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IV. Geſchichte der Anſtalt.
Der Unterricht im Schuljahr 1896/97 begann am 13. April.
Durch Allerhöchſtes Dekret vom 21. März 1896 wurde Herr Dr. Wiederhold zum Lehrer an dem Realgymnaſium und der Realſchule in Gießen ernannt mit Wirkung vom 1. April; an ſeine Stelle trat durch Allerhöchſtes Dekret von demſelben Tage Herr Realgymnaſiallehrer Weyell aus Gießen.
Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 27. März 1896 wurde Herr Profeſſor Wagner für das Sommerſemeſter beurlaubt; mit ſeiner Vertretung wurde Herr Willenbücher beauftragt.
Mit Wirkung vom 1. April wurde der Lehramtsaſſeſſor Klaſſert an die Realſchule zu Michel⸗ ſtadt, mit Wirkung vom 11. April der Lehramtsaſſeſſor Zulauf an die Realſchule zu Bingen verſetzt.
Zur Vertretung des wegen Krankheit für das Sommerſemeſter beurlaubten Herrn Eduard Bender wurde der Schulverwalter Rothermel laut Verfügung Großh. Miniſteriums vom 27. April unſerer Anſtalt überwieſen.
Herr Dr. Gaul wurde infolge Erkrankung durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 30. April bis zum Schluſſe der Pfingſtferien beurlaubt; derſelbe wurde durch den Lehramtsacceſſiſten Glenz vertreten.
Am 13. Juni 1896 übernahm der Lehramtsacceſſiſt Brod eine Lehrerſtelle an der Götheſchule in Offenbach.
Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 18. Juni 1896 wurde der Lehramtsacceſſiſt Sohn mit der Vertretung zweier erkrankter Kollegen beauftragt.
Zu ſeiner weiteren wiſſenſchaftlichen Ausbildung erhielt Herr Heil laut Verfügung vom 6. Juli 1896 einen ſiebenwöchentlichen Urlaub nach England.
Die Herren Prof. Dr. Scriba, Falkenhagen und Henk wurden während des Sommer⸗ ſemeſters zu einer militäriſchen Ubung von 2 bezw. 8 Wochen einberufen.
Vom 4. September bis 7. November war Herr Laufer zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit beurlaubt.
Durch Allerhöchſtes Dekret vom 30. September 1896 wurde Herr Profeſſor Wagner auf ſein Nachſuchen bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit in den Ruheſtand verſetzt; an ſeine Stelle trat durch Allerhöchſtes Dekret von demſelben Tage mit Wirkung vom 1. Oktober Herr Prof. Dr. Baltz, bisher Lehrer am Realgymnaſium zu Mainz. Der Vertreter des Herrn Prof. Wagner, Herr Willen⸗ bücher, wurde an das Realgymnaſium zu Mainz verſetzt.
Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 30. September bezw. 24. Oktober 1896 wurde Herr Prof. Hainebach zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit für das Winterſemeſter beurlaubt; ſeine Vertretung wurde durch Verfügung vom 12. Oktober Herrn Sohn übertragen.
Herr Glenz, der in Vertretung erkrankter oder zu militäriſchen Übungen eingezogener Kollegen an unſerer Anſtalt thätig war, wurde durch Verfügung Großh. Miniſteriums mit Wirkung vom 16. Oktober an die erweiterte Volksſchule in Langen verſetzt.
Zur Verwaltung einer neu geſchaffenen proviſoriſchen Lehrerſtelle wurde der Lehramtsaſſeſſor Karl Vogt, ſeither an der Realſchule in Gernsheim, durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 10. Oktober mit Wirkung vom 1. Oktober unſerer Anſtalt überwieſen.
Am 26. Oktober 1896 trat der Lehramtsacceſſiſt Karl Bergmann als Volontär an unſerer Anſtalt ein.
Am 16. Dezember 1896 fand durch den Großh. Superintendenten der Superintendentur Darmſtadt Herrn Waas eine Viſitation des evang. Religionsunterrichtes in mehreren Klaſſen unſerer Anſtalt ſtatt.
Spaziergänge wurden gemacht am 8. Mai, 21. Mai(Tagesausflug), 20. Auguſt, 2. September (Sedantag), 5. November und 1. März. Die Spaziergänge im Dezember, Januar und Februar fielen aus, weil im Dezember und Januar an mehreren Nachmittagen zum Eislauf freigegeben wurde.


