Jahrgang 
1880
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13. der engliſchen Literatur verſtehen und einfachere deutſche Stücke mündlich und ſchriftlich ins Engliſche über⸗ ſetzen können.

a. Grammatik und ſchriftliche Arbeiten. In Klaſſe IV und III iſt zunächſt die Aus⸗ ſprache zu üben. Außerdem werden mit Benutzung eines Elementarbuchs die Formenlehre und die wich⸗ tigſten Regeln der Syntax eingeprägt. In Klaſſe II und I wird mit Benutzung einer ſyſtematiſchen Grammaetik der in den vorhergehenden Klaſſen durchgenommene Stoff repetirt und der Unterricht in der Grammatik zum Abſchluß gebracht. Für die ſchriftlichen Arbeiten und Diktate gelten dieſelben Beſtim⸗ mungen wie im Franzöſiſchen.

b. Lektüre. Es werden zunächſt die im Elementarbuche enthaltenen Leſeſtücke benutzt. Später wird eine Chreſtomathie eingeführt. In Klaſſe II und namentlich in I ſind auch zuſammenhängende Werke zu leſen. Zu Sprechübungen bietet ſich hinlängliche Gelegenheit bei Behandlung der Grammatik und der Lektüre.

5. Geſchichte.

Die Schüler ſollen eine hinlängliche Kenntniß der wichtigſten hiſtoriſchen Thatſachen erwerben und den inneren Zuſammenhang derſelben nach Kräften erkennen lernen. Durch Bekanntwerden mit hervor⸗ ragenden Perſönlichkeiten und Handlungen ſollen Charakter und Gemüth gebildet und die Liebe zum Vater⸗ lande geweckt werden. Dem Unterricht iſt ein Lehrbuch zu Grunde zu legen. Die Schüler ſind von den unterſten Klaſſen an zu gewöhnen, den behandelten Stoff in zuſammenhängender Weiſe frei nach⸗ zuerzählen.

In den Klaſſen VI und V kommt die Geſchichte der alten Kulturvölker, namentlich die der Griechen und Römer, in einzelnen Bildern zur Behandlung. In Klaſſe IV wird dann die Geſchichte der Römer bis zum Ausgang des weſtrömiſchen Reichs im Zuſammenhang durchgenommen. Für die 3 oberen Klaſſen vertheilt ſich der Stoff in folgender Weiſe: Klaſſe III. Das Mittelalter bis Rudolf von Habsburg. Klaſſe II. Geſchichte von Rudolf von Habsburg bis zum weſtfäliſchen Frieden. Klaſſe I. Geſchichte vom weſtfäliſchen Frieden bis zur Gegenwart. In dieſen 3 Klaſſen tritt die deutſche Geſchichte in den Vorder⸗ grund, wobei die Geſchichte des Großherzogthums Heſſen beſonders zu berückſichtigen iſt. Im Anſchluß an ſie kommt das Wichtigſte aus der Geſchichte der übrigen Völker zur Darſtellung.

6. Geographie.

Das Ziel iſt: Ueberſichtliche Kenntniß der Erdoberfläche nach ihrer Geſtaltung, ihren Eigenthüm⸗ lichkeiten und wichtigſten Produkten, Bekanntſchaft mit der politiſchen Geographie und den Hauptlehren der phyſikaliſchen und mathematiſchen Geographie. Die Ueberladung der Schüler mit einer allzugroßen Fülle von politiſchem und ſtatiſtiſchem Material iſt zu vermeiden. Die wichtigſten Verkehrslinien, Eiſen⸗ bahnen, Kanäle u. ſ. w. ſind zu berückſichtigen. Mit dem geſchichtlichen Unterricht iſt angemeſſene Verbin⸗ dung zu erhalten. Zur Ausbildung der Vorſtellung dienen außer den Karten einfache Skizzen, welche der Lehrer an der Tafel entwirft und auch von den Schülern entwerfen läßt. Ein Lehrbuch iſt einzuführen.

Der Stoff vertheilt ſich in folgender Weiſe: Klaſſe VI. Feſtſtellung der geographiſchen Vorbegriffe. Es wird dabei von der Heimat ausgegangen, und das Großherzogthum Heſſen nebſt den anſtoßenden Ländertheilen behandelt. Hieran ſchließt ſich eine überſichtliche Betrachtung der Erdoberfläche. Klaſſe V. Deutſchland. Klaſſe IV. Europa als Erdtheil und die außerdeutſchen Länder Europas. Klaſſe III. Die außereuropäiſchen Erdtheile. Klaſſe II. Allgemeine Wiederholung mit beſonderer Berückſichtigung Deutſch⸗ lands, bezw. des Großherzogthums Heſſen. Klaſſe I. Das Wichtigſte aus der mathematiſchen und phyſi⸗ kaliſchen Geographie.