Jahrgang 
1915
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20. Lehramtsreferendar Dr. Bardo Como, Erſatzreſerviſt im Leibgarde⸗Inf.⸗Reg. 115.

21. Lehramtsreferendar Eugen Rink, Kriegsfreiwilliger im Reſ.⸗Inf.⸗Reg. 221.

22. Lehramtsreferendar Dr. Wilhelm Menger, Kriegsfreiwilliger im Feldart.⸗Reg. 25, nahm an den der Einnahme von Lodz vorangehenden Kämpfen teil, kam infolge Erkrankung zurück und nimmt jetzt an einem Ofſfizierausbildungskurs teil.

23. Lehramtsreferendar Dr. Wilhelm Lauterbach, Reſerviſt im Inf.⸗Reg. 115, gefallen.

24. Lehramtsreferendar Dr. Adolf Huth, Kriegsfreiwilliger im Feldart.⸗Reg. 25.

25. Lehramtsreferendar Ernſt Merker, Erſatzreſerviſt im Landwehr⸗Inf.⸗Reg. 118.

26. Lehramtsreferendar Dr. Wilhelm Weber, Erſatzreſerviſt im Feldart.⸗Reg. 25.

Weiter wurden eingezogen die außerordentlichen Lehrer Rabbiner Dr. Italiener und Lehrer Simon, ſowie von den Beamten der Heizer Rudolf Mann.

Für kurze Zeit waren eingezogen: Zeichenlehrer Philipp Dörr, am 7. 8. 14 eingezogen zur 3. Komp. des Landwehr⸗Erſ.⸗Bat. 116 zu Vendersheim(Rheinh.), am 23. 9. 14 wegen Krankheit entlaſſen, am 9. 1. 15 der 3. Eskadron des Train⸗Erſ.⸗Bat. 18 zu Darmſtadt zugeteilt, am 20. 1. 15 infolge Unabkömmlichkeitserklärung wieder entlaſſen und bis 31. 3. 15 zurückgeſtellt, ſowie Reallehrer Heinrich Müller, vom 2. 8.12. 9. 14 im Landſt.⸗Bat. I Darmſtadt, 5. Komp.

Solange der Bahnſchutz notwendig war, übernahmen die Herren Beckenbach, Kalbfleiſch, Luley, Weide und Zimmer freiwillig täglich Wachen.

Herr Reallehrer Weide erteilte an einzelne Züge der Jugendwehr Singunterricht.

Bei der Aufnahme der vorhandenen Kartoffelbeſtände waren faſt alle Herren tätig, ſodaß der Unterricht an dieſem Tage ausgeſetzt werden mußte.

Zur Vertretung wurden verwendet: Herr Aſſeſſor Dr. Gombert und die Lehramts⸗ aſpirantinnen Frl. Goldſchmidt und Frl. Weimar, ſowie vorübergehend Frl. Lucius und Fel. Haas. Für freiwillige Beihilfe bei Vertretungen ſind wir außerdem zu Dank verpflichtet unſerem früheren Schüler Herrn cand. phil. rec. Ludwig Eggert.

6. Unterricht. Den belehrenden Vortrag über die ſittlichen und geſundheitlichen Gefahren geſchlechtlicher Ausſchweifungen und übermäßigen Alkoholgenuſſes hielt am 6. Februar 1915 Herr Kreisarzt Medizinalrat Dr. Groos.

Gabelsberger Stenographie. Vom 9. Mai bis 14. November 1914 fand ein Anfangs⸗ kurs mit 30 Schülern unter Leitung des Herrn Reallehrers Guyot ſtatt.

DerSchülerſtenographenperein Gabelsberger am Realgymnaſium zu Darmſtadt, der ſich die Fortbildung der nach Gabelsberger ſtenographierenden Schüler der Anſtalt zur Aufgabe gemacht hat und zu dieſem Zwecke regelmäßige Ubungsſtunden in Verkehrs⸗ und Redeſchrift abhält, hat zwei ſchöne Erfolge auf dem großen Bundeswettſchreiben in Düſſeldorf anläßlich des Bundestages vom 25.28. Juli 1914 trotz ſcharfen Wettbewerbs errungen: Einen erſten Preis erhielten Wittmann(Ib 1.), der Leiter der Übungsſtunden, inAbteilung 200 Silben in der Minute, Schreiner(IIa 3.) inAbteilung 120 Silben in der Minute. In franzöſiſcher Stenographie errang Wittmann bei 100 Silben einen zweiten Preis.

Förderung der körperlichen Ausbildung. Die Spiele fanden an 11 Nachmittagen unter Leitung der Herrn Prof. Völſing, Reallehrer Luley und Referendar Maſer ſtatt.

Am 28. Juni beteiligten ſich unſere Schüler mit Erfolg am Jugendfeſt Jungdeutſchlands. 3