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oder dem Unterzeicineten in Verbindung zu setzen. Ebenso ist uns jede NMitteilung wertvoll, die die Eltern über Veranlagung ihrer Kinder, über körperliche Gebrechen u. a. uns zukommen lassen. Wir werden, soweit es im Klassenunterricht möglich ist, hierauf gebührende Rücksicht nehmen.
Wir empfehlen den Angehörigen, darauf zu achten, daß die Kinder ihre Zeit verständig einteilen und die Arbeiten in sauberer Schrift anfertigen. Nützlich dürfte es sein, wenn die Eltern von den Klassenarbeiten, die, wie ihnnen zu Anfang eines jeden Schuljahres bekanntgegeben wird, an bestimmten Tagen geschrieben und zurückgegeben werden, regelmäßig Einsicit nehmen. Wenn auch die schriftlichen Arbeiten nicht in erster Linie maßgebend für die Beurteilung eines Schülers sind, so bieten sie den Eltern doch meist einen gewissen Anhalt für die Beurteilung der Fortschritte ihrer Kinder. Bemerken sie einen erheblichen Rückschritt in den Leistungen, oder erhalten sie von der Schule Nachricht über irgend welche Mängel, so ersuchen wir um Rücksprache, die wir als ein Zeichen des Interesses freudig begrüßen. Die Eltern mögen nicht glauben, daß sie mit solchen Besuchen lästig fallen. Indessen müssen wir erwarten, daß sie im Laufe des Schuljahres, solange nötigenfalls noch Abhilfe geschaffen werden kann, nicht jedoch erst zur Zeit der Versetzung sich an uns wenden. Wünschen sie Auskunft über Betragen und Leistungen in den ver— schiedenen Fächern, so ist es gut, wenn der Besuch vorher angezeigt wird, damit ein zutreffendes Bild von den augenblidklichen Leistungen eines Schülers gegeben werden kann.
Der Direktor ist an den Schultagen im Sommerhalbjahr von 11 ¼— 12 Uhr und im Winterhalbjahr von 11 ¾— 12 ½ Uhr auf seinem Amtszimmer zn treffen. Wann die Lehrer zu sprechen sind, erfahren die Eltern von ihnen auf vorherige Anfrage.
Der Direktor der Großherzoglichen Liebigs-Oberrealschule: Geh. Schulrat Dr. Dorfeld.


