Mit Wirkung vom 26. Januar 1931 wurde Studienrat Dr. Georg Scheuring zum Direktor der R. zu Langen ernannt.— Nach mehrjähriger Einberufung im Weltkrieg war Sch. am Rg. ſeit Dezember 1918. Mit dem Dank für ſeine unſrer Anſtalt geleiſteten Dienſte begleiten ihn unſre beſten Wnſche in ſeine neue Stellung. Sein Nachfolger wurde am 26. Januar 1931 Studienrat Dr. Zimlich von der Viktoriaſchule.
Der Direktor war vom 17.—30. Juni 1930 beurlaubt. Er nahm im Laufe des Schuljahres an folgenden Veranſtaltungen teil: Im Kultusminiſterium: Vortrag des Univerſitätslektors Rodemeyer über „Sprecherziehung in der Schule und für die Schule“(4. Juli 1930); Beſprechung der Darmſtädter Direk⸗ toren über„Berufsberatung“ und den neuen„Aktenregiſtrierplan“(11. Februar 1931).— Eröffnung der Ausſtellung„Technik im Heim“(21. September 1930); Rektoratsübergabe an der Techniſchen Hochſchule (Vortrag des neuen Rektors Prof. Dr. Wöhler über„Darmſtadt und die Chemie“](1. November 1930); Neujahrsempfang bei dem Herrn Staatspräſidenten(1. Januar 1934).
Konrektor Dr. Poepperling beſuchte die„4. Reichstagung der deutſchen Schullandheime“ in Dresden vom 12.— 16. Juni 1930.
Studienrat Wißmann war vom 7. Mai-— 7. Juni 1930 zu einer ernſtlichen Operation be⸗ urlaubt, deren Folgen noch eine Beurlaubung vom 4. Auguſt— 27. September 1930 nötig machten. Sein Vertreter war fur den größten Teil dieſer Zeit Studienaſſeſſor Dr. Sauer vom G. Gießen.
Studienrat Kabel war zu dem Fortbildungskurſus fur ak. geb. Lehrer in Frankfurt a. M. im Ok— tober 1930 beurlaubt.
Studienrat Jacob nahm am 16. Juni 1930 am„Deutſchen Volkshochſchultag“ in Breslau teil.
Studienrat Dr. Liſtmann beſuchte den pädagogiſchen Kongreß in Wiesbaden vom 5.—7. Oktober 1930.
Studienrat Wermbter übernahm für den f Studienrat Becker die Stelle eines Vorſtandsmitgliedes beim Amte für Leibesübungen im Oktober 1930; er war auch beteiligt an der Turnlehrerprüfung.
Studienrat Dr. Götz war während der Herbſtferien und dann bis 30. Oktober 1930 zu einer im Auftrage des V. D. A. unternommenen Studienreiſe nach Rumänien, zum Beſuch der deutſchen Sied— lungen, beurlaubt.
Studienrat Koch hatte vom 10. Oktober bis 10. November 1930 Urlaub zu einer infolge der Kriegs— beſchädigung nötigen Badekur. Beide Amtsgenoſſen wurden ebenfalls durch Aſſeſſor Sauer vertreten.
Zeichenoberlehrer Dörr fehlte infolge einer Erkrankung an Grippe und deren Folgen(nervöſe Herz— beſchwerden) vom 26. Januar bis 28. März 1931.
Turnoberlehrer Luley leitete einen Turnlehrerkurſus in Michelſtadt vom 8.—27. September 1930. Er hatte am 6. Auguſt 1930 einen anſcheinend unbedeutenden Unfall bei der Hilfeſtellung im Turnunterricht erlitten, der— eine Sehnenzerreißung im kleinen Finger— nachher mehrere Operationen und längeren Aufenthalt im Krankenhaus nötig machte. Luley mußte den Unterricht vom 21. Okt. 1930 bis 31. Jan. 1931 ausſetzen. Vom 21.— 23. Mai 1930 und am 14.—16. März 1931 war Luley beteiligt an der Turnlehrerprüfung.
An der kunſtpädagogiſchen Woche(3.—8. November 1930 in Darmſtadt) nahmen Studienrat Machemer und Zeichenoberlehrer Dörr und die Referendare Hammer und Kiſſel teil.
Studienrat Dr. Diemer war für die Hälfte ſeines Dienſtes beurlaubt, um die Belange des V. D. A. (des Vereins für das Deutſchtum im Ausland) wahrnehmen zu können.
Ebenſo war Studienrat Dr. W. M. Becker wieder während dieſes Schuljahres zur Dienſtleiſtung auf das Staatsarchiv(Abteilung Urkundenpflege) beurlaubt. Die Vertretung für beide Herren hatte zum Teil Studienrat Wermbter.
Studienrat Dr. W. M. Becker war von Weihnachten bis Oſtern wegen Herzerkrankung beurlaubt.
Studienrat Jacob war von einem Teil ſeiner Stunden befreit, um für die Darmſtädter Volks— hochſchule tätig ſein zu können.
Die zahlreichen Erkrankungen an Grippe und ihren Folge⸗ und Begleiterſcheinungen machten im Jahre 1931 häufig viele Vertretungen im Lehrköper nötig.
In der„Arbeitsgemeinſchaft für Heimatkunde“, deren Vorſitz Studienrat Dr. W. M. Becker führt, iſt Studienrat Schad Mitglied. Mehrere Sitzungen dieſer heimatkundlichen Arbeitsgemeinſchaft fanden in unſeren Räumen ſtatt.
Bei der Heimatſtatiſtik, die eben von ihr für alle Darmſtädter Schulen aufgeſtellt wird, ergab ſich für das Rg. folgendes: Am 20. Februar 1931 hatten wir 955 Schüler. Davon wohnen in Darm⸗ ſtadt 722(= 75,60%), in Darmſtadt ſind 517 geboren(= 54,14% aller Schüler und 71,61% der in Darmſtadt wohnenden Schüler). In Darmſtadt geboren ſind 200 Väter und 205 Mütter, von 88 Schülern beide Eltern, ebenſo 88 Großväter väterlicherſeits und 88 Großväter mütterlicherſeits. 117 Schüler hatten vor 100 Jahren Vorfahren in Darmſtadt.
Bei der Feſtſtellung des Ergebniſſes der einzelnen Klaſſen und bei der Berechnung der Zahlen haben ſich die Schüler der la1, beſonders Spalt, in lobenswerter Weiſe beteiligt.
An den Sitzungen des Städtiſchen Schulausſchuſſes— ſoweit Belange des Realgymnaſiums zur Beratung ſtanden— nahmen der Direktor und der Konrektor teil. Es wurde beſonders der Vor⸗
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