England im Anſchluß an die Sommerferien einen 3wöchigen Urlaub.— An der kunſtpädago⸗ giſchen Tagung, die vom 25. bis 28. November in Mainz abgehalten wurde, nahmen Frl. Seyd, Veith und Seip teil.— Der Geſundheitszuſtand war im abgelaufenen Schuljahr im allgemeinen befriedigend. Doch mußte Frl. Rohde vom 28. November bis zu den Weihnachtsferien der Schule fern bleiben. In ihren Unterricht teilten ſich die Studienreferendar⸗ innen Dr. Schulz, Wrzodek und Reiſchel. Ferner mußten länger als 8 Tage den Unter⸗ richt verſäumen der Direktor, die Studienräte Textor, Schuchmann, Buſch, Walger, Dr. Eckler, Kaffenberger und die Studienaſſeſſorin Dr. Frank.
Pädagogiſches Seminar
Zu Beginn des Schuljahres gehörten die Studienreferendarinnen Dr. Johanna Schulz und Renate Wrzodek dem pädagogiſchen Seminar an.— Am 15. April wurden uns die Studienreferendarinnen Luiſe Koch(Lehrbefähigung in Biologie, Geographie und Geologie) und Gertrud Reiſchel(Lehrbefähigung in Biologie, Geographie und Geologie) zur Aus⸗ bildung neu überwieſen.— Am 14. Oktober traten die Studienreferendarinnen Eliſe Dörr
(Lehrbefähigung in Mathematik, Phyſik und Chemie) und Karoline Behrmann(Lehr⸗
befähigung in Deutſch, Geſchichte und philoſophiſcher Propädeutik) ein.— Vom 13. Auguſt bis 28. September vertrat die Studienreferendarin Dr. Schulz eine erkrankte Reallehrerin an der Realſchule i. E. zu Schlitz. Ihr Seminarjahr endete am 28. September. Sie blieb auch zur Ableiſtung des Probejahres an unſerer Schule und wurde am 28. Januar 1930 zu einer Vertretung an der Schillerſchule in Friedberg abgerufen. Auch die Studienreferendarin Wrzodek vollendete am 28. September ihr Seminarjahr und verblieb gleichfalls für das Probejahr an unſerer Anſtalt.— Die Studienreferendarin Dr. Margarethe Challier wurde uns am 15. April zur Ableiſtung ihres Probejahres überwieſen. Vom 12. Auguſt bis 31. Auguſt war ſie im Anſchluß an die Sommerferien zu einer Studienreiſe nach England beurlaubt. Die Staatsprüfung legte ſie an der Studienanſtalt in Gießen ab. Die dazu vorgeſchriebenen Probelektionen hielt ſie am 22. Januar in Anweſenheit des Herrn Staatsrat Block.
Prüfungen
Am 13. Mai unterzog ſich eine Nichtſchülerin mit Erfolg der mündlichen Reifeprüfung. Die ſchriftliche Prüfung fand in der Woche vom 6. bis 11. Mai ſtatt.— Im Herbſt wurden uns drei Nichtſchülerinnen zur Reifeprüfung überwieſen. Zwei von ihnen traten freiwillig vor Beginn der Prüfung zurück. Die dritte legte in der Zeit vom 2. September bis 7. September die ſchriftliche Prüfung und am 16. September mit Erfolg die mündliche Prüfung ab. Bei beiden Prüfungen war der Direktor mit dem Vorſitz beauftragt.— Zur Reifeprüfung
an Oſtern 1930 wurden alle Schülerinnen der drei Oberprimen zugelaſſen. Die ſchriftliche Prüfung fand vom 23. bis 29. Januar ſtatt, die mündliche Prüfung der Oberprima 3.
wurde am 19. Februar, die der Oberprima 2 am 20. Februar, die der Oberprima 3 am 21. Februar abgehalten. Alle Schülerinnen beſtanden. Den Vorſitz führte der Direktor. Am 28. Februar wurden die Oberprimanerinnen mit einer kurzen Feier entlaſſen, wobei der Direktor die Anſprache hielt. Für tüchtige Leiſtungen erhielt in Oberprima 1 Margarethe Roeder, in Oberprima 3 Hedwig Jung ein Prämium.— An Oſtern wurden uns ſechs Nicht⸗ ſchülerinnen zur Reifeprüfung zugeteilt. Eine mußte wegen Erkrankung vor Beginn der ſchrift⸗ lichen Prüfung zurücktreten. Der ſchriftlichen Prüfung unterzogen ſich die übrigen fünf vom 3. bis 7. März. Die mündliche Prüfung legten ſie am 15. März ab. Zwei Prüflinge beſtanden.
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