Jahrgang 
1929
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der Elternſchaft, aus dem Schulleiter und 12 Mitgliedern des Lehrerrats der Schule in welcher Weiſe die Wahl ſtattfinden ſoll, wann und durch wen er zu berufen iſt uſw. Es wäre nun zunächſt feſtzuſtellen, ob die Mehrheit der Erziehungsberechtigten auch für die höheren Schulen die Einrichtung ſolcher Elternbeiräte wünſcht. Um dieſe Frage zu beantworten, wird alsbald nach Beginn des neuen Schuljahrs den Eltern unſerer Schüler eine gedruckte Mitteilung zugehen, die ſie auffordert, ihre Anſicht zu äußern. Ergibt es ſich, daß die Mehrheit der Erziehungsberechtigten die Bildung eines Elternbeirats für die betreffende Anſtalt wünſcht und befürwortet, ſo wird der Schulleiter alles weitere veranlaſſen, insbeſondere auch feſtſtellen, welche Vorſchriften etwa das Miniſterium für Kultus und Bildungsweſen über die Einrichtung von Elternbeiräten an höheren Schulen(Wahl, Befugniſſe, Geſchäftsordnung uſw.) zu erlaſſen gedenkt.

Kurzſchrift. Wir verweiſen die Eltern unſerer Schülerinnen auf die Bedeutung, die die

Kurzſchrift in der heutigen Zeit erlangt hat. Eine gediegene Kenntnis der Kurzſchrift iſt

für das Fortkommen in den einzelnen Berufen von außerordentlicher Wichtigkeit und für

den Eintritt in den Staatsdienſt ſogar vorgeſchrieben. Unſeren Schülerinnen iſt durch die

Einrichtung wahlfreier Unterrichtskurſe von UIII bis UII Gelegenheit zur Erlernung der Kurzſchrift gegeben.

Unfallverſicherung. Der Beitrag für die Schüler⸗Unfallverſicherung iſt im Schuljahr 1929 30 auf 1,20 ℛℳ feſtgeſetzt. Er wird bis zum 15. Mai eingezogen. Wir bitten, jeden Unfall

ſofort dem Direktor anzuzeigen, damit der Erſatzanſpruch rechtzeitig der Verſicherungsbank.

gemeldet werden kann.

Klaſſenarbeiten. Den Eltern wird zu Beginn des Schuljahres mitgeteilt, an welchem Tage

Klaſſenarbeiten geſchrieben werden. Am 1. jeden Monats befinden ſich die Hefte in den

Händen der Schülerinnen. Den Eltern iſt damit Gelegenheit gegeben, Einſicht in die

Arbeiten ihrer Töchter zu nehmen. Zu genauerer Auskunft über Betragen und Leiſtungen der Schülerinnen ſind die Lehrer gern bereit.

Die Sprechſtunden des Lehrkörpers ſind am ſchwarzen Brett angeſchlagen und werden den Kindern in den einzelnen Klaſſen mitgeteilt. Der Direktor iſt täglich von 11 ½ bis 12 ½ Uhr auf ſeinem Amtszimmer zu ſprechen, ſofern nicht dienſtliche Verhinderungen vorliegen. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 15. April 1929, vormittags 9 Uhr.

Anmeldungen werden noch am 13. April, vormittags von 9 bis 12 Uhr, in der Schule, Hochſtraße 44, entgegengenommen. Geburts⸗ und Impfſchein ſowie das Aboangszeugnis der zuletzt beſuchten Schule ſind vorzulegen.

Darmſtadt, im März 1929

Die Direktion der Studienanſtalt Dreſcher, Oberſtudiendirektor.

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