Jahrgang 
1914
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In allen Zungen drang das Lied empor,

In dem der Menſch ſich vor der Gottheit beugt. Noch war der harten Arbeit Ende nicht.

Noch galt's ein drittes Ringen um die Stadt.

Der Korſe ſelber hatte ſich mit Müh'

Gedränget durch den wirren Knäuel der Maſſen, Von manchem derben Fluch verfolgt, die Stadt Gutherzigen Vaſallen überlaſſend.

Schon dröhnt im Süden Bennigſens Geſchütz, Im Oſt erzwinget Bülow Eingang ſich,

Die Königsberger Landwehrmänner ſind

Die erſten, die durch Leipzigs Straßen ziehn. Und Blücher ruft ſeinVorwärts zu den Treuen,

Die todverachtend jetzt das Hallſche Tor erſtürmen.

Und auf dem Marktplatz reichen ſich die Hände

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Die Sieger, die bei Kulm und Dennewitz

Und an der Katzbach Flut das Morgenrot

Des Tags der Freiheit uns heraufgeführt.

Wohl dreißigtauſend traf das harte Los,

Die Waffen in des Siegers Hand zu geben.

Und als mit Donnerkrach die Elſterbrücke,

Zu früh geſprengt, den letzten Weg zerſchnitt,

Da war nicht Hoffnung mehr auf Flucht und Rettung. Ein ganzes Heer, an 100000 Mann,

Lag tot und ſchwerverwundet auf dem Blachfeld. So ſang der Krieg ein grauſig Abſchiedslied,

Eh' er des Vaterlandes Gaue floh.

Er mied die Grenze bis auf dieſen Tag.

Doch wenn er je den Boden uns entweiht,

Treff' er die Erben einer großen Zeit.

Georg Friedrich Händel: Siegesgeſang ausSamſon.

(Gemiſchter Chor mit Orcheſter.)

Karl Ludwig Traugott Gläſer

bearb. von A. Mendelsſohn. (Gemiſchter Chor.)

Beim Feuer am 18. Oktober(J. H. Chr. Nonne),

Willy Hermann:Du junge deutſche Eiche.

(Gemiſchter Chor mit Orcheſter.)

Anſprache des Direktors.

Gemeinſames Lied:Deutſchland über alles.

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