Jahrgang 
1926
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Seit dem Jahre 1923 iſt in einem beſonderen Raume des Pädagogs eine Buchbinderei eingerichtet, wozu die Stadt Darmſtadt entgegenkommender Weiſe Tiſche und einen Gasherd zur Verfügung geſtellt hat. Unter freiwilliger Mitarbeit von einigen Schülern hat es Stud.⸗R. Dr. Menger unternommen, ſchadhafte Bücher der Buchhilfe inſtand zu ſetzen. Auch neue Bücher wurden eingebunden.

8. Geſundheitspflege.

Morgenſpaziergänge fanden an folgenden Tagen ſtatt: 8. Mai 1925, 30. Mai 1925, 11. Juni 1925, 1. Dezember 1925. Von einzelnen Klaſſen wurden an den genannten Tagen Tagesausflüge gemacht: lal Lindenfels(Kabel), I52 Oppenheim⸗Kühkopf(Gombert), IIIa4 Heidelberg(Jacob), IIIa3 Heppen⸗ heimer Wald(Glaſer), IIIa5 Lichtenberg(Eckel), IIIb1 Lichtenberg Neunkircher Höhe Bensheim(Hüth⸗ wohl), IV5 Lorſcher Wald(Henk), IIIa4 Dreieichenhain(Medert), V4 Alsbacher und Auerbacher Schloß (Hauff). Einen mehrtägigen Ausflug in den Schwarzwald machte die Ib4 mit ihrem Klaſſenführer Dingel dey vom 6.10. Juni, desgl. die Ial mit ihrem Klaſſenführer Kabel vom 15.19. Auguſt 1925. Hitzfrei war am 18. Mai, 9., 10. und 12. Juni, frei zum Eislauf oder Rodeln hatten alle Klaſſen zweimal. Am 16. Juni 1925 wurden 135 Schüler geimpft. An einer Beratung auf dem Stadthaus über die Frage, ob Schulärzte auch für die höheren Schulen notwendig ſeien, nahm der Direktor am 10. Juli 1925 teil.

340 Schüler unſerer Anſtalt waren bei der Germania, Unfall- und Haftpflicht-Verſicherungs Aktien⸗Geſellſchaft Stettin verſichert zu einer halbjährlichen Prämie von Mk. 1.50. Die Verſicherung erſtreckt ſich auf Unfälle innerhalb und außerhalb der Schule, auch z. B. bei Spaziergängen, Ausflügen, Spielen, Beſichtigungen und dergl., vorausgeſetzt, daß dieſe Veranſtaltungen unter der Aufſicht eines Lehrers ſtattfinden. Die Kurkoſten(Arzt und Apotheke) werden bis zum Betrage von 500 Goldmark erſetzt. Im Todesfall Erſatz der Beſtattungskoſten bis zu 500 Goldmark. Das Invaliditätskapital beträgt 5000 Gold mark. Schülern, deren Väter nicht der ſtaatlichen Beamtenkrankenkaſſe angehören, iſt der Beitritt zur Schüler⸗Unfall⸗Verſicherung dringend zu empfehlen. Auch den anderen iſt der Beitritt zum mindeſten an zuraten, da die ſtaatliche Beamtenkrankenkaſſe, außer den Apothekerkoſten in voller Höhe, nur 75% der Arzt⸗ koſten vergutet. Der Reſt mit 25% würde dann von der Schüler-Unfall-Verſicherung übernommen. Auf dieſe Weiſe würden den Eltern keinerlei Ausgaben erwachſen. Der Vertrauensmann der Anſtalt, an den ſich die Schüler bei allen etwaigen Unfällen zu wenden haben, iſt Profeſſor Pfannmüller.

9. Wohlkfahrtskaſſe.

Seit Oſtern 1923 beſteht dieſe Kaſſe, die urſprünglich gegründet wurde, um dieBuchhilfe(ſ. Nr. 10) zu ermöglichen. Jetzt dient ſie faſt ausſchließlich dazu, bedrängten Schülern zu helfen(z. B. Beihilfen zum Schulgeld, Anſchaffung von Kleidungsſtücken, Zuſchuß zu den Koſten eines Schulausflugs). Die Einnahmen der Kaſſe bilden hauptſächlich der Erlös aus den von den Lehrern der Anſtalt veranſtalteten Vorträgen (ſ. Nr. 2), aus anderen öffentlichen Veranſtaltungen der Schule, z. B. Schülerkonzerten, und außer zufälligen Zuwendungen auch Geſchenke; für 3 größere Gaben konnten wir im laufenden Schuljahr unſeren Dank ausſprechen. Wir bitten auch die Eltern unſerer Schüler, bei geeigneten Gelegenheiten unſre Kaſſe zu bedenken.

10. Buchhilfe.

Die Buchhilfe, die im Jahre 1923 eingerichtet wurde, um den Schülern die Beſchaffung der Unter richtsmittel zu erleichtern und zu verbilligen, hat ſich im letzten Schuljahr gut entwickelt. Durch Stiftungen von Verlagsbuchhandlungen, früheren und jetzigen Schülern, Privaten, ſowie Ankäufen aus den eingehenden Leihgeldern wurde ein Geſamtbeſtand an eingeführten Unterrichtsbüchern von 6549 Bänden erreicht. Mit⸗ glieder der Buchhilfe ſind 763 Schüler(75% der Geſamtſchülerzahl). Im Laufe des Schuljahres wurden 3406 Bände ausgeliehen. Durch Ankauf neu beſchafft wurden 610 Bände. Die Mittel hierfür, ſowie für Inſtandſetzungsarbeiten und Verwaltung der Buchhilfe wurden von dieſer allein durch ein kleines Eintrittsgeld und die geringe Leihgebühr etwa des Ladenpreiſes eines Buches aufgebracht. Ein Zuſchuß aus der Wohlfahrtskaſſe war nicht erforderlich.

11. Schulgebäude.

Im Sommer 1924 war ein Umbau des Daches auf dem Mittelbau des Hauptgebäudes nötig. Während dieſer Zeit wurden durch zwei wolkenbruchartige Regengüſſe auch die Decken der Aula, des Haupt treppenhauſes, der Gänge und einiger Zimmer ſtark beſchädigt und umfangreiche Wiederherſtellungen nötig. Im laufenden Schuljahr wurden Wände und Decken auf den Gängen des Haupthauſes neu geſtrichen,