18
Aus der Unterprima widmete ſich einer dem Militärberuf; der Beruf der anderen Ausgetretenen iſt uns unbekannt.
Aus der Oberprima trat einer aus, um Kaufmann zu werden.
An der diesjährigen Maturitätsprüfung nehmen 30 Oberprimaner Theil.
Am Schluſſe des Schuljahres 1872/73 wurden folgende Oberprimaner mit dem Zeugniß der Reife für höhere Berufsſtudien entlaſſen:
1) Iſaak Bacharach ans Seligenſtadt zum Studium des Ingenieurfachs.— 2) Adolf Kühn aus Darmſtadt zum Militärberuf.— 3) Alfred Haller aus Vilbel, St. Mathematik.— 4) Ludwig Baur aus Friedberg, St. Ingenieurfach.— 5) Moritz Sonnenberger aus Bechtheim, St. Medicin.— 6) Hermann Jäger aus Darmſtadt, St. Architectur.— 7) Hermann Balſer aus Darmſtadt, St. Naturwiſſenſchaft.— 8) Louis Schleiermacher aus Darmſtadt, St. Architectur.— 9) Georg Beſt aus Darm⸗ ſtadt, St. Jurisprudenz.— 10) Georg Bert aus Ober⸗Ramſtadt, St. Medicin.— 11) Wilhelm Bitſch aus Friedberg, St. Medicin.— 12) Karl Dauber aus Darmſtadt, St. Philologie.— 13) Johannes Wagner aus Lengfeld, St. Jurisprudenz.— 14) Friedrich Fey aus Altheim, St. Jurisprudenz.— 15) Wilhelm Orth aus Darmſtadt, St. Medicin.— 16) Gotthilf Kleberger aus Münzenberg, St. Theologie.— 17) Franz Jöckel aus Darmſtadt, Militärberuf.— 18) Heinrich Plagge aus Darmſtadt, Militär⸗ beruf.— 19) Adolf Clemm aus Mannheim, St. Philoſophie und Geſchichte.— 20) Ludwig Klöppinger aus Pfungſtadt, St. Theologie.— 21) Konrad Hallwachs aus Darmſtadt, St. Cameralwiſſenſchaft.— 22) Karl Gengnagel aus Crumſtadt, St. Theo⸗ logie.— 23) Ludwig Stamm aus Okarben, St. Jurisprudenz.— 24) Karl Schäfer aus Darmſtadt, St. Jurisprudenz.— 25) Wilhelm Vogel aus Nauheim, St. Medicin. — 26) Ferdinand Becker aus Baſel, St. Geſchichte.— 27) Wilhelm Block aus Rein⸗ heim, Poſtfach.
IV. Chronik des Gymnaſiums. Von Herbſt 1873 bis Herbſt 1874.
Die Eröffnung des Schuljahres fand, nach der am 17. und 18. October vorgenom⸗ menen Aufnahmeprüfung neuer Schüler, Montag den 20. October ſtatt; der Schluß des⸗ ſelben iſt auf den 25. September 1874 angeſetzt.
Von Herbſt 1873 wurde am hieſigen Gymnaſium die neunjährige Curſusdauer ein⸗ geführt und zwar zunächſt mit Errichtung einer Unterſexta, in welche die Schüler nach zurückgelegtem neunten Lebensjahre eintreten können und das Penſum der bisherigen Sexta erhalten. Gleichzeitig kam die Theilung der mit Schülern überfüllten Quinta durch Errich⸗ tung einer Parallelquinta zur Ausführung. Die Localitäten für dieſe beiden neuen Klaſſen konnten vorläufig und bis zur Vollendung des neuen Anbaues nur durch Theilung des im Vorderhauſe belegenen Feſtſaales in zwei Lehrzimmer beſchafft werden.


