Jahrgang 
1929
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teil. Im Laufe des Jahres werden etwa 40 Kinder aufgenommen, deren Eltern aus dem beſetzten Gebiet ausgewieſen waren. Unſere Schülerinnen beteiligen ſich rege an Samm⸗ lungen zum Beſten des Roten Kreuzes, der Armenpflege und der Nothilfe für die beſetzten Gebiete. Schuljahr 1924 /25

Der Direktor Dr. Otto iſt vom 30. April bis 30. Juni beurlaubt und wird vertreten durch den Konrektor. Die zweite Schulklaſſe der Seminarübungsſchule wird abgebaut, es verbleibt uns nur noch das dritte Schuljahr. Dem pädagogiſchen Seminar wird am 30. April die Studienreferendarin Dr. Emmi Weimar zugewieſen und am 7. Oktober die Studienreferendarin Dr. Elsbeth Schweisgut. Am 3. Juli ſpricht bei der Klopſtockfeier der Direktor. Im Auauſt hält der Direktor eine Reihe von Vorträgen aus der Geſchichte des Bühnenweſens, vornehmlich für ehemalige und jetzige Schülerinnen. Am 15. Jan. 1925 ſtirbt Prof. i. R. Adolf Helmsdörfer, der über 22 Jahre an der Viktoriaſchule gewirkt hatte. Am 4. März findet ein Vortrag des Herrn Dr. Bell ſtatt über das Auslands⸗ deutſchtum. Am 13. März ſtirbt der Prof. i. R. Dr. Hans Heim, der faſt 29 Jahre im Dienſte unſerer Schule geſtanden hatte. Der Direktor Geheimerat Dr. Otto, der unſere Schule ſeit 1909 geleitet hat, und Prof. Vogt treten am 28. März in den Ruheſtand. Der Geſundheitszuſtand des Kollegiums war wenig günſtig, ſodaß viele Beurlaubungen für kürzere und längere Zeit nötig wurden.

Schuljahr 1925/26

Oberſtudienrat Dreſcher wird am 1. April zum Direktor der Schule ernannt, die Geſchäfte des Konrektors übernimmt Oberſtudienrat Dr. Bergmann. Mit dem neuen Schuljahr iſt die letzte Klaſſe der Seminarübungsſchule und das 4. Schuljahr, die ehemalige VII, abgebaut. Die beiden neuen Sexten bauen ſich auf die 4 Grundſchuljahre auf. Am 20. April treten Studienaſſeſſor Dr. Grebert und Studienaſſeſſorin Dr. Frank in den Lehrkörper ein(für Dr. Otto und Vogt). Am 31. Mai übernimmt Herr Loewenthal den iſraelitiſchen Reli⸗ gionsunterricht in den Unterklaſſen an Stelle des Rabbiners Dr. Italiener. Am 1. Juni tritt Oberreallehrer Sann nach fünfundzwanzigjähriger Wirkſamkeit an unſerer Schule in den Ruheſtand. Am 4. Juli unternimmt die Schule eine Rheinfahrt bis St. Goar. Vom 6. bis 9. September machen Prof. Sandmann und Prof. Textor eine 4 tägige Wanderung mit den Oberſekunden nach Maulbronn, Marbach, Langenburg, Würzburg. Frl. Dr. Eckler nimmt mit 10 Schülerinnen an der Kufſteinfahrt des V. D. A. teil. Am 30. September gehen Kiſten mit Lebensmitteln, Kleidern, Schuhen und Wäſche, die von Schülerinnen zur Verfügung geſtellt werden, an das Optantenlager in Schneidemühl ab. Am 12. Oktober wird Studienreferendarin Dr. Eliſabeth Ritz dem Seminar überwieſen. Am 27. Oktober ſtirbt die Lehrerin i. R. Marie Müller, die 35 Jahre lang Mitglied unſeres Lehrkörpers war. Am 13. November begrüßt die Schule den Reichspräſidenten Hindenburg auf ſeiner Rundfahrt durch die Stadt. Am 18. und 21. Dezember findet die Aufführung des Weih⸗ nachtsſpielesDas Gotteskind von E. A. Hermann ſtatt. An Oſtern 1926 findet die letzte Fachprüfung ſtatt. Das Lehrerinnenſeminar, das ſeit 1877 mit unſerer Schule ver⸗ bunden war, geht nach 49 jährigem Beſtehen ein. Im Laufe des Jahres werden an dem Schulgebäude Ausbeſſerungen vorgenommen. Die Säle im 2. und 3. Stock werden her⸗ gerichtet. Ein Klaſſenſaal wird zu einem Biologieſaal umgewandelt, die dazugehörigen Sammlungen werden in den anſtoßenden Nebenräumen untergebracht. Das Vorzimmer des Handarbeitsſaales wird als Waſchraum eingerichtet. Die Schülerinnenbibliothek und die Lehrmittel für Geſchichte und Erdkunde werden günſtiger untergebracht.

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