Jahrgang 
1881
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9 Ober⸗Prima: Der binomiſche Satz für beliebige Exponenten. Anwendung deſſelben. Die Reihen für e', sin x, cos x u. ſ. w. Die Moivre'ſchen Lehrſätze. Die Berechnung der Logarithmen. Die Auflöſung der Gleichungen dritten und vierten Grades. Die reciproken Gleichungen. Die unbeſtimmten Gleichungen. Die Auflöſung höherer numeriſcher Gleichungen.

Geometrie.

Quarta 1 u. 2: Einleitung in die Geometrie. Grundſatz und Lehrſatz. Die Sätze über die Neben⸗ und Scheitelwinkel, die Parallelen und die Winkel an den Parallelen nebſt ihren Umkehrungen. Das Dreieck, die Congruenzſätze und ihre Anwendung bis zum Viereck. Löſung der fundamentalen geo⸗ metriſchen Conſtructionsaufgaben.

Tertia 1 u. 2: Wiederholung des Penſums der Quarta. Die Vierecke. Die Lehre vom Kreis, ſoweit dieſelbe keine Kenntniß der Aehnlichkeitsſätze erfordert. Der Flächeninhalt der geradlinigen Figuren. Verwandlung und Theilung der Figuren. Uebungsſätze und Conſtructionsaufgaben.

Unter⸗Secunda 1 u. 2: Die Lehre von der Aehnlichkeit der Figuren. Anwendung derſelben auf die Kreislehre. Berechnung und Conſtruction der ein⸗ und umſchriebenen Figuren, ſowie die Zahl. Zahlreiche Conſtructionsaufgaben mit algebraiſcher und rein geometriſcher Analyſis. Theorie der Trans⸗ verſalen.

Ober⸗Secunda: Ebene Trigonometrie. Erſter Theil der Stereometrie. Zahlreiche Aufgaben.

Unter⸗Prima: Schluß und Wiederholung der ebenen Trigonometrie. Stereometrie. Sphäriſche Trigonometrie. Löſung von vielen zugehörigen Aufgaben. Darſtellende Geometrie: Darſtellung des Punktes, der Geraden und der Ebene auf zwei Projectionsebenen, nebſt zugehörigen Aufgaben.

Ober⸗Prima: Analytiſche Geometrie der Ebene. Repetition der ebenen und der ſphäriſchen Trigonometrie. Löſung von Aufgaben.

12. Zeichnen.

Der Unterricht im Zeichnen wurde in allen Klaſſen bis zur Prima nach der Kumpa'ſchen Methode in geordneter Stufenfolge ertheilt.

In Unter⸗ und Ober: Prima wurden ausgeführte Ornamente nach Vorlagen und nach Gyps gezeichnet und die Schüler mit den hauptſächlichſten Ornamenten der verſchiedenen Kunſtſtyle bekannt gemacht.

13. Kalligraphie.

Sexta 1 u. 2: Uebungen der Grundformen der deutſchen und engliſchen Schrift; Verbindung derſelben zu Wörtern und Sätzen. Quinta 1 u. 2: Die Uebungen der vorhergehenden Klaſſen wurden fortgeſetzt und erweitert.

14. Geſang.

Der Geſangunterricht wurde ſtufenweiſe in allen Klaſſen nach den Anforderungen einer methodiſchen Geſangſchule ertheilt. Zur Einübung kamen ein⸗ und mehrſtimmige Geſänge, ſowohl Choräle als andere Lieder.

15. Turnen.

Turnunterricht wurde in allen Klaſſen ertheilt nach Spies'ſcher Methode. Der Unterricht iſt obligatoriſch.(Siehe Lehrplan der Realſchule II. Ordnung, S. 14.)