Jahrgang 
1927
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18. Ein beſonderer Lichtbilderſaal wurde mit einem Epiſkop ausgeſtattet, das ſich als Ver⸗ anſchaulichungsmittel in mannigfacher Verwendung bewährt hat.

19. Nach einer Verfügung des Landesamts für das Bildungsweſen werdenmit Beginn des Schul⸗ jahres 1927/28 ſämtliche Schüler und Schülerinnen der ſtaatlichen höheren Schulen des Volksſtaats Heſſen gegen Unfälle beim Schulbeſuch nach Maßgabe allgemeiner und beſonderer Bedingungen bei der Naſſauiſchen Landesverſicherungsbank in Wiesbaden verſichert. Der Verſicherungsbeitrag iſt auf 70 Pfennige im Jahr für jeden Schüler feſtgeſetzt.

20. Den Unterricht in der Einheitskurzſchrift erteilte im abgelaufenen Schuljahr der Primaner Sann. An dem Lehrgang im Sommer nahmen 30 Schüler, an dem im Winter 25 Schüler teil. Die meiſten von ihnen traten dann demSchülerkurzſchriftverein Gymnaſium Darmſtadt bei.

21. Auch in dieſem Jahre überwies uns wieder Herr Prof. Dr. ing. Berl einen anſehnlichen Geld⸗ betrag für unſere Wohlfahrtseinrichtungen. Ferner ſpendeten uns: Heyer IIb Teile eines menſchlichen Skeletts, Nieswandt IIb ein Platinblech, Herr E. Vetter mehrere Werke für die Schülerbücherei, Reklams Verlag in Leipzig eine wertvolle Sammlung, die denWerdegang des Reklambuches ver⸗ anſchaulicht, Draudt IV Schmetterlinge als Modelle für den Zeichenunterricht und die Teilnehmer am wahlfreien Zeichnen eine Anzahl von Töpfen. Für dieſe wertvollen Spenden ſind wir ebenſo dank⸗ bar wie Herr Prof. Dr. Wöhler dafür, daß er, wie in den letzten drei Jahren, den Schülern der Unterprima einen zweiſtündigen Vortrag mit zahlreichen Verſuchen über chemiſche Technologie hielt.

VII. Mitteilungen an die Eltern.

1. Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 25. April 1927 mit den Aufnahmeprüfungen um 8 ½ Uhr, der Unterricht am Dienstag, den 26. April um 8 Uhr.

2. Die Sommerferien fangen am 16. Juli an; der Unterricht beginnt wieder am 15. Auguſt. Die Herbſtferien dauern vom 25. Sept. bis 9. Okt.; die Weihnachtsferien beginnen am 22. Dez.

3. Im Frühjahr 1929 werden 300 Jahre ſeit der Gründung unſeres Gymnaſiums vergangen ſein. Schriftliche und mündliche Aeußerungen, Anfragen und Anregungen ehemaliger Lehrer und Schüler unſerer Anſtalt beweiſen, daß man dieſer Tatſache in Form einer würdigen Feier gedenken will. Es iſt zu wünſchen und zu hoffen, daß bis dahin auch manche Mängel und rückſtändige Einrichtungen unſeres Schulgebäudes durch neuzeitliche Herrichtung und Ausſtattung beſeitigt werden.

Darmſtadt, im März 1927. Sprechſtunden der Direktion:

nden der n Die Direktion des Ludwig⸗Georgs⸗Gumnaſiums Fernſprecher: Stadtamt Lauteſchläger, Oberſtudiendirektor