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2. Deutſch. a) Mündlich.
Klaſſe VII: Leſen, Erklären und Nacherzählen leichter Leſeſtücke(Märchen und Fabeln) aus Linnig I(Abſchn. 1 u. 2). Einige kurze Proſaſtücke und 10 Gedichte gelernt. Im Anſchluß an das Leſebuch: die Wortarten, der einfache und erweiterte Satz.
Klaſſe VI: Fabeln, Parabeln und lehrreiche Erzählungen aus Linnig I, deutſche Helden⸗ und Volksſagen; 10 Ge⸗ dichte gelernt; der einfache und zuſammengeſetzte Satz im allgemeinen.
Realſchulabteilung: Wiederholung des Lehrabſchnittes der VII; die in Linnig(Abſchn. 1 u. 2) noch nicht geleſenen Stücke.
Klaſſe V: Leſeſtücke aus Linnig I; 20 Gedichte gelernt, Satz und Interpunktionslehre; Formenlehre wiederholt.
Realſchulabteilung: Leſeſtücke aus Linnig I(Abſchn. 6). Vertiefung des grammatiſchen Lehrabſchnittes.
Klaſſe IV: Im Anſchluſſe an Linnig I(Abſchnitt 9— 13) wurde der einfache und zuſammengeſetzte Satz durchge⸗ nommen; 11 Gedichte gelernt. 4
Klaſſe III: Im Anſchluß an Leſeſtücke aus Linnig II: Dispoſitions⸗ und grammatiſche Übungen; 10 Gedichte ge⸗ lernt.
Realſchulabteilung IV und III: Ausgewählte Leſeſtücke aus Linnig I und II(10. bezw. 3. Abſchn.).
Klaſſe II: Ausgewählte Proſaſtücke und Gedichte aus Linnig II. Das Lied von der Glocke; Wilhelm Tell; Her⸗ mann und Dorothea; Jungfrau von Orleans. Einige Gedichte aus Linnigs Leſebuch wurden memoriert, ebenſo ausgewählte Stellen aus Hermann und Dorothea, Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans.
Klaſſe I: Maria Stuart; Minna v. Barnhelm; Klopſtockſche Oden; Nibelungenlied; Leſeſtücke aus Linnig II im Anſchluß an den geſchichtlichen Lehrabſchnitt der erſten Klaſſe. Gedichte von Opitz bis zur Gegenwart beſprochen. 98
Realſchulabteilung II und I: Schillers Spaziergang; Tacitus' Germania in der Überſetzung v. Oberbreyer; Matthias: Aufſatzſünden.
b) Schriftlich.
Die ſchriftlichen Arbeiten beſtanden aus Diktaten zur Einübung der Rechtſchreibung und Interpunktion in den Klaſſen VII— IV, aus kleineren Ausarbeitungen in den Klaſſen VII— V, aus Aufſätzen, Dispoſitionsübungen und freien Arbeiten in den Klaſſen IV— I. Die Themata der Aufſätze und freien Arbeiten in den vier oberſten Klaſſen lauteten:
Klaſſe IV: 1) Der Tiſch(eine Beſchreibung). 2) Der große Spielplatz im Konviktsgarten. 3) Zwei Bilder aus Schillers„Alpenjäger“. 4) Der Sänger(eine Charakterſchilderung nach dem Goetheſchen Gedicht). 5) Gedankengang in dem Uhlandſchen Gedicht:„Der blinde König“. 6) Ludwig II. von Thüringen in der Geſchichte und Sage. 7) Charakteriſtik der Perſonen in Bürgers„Lied vom braven Mann“. 8) Die Schlacht bei Bibrakte. 9) Die Schlacht bei Weißenburg. 10) Schilderung einer Maiennacht nach Lenaus „Poſtillon“. 11) Der Wald(ein Gemälde). 12) Die Bewaffnung des römiſchen Legionars. 13) Der metriſche Aufbau des Gedichtes„Der Alpenjäger“. 14) Die Urſachen der erſten Auswanderung der Plebs. 15) Die Bildung der Tempusſtämme der verba pura. 16) Woran erkennt man die Nebenſätze, und nach welchen Geſichtspunkten kann man dieſe einteilen?
Klaſſe III: 1) Die Sueben(n. Caes. b. G. IV, 1—3). 2) Der einfache Satz. 3) Das Schloß Boncourt(Be⸗ ſchreibung nach Chamiſſos Gedicht). 4) Chamiſſos„Schloß Boncourt“ und Hebbels„Das alte Haus“ (Vergleichung nach Inhalt und Form). 5) Das Frankenreich unter Karl dem Großen. 6) Der Grund⸗ gedanke im„Ring des Polykrates“ und ſeine Durchführung. 7) Otto der Große(Charakteriſtik). 8) C. Julius Cäſar(ausgeführte Dispoſition der Mommſenſchen Charakteriſtik). 9) Der Tyrann Dionys (Charakteriſtik nach Schillers„Bürgſchaft“). 10) Die Atmung.
Klaſſe II: 1) Der Handſchuh, ein Gegenſtück zum Taucher. 2) Eine Feuersbrunſt(ein Brief). 3) Die Schlacht bei Kunaxa. 4) Die Einführung des Ackerbaues und ſein Einfluß auf das menſchliche Leben. 5) Der Graf von Habsburg nach dem Schillerſchen Gedichte(eine Charakteriſtik). 6) Was erfahren wir aus dem erſten Geſange von Goethes„Hermann und Dorothea“ über Ort, Zeit und Perſonen der Handlung? 7) Die Entwicklung der Perſönlichkeit Hermanns ſoll im Zuſammenhang mit der Entwicklung der Handlung dar⸗ geſtellt werden. 8) Die Folgen des dreißigjährigen Krieges für Deutſchland. 9) Die Expoſition in Schillers „Wilhelm Tell“. 10) Die folgenreichſten Erfindungen des Mittelalters. 11) Der Niedergang der ſpaniſchen und das Aufkommen der engliſchen Seeherrſchaft im Zeitalter der Königin Eliſabeth. 12) Die Beſitzverhältniſſe der europäiſchen Mächte nach den Friedensſchlüſſen zu Utrecht, Wien und Belgrad. 13) Die wirtſchaftliche Bedeutung unſerer Kolonien in Weſtafrika. 14) Klima, Vegetation und Bodenkultur in Auſtralien.
Klaſſe I: 1) Das Erwachen des Waldes. 2) In welchem Lichte erſcheint Paulet nach dem erſten Aufzuge der „Maria Stuart“? 3) Die letzten Tage Sagunts; Welche Gründe bewegen Eliſabeth, Maria aufzu⸗ ſuchen? 4) Welche tiefe Wahrheit will Goethe in ſeiner Ballade„Der Zauberlehrling“ veranſchaulichen?


