ward er von der Philoſophiſchen Fakultät der Univerſi⸗ tät Kiel zum Dr. phil. promoviert und zu derſelben Zeit am Gymnaſium in Ploen, noch vor Ablauf des Probejahrs, als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer angeſtellt. Von Oſtern 1878 ab war er in gleicher Eigenſchaft am Königlichen Chriſtianeum zu Altona thätig. In dieſer Stellung blieb er bis zum 1. Oktober 1879, von welchem Termin ab er mit Verſehung einer Lehrerſtelle an der hieſigen Anſtalt beauftragt wurde.
Johannes Schmidt, geb. den 29. Dezember 1850 zu Birlenbach, epangeliſch, abſolvierte das Gymnaſium zu Hadamar, ſtudierte in Marburg und Berlin und beſtand bie Prüfung pro facultate docendi(im Sommer 1879) in Marburg. Er war an dem Inſti⸗ tute Hofmann in St. Goarshauſen, an der höheren Stadtſchule zu Kirn a. d. Nahe und an der Privatſchule in Kettenbach als Lehrer thätig. Mit dem 1. Oktober 1879 wurde er mit Verſehung einer Lehrerſtelle an der hieſigen Anſtalt beauftragt.
Johann Jung, geb. den 20. März 1855 zu Mainz, beſuchte die Realſchule zu Diez, nahm im Jahre 1878 6 Wochen an dem Kurſus der Turnlehrerbildungs⸗Anſtalt zu Berlin teil, legte die Prüfung für Turnlehrer am 25. und 26. März desſelben Jahres ab und wurde vom 1. Oktober v. J. ab mit der Leitung des Turnunterrichts an der hieſigen Anſtalt beauftragt.


