21 freundlich, dieſen Inſtruktionskurſus zu leiten, und wir ſprechen ihm, wie auch Herrn Gymnaſiallehrer Dr. Brückel, der ſich an dem Kurſus beteiligte, dafür aufrichtigen Dank aus.
An der Abhaltung des Turnkurſus für Lehrer höherer Lehranſtalten, der am 12. Febr. l. J. begann, beteiligt ſich gegenwärtig Herr Acceſſiſt Friedrich Noack.
Am 25. Februar l. J. reiſte Gymnaſiallehrer Dr. Eduard Anthes, vom Großherzoglichen Miniſterium mit einem Reiſeſtipendium und ſiebenwöchentlichem Urlaub verſehen, zum Zweck archäo⸗ logiſcher Studien nach Italien.
5. Unſere Anſtalt verlor im letzten Jahre vier liebe, gute Schüler durch den Tod. Am 24. März 1890 ſtarb Adolf Ewald, Schüler der Herbſtquinta und Sohn des Herrn Oberfinanzrats Ewald dahier, an Zuckerkrankheit, woran er ſeit Herbſt 1889 gelitten. Der Lungenentzündung erlag am 8. Mai 1890 der Schüler der erſten Oſtervorklaſſe Albert Neu, Sohn des Herrn Kaufmanns Moſes Neu dahier; zwei Schüler entriß uns die Diphtheritis: am 22. Juni 1890 ſtarb Erich Dittmar, Schüler der Oſterquarta, Sohn des Herrn Miniſterialrats Dr. Dittmar dahier, am 27. Februar 1891 Richard Köhler, Sohn des Hofmuſikers Fr. Köhler in Darmſtadt.
6. Durch Miniſterialverfügung vom 18. März 1890 wurde dem Rechner der Großherzoglichen Landeswaiſenanſtalt Herrn Jacob Weitzel dahier die Stelle des Rechners der Gymnaſialkaſſe über⸗ tragen.
7. Zur Organiſation des Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſiums im Sommerhalbjahr 1890.
Im Schuljahr 1889/90, d. h. von Oſtern 1889 bis Oſtern 1890, war die Oſterunterſecunda vorübergehend in zwei Parallelcöten geſpalten(vgl. das Programm von Oſtern 1890, Chronik: S. 62). Nachdem dieſe beiden Cöten Oſtern 1890 in die Oberſecunda verſetzt worden, wurde infolge der Min.⸗ Verf. vom 2. April 1890(Nr. M. J. 7480) die Trennung dieſer verſetzten Cöten in der Oſter⸗ oberſecunda beibehalten, ſo daß die Anſtalt im Sommer 1890 drei Oberſecunden hatte: Herbſt⸗ oberſecunda, Oſteroberſecunda Cöt. A., Oſteroberſecunda Cöt. B. Da nach Oſtern 1890 die neu gebildete Oſterunterſecunda nur 35 Schüler hatte, ſo fiel die Spaltung dieſer Klaſſe im Sommer 1890 wieder weg.
Da die Herbſtunterſecunda im Frühjahr 1890 eine Frequenz von 52 Schülern erreichte, ſo war es geboten, auch dieſe Klaſſe in zwei Parallelcöten zu ſpalten. Dies geſchah auf Grund der Miniſterialverfügung vom 2. April 1890(Nr. M. J. 7481), und im Sommer 1890 hatten wir demnach auch drei Unterſecunden: Herbſtunterſecunda Cöt. A., Herbſtunterſecunda Cöt. B., Oſter⸗ unterſecunda.— Die Organiſation, welche unſere Anſtalt vor der Teilung im Sommer 1890 in ihren zwanzig Oſter⸗ und Herbſtgymnaſialklaſſen hatte, ergiebt ſich aus der obigen tabellariſchen überſicht über die Verteilung der Unterrichtsſtunden der Gymnaſialklaſſen für das Sommerhalbjahr 1890(vgl. die Tabelle S. 9).
8. Die Organiſation des Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſiums ſeit dem Beginn des Winterhalbjahrs 1890/91, infolge der Errichtung des„Neuen Gymnaſiums“ zu Darmſtadt.
Nach der Propoſition der Großherzoglichen Staatsregierung(vgl. Beilage Nr. 332 zu den Ver⸗ handlungen der 2. Kammer— XXVI. Landtag 1888— 91) wurde vorgeſehen, daß das in Darm⸗ ſtadt zu errichtende Neue Gymnaſium neun einfache Klaſſen, das Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium dagegen von Sexta bis Unterſecunda(inkl.) aufwärts Doppelklaſſen, d. h. getrennte Oſter⸗ und Herbſtklaſſen,
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