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C. Verzeichnis der Schülerinnen, die am Schluſſe des Schuljahres 1916/17
die Reifeprüfung beſtanden haben.
2 4 ½ 5 2 Vorname Beruf Wohnort 8 Zu⸗ und Vorname Geburtsdatum 8 ⁸ 25 8 Künftiges 3 u⸗ 35 Studium 4—— 8 2 5 des Vaters p 1 Bauer, Luiſe 5. Aug. 1898 ev. O. 1904 Kl. X Apothekerin Ludwig Schneiderm. Darmſtadt 2 Block, Charlotte 30. Mai 1892 ev. O. 1916 0. 1 Kunſtgeſchichte(Rudolf Gei Ober⸗„ chulrat 3 Föhr, Eleonore 18. Aug. 1898 ev. O. 1915 U. 1 Medizin Eugen Gärtnereibe⸗ Nied.⸗Mörlen ſitzer(Kr. Friedberg) 4 Lentz, Elſe 28. Mai 1897 ev. Jan. 1909 Kl. VI„ Wilhelm Lehrer Darmſtadt 5 Löſch. Olga 13. Mai 1898 ev. O. 1904 Kl. X Neuere Sprachen Karl Zahlm. a. D.„ 6 Rechel, Luiſe 4. April 1898 ev. O. 1915 VU. I Kunſtgeſchichte(Wilhelm Dentiſt„ 7 Schäfer, Bertha 6. Nov. 1897 ev. O. 1914 O. II Neuere Sprachen Ludwig Pfarrer Dhrheu(Kr. Friedberg) 8 Stein, Gertrud 19. Juni 1895 ev. O. 1915 U. I Medizin Philipp Bankdirektor Darmſtadt 9 Thiele, Eliſabeth 14. Mai 1897 ev. O. 1914 O. II Geologie Guſtav Kaufmann„ 10 Trapp, Emilie 10. Juli 1897 ev. O. 1914 O. II Chemie Karl„ Santiago (Chile) 11 Wagner, Luiſe 14. Okt. 1898 ev. O. 1914 O. II Medizin Jakob Pfarrer Wöllſtein 12 Weimar, Emmi 9. Okt. 1897 ev. O. 1906 Kl. VIII Geſch. u. Deutſch Theodor„ N.⸗Ramſtadt 3 Werner, Wilhelmine 19. Aug. 1895 ev. O. 1916 0. 1 Naturwiſſenſchaft! Fritz Oberzahlm. Darmſtadt Wickop, Margarethe 7. Jan. 1898 ev. O. 1904 Kl. X Volkswirtſchaft Georg † Geh. Baurat„. Profeſſor
rſeres Schulgebäudes in der Hochſtraße bei Lehrenden und Lernenden erſt voll zum Bewußtſein zu ringen.
Perſönliches: Erkrankung, Beurlaubung und Einberufung zum Heeresdienſt brachten in die ur⸗ ſprüngliche Stundenverteilung im Laufe des Schuljahrs ſtarke Verſchiebungen. Die Klaſſenvermehrung führte zunächſt unſerer Anſtalt zwei neue Lehrkräfte zu: die Lehramtsaſſeſſoren Konrad von der Schmitt und Dr. Hermann Götz, die am 1. Mai in ihr Amt eingeführt wurden. Auch in dieſem Schuljahr durften wir wiederum auf die uneigennützige Hilfsbereitſchaft unſeres verehrten Amtsgenoſſen Prof. Dr. Kunz zählen, der 12 Wochenſtunden übernahm. Für die erkrankte Lehrerin Frl. Friedrich blieb die Schulverwalterin Frl. Reuter in voller Verwendung an der Anſtalt. Am 16. Auguſt trat dann Frl. Friedrich äuf ihr Nachſuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienſte in den Ruheſtand. Die Schule verliert in ihr eine erfolgreiche Lehrerin, die in dankbarer Erinnerung bleiben wird. Leider mußte nun die Lehrerin Frl. Rohde zur Wiederherſtellung ihrer geſchwächten Geſundheit zunächſt bis zum Herbſt(27. September) beurlaubt werden. Als ihr Vertreter wurde Reallehrer Johannes Haſter von der hieſigen Eleonorenſchule, der gerade vom Heeresdienſt wieder freigegeben war, kom⸗ miſſariſch an unſerer Schule verwendet. Er trat am 10. Auguſt ſein Amt an und blieb infolge der Urlaubsverlängerung des Frl. Rohde bis zum Schluſſe des Schuljahrs an der Anſtalt. Am 9. No⸗ vember wurde Prof. Sandmann zur Fernſprecher⸗Erſatzabteilung nach Karlsruhe einberufen. Herr Prof. Dr. Roller von der Ludwigs⸗Oberrealſchule übernahm am 20. November in liebenswürdiger Bereitwilligkeit für ihn 4 Wochenſtunden Pädagogik in der P⸗Klaſſe bis zur Fachprüfung am 14. Febr. 1917. Von den übrigen durch Prof. Sandmanns Einberufung freigewordenen Stunden übernahm Prof. Dr. Kunz bereitwilligſt 4 weitere Wochenſtunden, während für die übrigbleibenden Lehramts⸗ aſſeſſor Dr. Theodor Walger, zuletzt an der Höheren Mädchenſchule zu Gießen, am 2. Dezember 1916 neu in den Verband unſerer Schule eintrat. Am 3. Januar 1917 wurde auch Prof. Dr. Berg⸗ mann zum Heeresdienſt einberufen, aber nach vier Wochen zur Wiederaufnahme ſeines Zivilberufs entlaſſen. Als am 11. Januar auch Aſſeſſor von der Schmitt erneut eingezogen wurdo, teilten ſich Frl. Hofmann, die unſerer Anſtalt neu zugewieſen wurde, und Prof. Dr. Bergmann in den frei⸗ gewordenen Unterricht. Am 23. Februar exkrankte plötzlich der allverehrte Leiter unſerer Schule, Geh. Schulrat Dr. Otto, nachdem er noch die Überſiedlung in die Hermannſtraße geleitet hatte. Da der Machtſpruch des Arztes eine völlige Ausſpannung fern von den Amtsgeſchäften forderte, ſah er ſich


