Jahrgang 
1889
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Gefſchichte und Geographie, 3 Std. w. Deutſche Geſchichte von 1024 bis Wiederherſtellung des deutfchen Kaiferreichs. Berückfichtigung der Kulturgeſchichte.(Andrae, Grundriß.) Phyfiſche und politiſche Geographie von Deutſchland und den außereuropäiſchen Erdteilen. Kurze Repetition der außer- deutfchen Länder Europas.(Leitfaden von Daniel.) Hr. TnvLMAXX.

Naturkunde, Phyfik, Chemie, 3 Std. w. Im Winterſemeſter: Niedere Tiere mit Berück- ſichtigung der Anatomie und anſchließenden mikrofkopiſchen Betrachtungen. Zweiter Teil der Optik und Wärmelehre. Grundlehren der Chemie. Im Sommer Hr. FurpxER, im Winter Hr. Dr. GRurͤ.

Seminarklaffe II.

(Wöchentlich 22 Lehrſtunden.)

Evangeliſche Religionslehre, 2 Std. w. A. Kirchengeſchichte: Altere Kirchengeſchichte mit befonderer Berückſichtigung der fünf erſten Jahrhunderte. B. Bibelkunde: Die Bücher des alten Te- ſtamentes nach Urfprung und Inhalt. Einzelne Pfalmen, Stellen aus Hiob und den prophetiſchen Schriften wurden geleſen und erklärt. Verſchiedene Kirchenlieder wurden wiederholt, mehrere Pfalmen gelernt. Hr. KkII.

Katholiſche Religionslehre, 2 Std. w. komb. mit I.

Deutſch, 4 Std. w. Einleitung in die Geſchichte der deutſchen Litteratur und die Grundzüge des Entwickelungsganges derſelben bis Gottfched. Dem mittelalterlichen Volksepos und den bedeutendſten Er- zeugniffen des mittelalterlichen Kunſtgefanges wird eingehendere Beſprechung zu teil und bedeutende Ab- ſchnitte aus Epik und Lyrik wurden gelefen und erklärt. Im Zuſammenhange wurden gelefen und erklärt: «Maria Stuart» und«Hermann und Dorothea?; außerdem aber charakteriſtifche Proben aus den Dichtungen des Reformationszeitalters(Kirchenlied, Satire, Volkslied) in reichlichem Maße und forgfältiger Auswahl geboten. Grundzüge der deutſchen Metrik und Poetik, ſowie der deutfchen Grammatik. Deutſche Auf- fätze und Disponierübungen. Der Direktor.

Pädagogik, 1 Std. w. Geſchichte der Pädagogik bis zur Reformation. Hr. KnII.

Franzöſfiſch, 3 Std. w. Ploetz' Schulgrammatik, Lektion 39 68. Geleſen wurden Stücke aus Ploetz' Manuel. Wiedergabe geleſener Stücke, Exercitien, Extemporalien, Kompoſitionsübungen. Abriß der franzöſiſchen Litteraturgeſchichte bis Racine. Beim Unterricht meiſt Gebrauch der franzöſiſchen Sprache. Hr. THVvILMAXX.

Engliſch, 3 Std. w. Gefenius II bis Kap. VII. Mündliche und ſchriftliche Überfetzungen aus dem Deutſchen ins Engliſche. Gelefen wurden aus Herrigs The British Classical Authors» größere Ab- ſchnitte von Byron, Macaulay, Lingard und Shakefpeares Richard II. Einige Gedichte wurden gelernt. Der Unterricht anfangs in deutſcher, fpäter in engliſcher Sprache. Auflfätze, Extemporalien. Hr. Dr. HR.

Rechnen und Raumlehre, 3 Std. w. Die Bruchrechnung und die bürgerlichen Rechnungs- arten. Quadratwurzelausziehen. Die Elemente der Planimetrie; Lüngen- und Flächenberechnungen. Der Pythagoreiſche Lehrfatz und feine Anwendung auf geometriſche Aufgaben. Ir. Guiss.

Geſchichte und Geographie, 3 Std. w. Geſchichte der Griechen und Römer. Geſchichte des Mittelalters bis 1024.(Andrae, Grundriß.) Mathematiſche und allgemeine phyſiſche Geographie. Phy- ſiſche und politiſche Geographie der außerdeutfchen Länder Europas(Leitfaden von Daniel). Hr. THvxLMAXX.

Naturkunde, Phyſfik, 3 Std. w. Im Winterfemeſter: Wirbeltiere mit befonderer Berück- fichtigung der Anatomie. Magnetismus und Elektrizität. Hr. Dr. GREIM.

Mittwoch den 10. April Schluß des Schuljahrs. Das neue Schuljahr be- ginnt Montag den 29. April. Die Aufnahmen für die Schule finden durch den Unterzeichneten im Schulgebäude am 29. und 30. April, diejenigen für das Seminar am I. Mai ſtatt.

DARMSTADTr, im April 1889.

Die Großh. Direktion der Victoriaſchule: Dr. Wulckou.

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