Jahrgang 
1931
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III. Reifeprüfungen.

Herbſt 1930 beſtanden die Oberprimaner Antes, Degen, Peter, Lippmann und Ollendorf die Reife prüfung. Die ſchriftliche Oſterreifeprüfung unſrer 5 Oberprimen fand vom 26. bis 30. Januar 1934 ſtatt, die mündlichen Prüfungen wurden vom 23. bis 26. Februar 1931 abgehalten. Den Vorſitz führte der Direktor.

Es beſtanden die Reifeprüfung aus Ial: Arnold, Auguſtin, Bleſſing, Buch H., Buch W., Burkard, Iſaak, Koch, Mattheß, Oeſtreicher, Pöllot, Ring, Spalt, Tutt, Wolfenſtädter. aus la?2: Bein, Bender, Grönig, Hafenreffer, Hallwachs, Heilmann, Joſt, Klein, Lenz, Lorey, Rathgeber,

Ruppel, Schenck, Stalf, Stephan. aus la3: Breitbarth, Bremmer, Diehl, Drautz, Engel, Enoch, Höoͤchſter, Jacobi, Laufer, Libmann, Obern dorf, Rathgeber, Schnabel, Schneider, Schüßler, Wucherpfennig. aus la4: Böttiger, Decher, Heß, Horn, Jockel, Knott, Lange, Pflugfelder, Ripper, Weidmann. aus Ja5: Dingeldey, von Eſebeck, Göbel, Hauß, Kehmtzow, Kraus, Kunkel, Macholdt, Melsbach, Münſter,

Rinn, Wagner. Es beſtanden in den einzelnen Klaſſen 15+ 15+416+ 10+12, zuſammen 68.

Folgende Oberprimaner erhielten Preiſe: Burkard, Iſaak, Spalt aus la, Ruppel la?(Preis der Münchſtiftung), Bremmer, Enoch, Laufer la3, Decher la4.

Auch in dieſem Schuljahr ſind wir dem Verein ehemaliger Schüler und der Freunde des Rg. für 2 geſtiftete Preiſe zu Dank verpflichtet.

Die Entlaſſungen fanden unmittelbar im Anſchluß an die mündlichen Prüfungen ſtatt. Anſprachen hielten hierbei die Herren Klaſſenführer Como, Gütlich, Liſtmann, Götz und Wißmann.

Die Reifeprüfung für Richtſchüler beſtanden Herbſt 1930 18 Prüflinge. Zur Oſterprüfung 1931 für Nichtſchüler hatten ſich 38 Prüflinge gemeldet, von denen 14 beſtanden. Die Reifepruͤfung für Fachſchulabſolvente beſtanden Herbſt 1930 2, Oſtern 1931 1 Prüfling.

Dasgroße Latinum beſtanden 1930 14 Damen, daskleine Latinum 5 Prüflinge, darunter 4 Damen, die Lateinprüfung für Apotheker 1 Prüfling, die Ergänzungsreifeprüfung 1 Prüfling.

Die Prüflinge, die nicht beſtanden haben, wurden nicht erwähnt.

IV. Geſchichte der Anſtalt.

1. Organiſation der Schule.

Das Schuljahr begann am 28. April 1930; an dieſem Tage fand die Prüfung der neu eintretenden Schuͤler ſtatt, der Unterricht nahm am 29. April ſeinen Anfang. Die Schule hatte auch in dieſem Jahre 36 Klaſſen: IV, IIIb und IIb hatten je 3, Ia, Ib und VI je 5, die anderen Jahrgänge je 4 Parallel⸗ klaſſen. Neben dem Realgymnaſium hat die Anſtalt in allen Klaſſen ein Reformrealgymnaſium. Das Schuljahr ſchloß am 28. März 1931.

In das Realgymnaſium und in das mit ihm verbundene Reformrealgymnaſium werden Schüler aus ganz Darmſtadt und aus allen anderen Orten aufgenommen.

2. Lehrer.

Zu Beginn des Sommerhalbjahres 1930 ging Studienrat Henk(am Rg. ſeit Oſtern 1923) an die Li.⸗OR. über; ſein Nachfolger wurde Studienrat Kloos, ſeither an der Lu.-OR.

Auf Grund des Altersgeſetzes traten in den Ruheſtand am 1. Auguſt 1930 Oberſtudienrat Dr. Schilling und am 1. März 1931 Oberreallehrer Schäfer. Schilling war erſt Privatdozent an der Techn. Hoch⸗ ſchule zu Darmſtadt, dann im Schuldienſt ſeit Oktober 1898, am Rg. ſeit 1. April 1910.

Schäfer ſtand im Schuldienſt ſeit 19. April 1884 als Schulverwalter an der Vorſchule des Rg. bis 3. Juni 1887, dann wieder als Reallehrer am Rg. ſeit 16. Oktober 1912.

Den 2 in den Ruheſtand tretenden Amtsgenoſſen wünſchen wir unter gleichzeitigem Dank der Schule einen geſegneten Ruheſtand.

Am 16. Juli 1930 iſt Studienrat Karl Becker nach kurzem Krankſein plöͤtzlich geſtorben. Wir ver lieren in ihm einen lieben, zuverläſſigen, kenntnisreichen und arbeitsfrohen, ſtets heiteren Amtsgenoſſen, ſeine Schüler einen tüchtigen Lehrer, einen guten Freund und gütigen Berater. An ſeinem Grabe legte der Direktor im Namen des Lehrkörpers einen Kranz nieder, desgleichen die Klaſſe Ia4, ſowie die Klaſſe, die 1928 unter Beckers Leitung die Reifeprüfung beſtanden hatte. Den Unterricht von Schilling und K. Becker übernahmen zum Teil die Amtsgenoſſen, teilweiſe die Studienräte Dr. Heſcher und Kayſer vom L. G. G. und Dr. Bommersheim vom Li. OR. Die Vertretung von Studienrat Dr. W. M. Becker war wie in früheren Jahren geregelt.