— 6—
Klaſſe IV. Lectüre und Vortrag gehen weiter; das Lied, die poetiſche Erzählung, Ro⸗ manze und Ballade werden vorgenommen; Erzählungen in Proſa. Die ſchriftlichen Arbeiten geben Erzählungen, anch hiſtoriſche Thatſachen freier und ſelbſtſtändiger wieder. Anleitung zur Ent⸗ werfung der ſogenannten Geſchäftsaufſätze.— Der grammatiſche Theil des Unterrichts wiederholt und befeſtigt das Frühere und betrachtet ferner die Wortlehre und die Wortbildungslehre.
Klaſſe III. Wiederholung des grammatiſchen Unterrichts der unteren Klaſſen. Hin⸗ weiſung auf das Aeſthetiſche. Zum Leſen und declamatoriſchen Vortrage kamen insbeſondere Romanzen und Balladen, auch ſchwerere lyriſche Gedichte. Die ſchriftlichen Arbeiten beſtanden in Erzählungen von geſchichtlichen Abſchnitten und Mythen, Erklärung von Sprüchwörtern, Be⸗ ſchreibungen und Schilderungen.
Klaſſe II. Darſtellung der unterſcheidenden Eigenthümlichkeiten der einzelnen Dichtungs⸗ arten. Größere und ſchwierigere Leſeſtücke wurden neben den Muſtern für die einzelnen Dich⸗ tungsarten durchgearbeitet und ſchriftliche Aufſätze verſchiedenen Inhalts gemacht.
Klaſſe I. Eine gedrängte Ueberſicht der deutſchen Literaturgeſchichte bringt hier den Unterricht in der Mutterſprache zum Abſchluß.— Geleſen wurde Schillers Wallenſtein, das Gudrun⸗ und Nibelungenlied. In den ſchriftlichen Arbeiten wurde ein gewiſſer Grad der Freiheit und Gewandtheit in Gedanken und Ausdrucksweiſe zu erreichen geſtrebt.
c) Franzöſiſche Sprache.
Klaſſe VI. Neben den Leſeübungen, wobei auf Richtigkeit und Reinheit der Ausſprache zu halten iſt, wird die Formenlehre bis zu den regelmäßigen Zeitwörtern eingeübt.
Klaſſe V. Fortſetzung und Erweiterung der Formenlehre, namentlich Einübung der un⸗ regelmäßigen Zeitwörter.—
Klaſſe IV. Nachdem in den zwei früheren Klaſſen die Formenlehre der franzöſiſchen Sprache ſoweit an den Uebungsſtoffen entwickelt worden iſt, daß die Schüler deren Formen zu gebrauchen wiſſen und auch in ihren überſichtlichen Zuſammenſtellungen kennen, wird hier mit der eigentlichen, ſyſtematiſch fortſchreitenden Grammatik begonnen, deren Durcharbeitung ſich dann auf die vier oberen Klaſſen vertheilt.— Neben der Wiederholung der Formenlehre werden nun die ſyntactiſchen Grundregeln vorgeführt und eingeübt.— Leſebuch: Leçons Graduées par I. Haas.
Klaſſe III. Die Grammatik behandelt die mehr generellen ſyntactiſchen Verhältniſſe.— Die Ueberſetzungsſtücke beſtehen aus Erzählungen, Sentenzen, ſprüchwörtlichen Redensarten. Haas, Leçons Graduées. Benders Uebungsſtücke zum Ueberſetzen ins Franzöſiſche.
Klaſſe II. Hier werden die ſpecielleren, feineren ſyntactiſchen Beziehungen behandelt, namentlich auch die Synonymen und Gallicismen. Die Lectüre erſtreckt ſich auf Muſterſtücke franzöſiſcher Schriftſteller in Proſa. Die epiſtelographiſche Proſa wird namentlich geübt.
Klaſſe I. Die Grammatik wird in der Weiſe fortgeſetzt, wie in Klaſſe II. begonnen wurde, und zum Abſchluß gebracht. Zur Lectüre werden poetiſche Stücke mit ausgewählt und an ihnen auch das Weſentlichſte der Metrik erläutert. Schriftliche Aufſätze in größerem Umfange werden angefertigt.


