Jahrgang 
1913
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lehrer Sann mußte vom 6. Juli an ſeinen Unterricht ausſetzen und erhielt zur Wiederherſtel⸗ lung ſeiner Geſundheit Urlaub bis zum Ende des Schuljahres. Die Vertretung übernahmen die Kollegen. Die zu einem Studienaufenthalt für die Zeit vom 10. Oktober bis 1. November be⸗ urlaubte Lehrerin Frl. Maurer vertrat die Lehramtsaſpirantin Frl. Elsbeth Seip. Ihr ſind wir außerdem für die Übernahme des Unterrichts ihrer Schweſter, Frl. Gertrud Seip, die vom 6. bis 15. Januar fehlte, zu Dank verpflichtet. Endgültig angeſtellt wurde während dieſes Schuljahres Frl. Maurer(1. Juli 1912).

Schulfeſte. Den Geburtstag unſeres Landesfürſten begingen wir am Vor⸗ mittage des 25. November im engeren Kreiſe der Schule. Oberlehrer Mangold gab als Feſt⸗ redner ein eindrucksvolles Bild von der Teilnahme der heſſiſchen Truppen am ruſſiſchen Feld⸗ zuge Napoleons I.(1812). Zur Feier von Kaiſers Geburtstag vereinigten ſich die Se⸗ minarklaſſen und die fünf oberſten Klaſſen der Schule am 27. Januar 1913(10 Uhr vormit⸗ tags). Die Schulklaſſen VI und VII hatten an der öffentlichen Vorfeier teilgenommen, die am 25. Januar um 5 ½ Uhr nachmittags ſtattgefunden hatte. Die Feſtrede hielt an beiden Tagen der Direktor.

Beſichtigungen und Prüfungen. Herr Geh. Oberſchulrat Blockbeehrte die Schule mit ſeinem Beſuche am 23. Mai, 11. Juni und 27. Auguſt 1912. Derſelbe führte den Vorſitz bei den Prüfungen.

Zu der wiſſenſchaftlichen Abſchlußprüfung wurden ſämtliche 30 Schülerinnen der Seminarklaſſen 2a und 2b zugelaſſen. Die ſchriftlichen Prüfungsarbeiten wurden am 21., 22., 23. und 24. Januar erledigt. Die Religionsprüfung fand am Nachmittage des 17. Fe⸗ bruar, die mündliche Prüfung in den übrigen Lehrfächern am 19. Februar 1913 ſtatt. Von der letzteren waren 18 Schülerinnen befreit Das Examen beſtanden ſämtliche Teilnehmerinnen, 7 mit der Note III(im ganzen gut), 21 mit II(gut), 2 mit I(ſehr gut). Preiſe erhielten Lina Gör⸗ lach und Anna Auer.

Die Fachprüfung der Seminarklaſſen 1 a und 1b, zu der ſämtliche 38 Schülerinnen zugelaſſen wurden, begann am 6. Januar 1913 An dieſem Tage wurde das Thema der häus⸗ lichen pädagogiſchen Arbeit geſtellt, die am 3. Februar abzuliefern war. Die Lehrproben wur⸗ den am 28. Februar, die mündliche Prüfung wurde am 1. März abgehalten. Sämtliche Se⸗ minariſtinnen beſtanden die Prüfung, 12 mit Note III(im ganzen gut), 25 mit II(gut) und eine mit I(ſehr gut). Von der mündlichen Prüfung befreit waren 17.

Die Geſundheitsverhältniſſe der Schülerinnen waren befriedigend. In den Winter⸗ monaten jedoch war der Schulbeſuch durch die Maſern⸗ und Rötelepidemie beeinträchtigt.