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Hermann Schefers(früher IV O) eine Sammlung von Flechten und Mooſen; Lucius(IIa 0) Ge⸗ ſteine aus der Umgegend des Thuner Sees; Schuchard(IIa 0) Röntgenphotographien, einen jungen Igel und eine junge Wildente; zu Solms⸗Laubach(IIa O) eine Gruppe rotrückiger Würger, eine Bekaſſine und einen lebenden Hamſter; von Ilſemann(IIa H verkieſelten Schwerſpat mit Malachit; Lotz(IIb O) Korallen; Süffert(IIb O) eine ſelbſtangefertigte Zeichnung(Entſtehung einer Korallen⸗ inſel; Merck(IIb H) eine Baumwollenfrucht aus Nordamerika; Scheyrer(IIIa H) Geſteine und Bartflechten aus dem Speſſart; Biſchof(IIIb O) ein Rotbleßhuhn und ein Weſpenneſt; Leet Biſſell (IIIb H) Ahornzucker aus Pennſylvanien; Bonte(IIIb H) eine Erdwühlmaus; Brüning(IIIb H) Dornenſtein aus Bad⸗Nauheim und ein Weſpenneſt; Hahn(IIIb H) eine Kunſtwabe; Pfannmüller (IIIb H) einen Spulwurm; Scriba(IIIb II) ſpaniſche Fliegen und ſpaniſches Fliegenpflaſter; Hammer(IV 0) Rinde von Wellingtonia; Lade(1V O) mehrere Schwanzfleckkärpflinge; Reinhart (früher IV O) einen Makropoden; Wesp(1V H) Verſteinerungen aus Württemberg; Bianchi(V 0) Kokons vom Seidenſpinner; Knodt(VO) ein Antilopenfell und ein grünfüßiges Rohrhuhn; Brand(V H) Prozeſſionsſpinnerraupen aus Italien; Kämmerling(V H) einen Bandwurm; von Plönnies(V H) Käfer aus Sumatra, ſog. tauſendjährige Eier aus China und Wüſtenſand; Schandert(V H) einen Rehſchädel und Geſteine aus den Dolomiten; Schütz(V H) Weſpenneſter; Heyd(VI 0) ein Paar Ringelnattern und eine glatte Natter; Lein(VI O) einige Schmetterlinge; Schuchard(VI O) ein Konglomerat von Königsfeld im Schwarzwald und einen großen Baumſchwamm; Diefenbach(VI H) eine ausländiſche Koniferenfrucht.— Wir ſagen allen freundlichen Gebern beſten Dank. Ebenſo danken wir dem Abiturienten von Lyncker für das Ordnen der geologiſchen Sammlung, ſowie dem Abiturienten Aan duß und dem Unterprimaner Schenk zu Schweinsberg für das Ordnen der mineralogiſchen ammlung.
VI. Anſere Jugendoͤſpiele.
Wie in früheren Jahren, ſo hat auch im abgelaufenen Schuljahre die Schule ihr ganz beſonderes Intereſſe der Pflege der Jugendſpiele zugewandt. Im Sommerſemeſter wurde, außer in der Turnſtunde, täglich(außer Sonntags) von 5-7 Uhr auf der Waldwieſe am Böllenfalltor geſpielt. Unſere ſämtlichen Schüler ſind verpflichtet, an den Spielen an einem Nachmittag in jeder Woche teilzunehmen. Sie dürfen an allen anderen Tagen auch ſpielen, und die zahlreichſte Beteiligung iſt erwünſcht. Im Sommer 1908 hatten wir die Primaner von der genannten Verpflichtung entbunden. Trotzdem haben 67,4% unſerer ſämtlichen Schüler wenigſtens einmal in der Woche die Spielwieſe beſucht. Gewöhnlich wurde Fauſt⸗, Tamburin⸗ und Schlagball geſpielt. Anleitung dazu wurde, ſo weit nötig, von den Herren Oberlehrern Profeſſor Dr. Schnell, Profeſſor Lauteſchläger, Dr. Hammann, Dr. Ranft und Dr. Schmidt II. gegeben; Ziel war aber immer die Selbſtregierung der jungen Spieler. Am 26. September wurden die für alle Klaſſen abgehaltenen Wettſpiele vor den Lehrern und den eingeladenen Eltern zum Abſchluß gebracht und die Preiſe verteilt. Die beſte Leiſtung in den drei Spielen: Fauſt⸗, Tamburin⸗ und Schlag⸗ balt uſammengenommen wurde von der Klaſſe Ia O gegen IIa H erzielt und zwar mit folgendem
rgebnis:
Fauſtball... 104: 69 Punkten in 30 Minuten, Tamburinball.. 115: 113„„ 30. Schlagball... 57: 33„„ 50
Den Preis, beſtehend in zwei Tennisſchlägern, erhielten die Schüler der Ia O Otto Mangold und Hermann Velte.(Die Schüler derſelben Klaſſe Karl Buß und Eugen Flick kamen bei der Preis⸗ verteilung nicht in Betracht, weil ſie ſchon im vorhergehenden Jahre Tennisſchläger als Preiſe erhalten Hatten) Für die Klaſſen IIla und IIIb waren 4 Tamburine als Preis für die beſte Leiſtung in amburin⸗ und Schlagball zuſammen ausgeſetzt worden. Der Preis wurde den Schülern der IIIa 0
Ernſt Griesheimer, Friedrich Kaiſer, Hellmut Lettenbaur und Wilhelm Nerger zu Teil. Das Ergebnis ihres Schlußſpieles gegen die Klaſſe IIIb H war folgendes:
Tamburinball; IIIa O: IIIb H= 116: 74 in 30 Minuten,
Schlagball: IIIa O: IIIb H= 25: 30„ 50
zuſammen 141: 104.
Ferner erwarben ſich im Schlagballwettſpiel der IV H gegen IV O die Schüler Friedrich Meiſinger und John Biſſell je ein Tamburin, ebenſo die Klaſſe V O gegen V H und die Klaſſe VI H gegen VI O je ein Schlagholz als Preis.
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