16 zeichneten über die Unzulänglichkeit der zur Verfügung ſtehenden Schulräume beſchloß der Gemeinderat am 13. Februar einſtimmig, auf Koſten der Gemeinde Dieburg ein allen For⸗ derungen der Neuzeit entſprechendes und der Größe der Anſtalt angemeſſenes Schulhaus in unmittelbarer Nähe des Konviktes zu errichten. Quod bonum faustum felixque sit!
Die ſchriftlichen Prüfungsarbeiten wurden vom 16. bis 20. Februar angefertigt. Unſere Bibliothek, die auch in dieſem Schuljahre zeitgemäße Erweiterung erfahren hat, zählt jetzt 296 Bände. Ihre Verwaltung übernahm an Stelle des Herrn Oberlehrers Weißgerber Herr Oberlehrer Geißler. Herr Prof. Dr. Seidenberger zu Friedberg hat uns durch Zuſendung ſeines Werkes:„Grundlinien idealer Welt⸗ anſchauung aus Otto Willmanns Geſchichte des Idealismus und ſeiner Didaktik zuſammengeſtellt“ einen neuen Beweis ſeiner Anhänglichkeit gegeben, wofür ihm auch an dieſer Stelle herzlich gedankt ſei. Folgende Lehrmittel wurden angeſchafft: Hiſtoriſcher Wandatlas: Europa zur Zeit der Kreuzzüge von Juſtus Perthes, Gotha. Südamerikaniſcher Tropenwald in der Niederung gemalt v. Goering. Erdkarte(öſtliche und weſtliche Hälfte) v. Kuhnert. Sammlung von 60 verſchiedenen imitierten geſchliffenen Edelſteinen. Ein Akkumulator. Ein Mikroſkop. Ein ſtereoſkopiſcher Apparat mit 24 Bildern. Eine Anzahl geometriſcher Körper für Mineralogie. Ein Fuchsſchwanz. Ein Flintglas⸗Glasſtab mit Reibzeug. Ein Werkzeugkaſten. Herr Forſtmeiſter Hofmann ſchenkte uns einen prächtigen Fuchs, Herr Stationsverwalter Langheinz ein intereſſantes Geſteinsſtück. Beiden Herren ſagen wir hiermit unſeren verbindlichſten Dank.
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V. Bekanntmachungen.
Die Schlußfeier, zu der ein beſonderes Programm ausgegeben wird, findet Freitag, den 3. April, nachmittags von 3 Uhr an, ſtatt. Der Unterricht endigt Samstag, den 4. April, vormittags 10 Uhr. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 28. April, vormittags 8 Uhr. Anmeldungen neuer Schüler werden Montag, den 27. April, vormittags von 8 Uhr an, im Uovviktsgebäude entgegengenommen. In die Sexta können Schüler vom vollendeten neunten Lebensjahre eintreten, ausnahmsweiſe bei genügender geiſtiger und körperlicher Reife auch ſolche, die vor dem 1. Oktober das neunte Lebensjahr vollenden. Vorzulegen ſind: ein Auszug aus dem ſtandesamtlichen Geburtsregiſter, eine Beſcheinigung über die erfolgte Impfung oder Wiederimpfung, ein Abgangszeugnis der zuletzt beſuchten Schule oder ein beglaubigtes Zeugnis über Be⸗ tragen und private Vorbildung.
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Zu weiterer Auskunft iſt der Unterzeichnete gern bereit.
Die Leitung der höheren Bürgerſchule zu Dieburg:
eee. 8 3 Diehl, Rektor.
EC


