Jahrgang 
1927
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III. Zur Geſchichte der Anſtalt(1925 1926)

Schuljahr 1925/26

Das neue Schuljahr wurde am 20. April 1925 mit einer kleinen Feier eröffnet. Frl. Pöpperling war am 1. April endgültig an unſere Anſtalt übernommen worden. Studienrat Dr. Imgram ward an das Ludwigs⸗Georgs⸗Gymnaſium verſetzt. An ſeine Stelle kam Studienaſſeſſor Dr. Avemarie wieder zu uns. Ferner Studienaſſeſſor Dr. Mahlerwein mit vorläufig 18 Wochenſtunden. Im Juni mußten wir den Kindergarten wegen Maſern auf 14 Tage ſchließen. Nach den Sommerferien erkrankte Oberreallehrer Schaefer; er wurde vom Privatdozenten Dr. Noack mit 6 bezw. 8 Singſtunden und von Frl. Lang mit 14 Zeichen⸗ ſtunden bis Weihnachten vertreten. Ab 1. Juli wurde die Handarbeitslehrerin Frl. Willen⸗ bücher definitiv. Mit Schluß des Sommerhalbjahres verließ uns Studienrat Dr. Schmidt, der für ein Jahr beurlaubt iſt, eine Stelle an der deutſchen Schule im Haag zu übernehmen. Dr. Mahlerwein erhielt 24 Stunden, ferner kam Studienaſſeſſor Frl. Löſch zu uns.

Das abgelaufene Jahr brachte uns eine Fülle von feſtlichen Veranſtaltungen und Elternabenden. Unſere Schule beteiligte ſich mit 78 Teilnehmern an der Jugendtagung des Vereins für das Deutſchtum im Ausland, die zu Pfingſten in Kufſtein ſtattfand. Am Jugend⸗ feiertag hielt Studienrat Schömer die von Gedichten und Liedern umrahmte Feſtrede. Die Verfaſſungsfeier mußte in der erſten Schulwoche nach den Sommerferien gehalten werden. Die Anſprache hatte Dr. Avemarie übernommen. Am 27. Auguſt unternahm die ganze Schule eine ſchön verlaufene Rheinfahrt bis St. Goar. Auf der Burg gedachte der Direktor des deutſchen Vaterlandes. Vor Beginn der Herbſtferien verabſchiedete die Schule den beurlaubten Studienrat Dr. Schmidt. Am 31. Auguſt erfreute der Kärtner Dichter Perkonig mit ſeiner Gruppe unſerere Schülerinnen durch Lied und Spiel. Am 12. Oktober, dem Eröffnungstag unſerer Anſtalt, widmeten wir in einer kleinen Feier der Entwicklung unſerer Schule die erſte Stunde des Winterhalbjahrs. Ein Elternabend fand am 27. Oktober ſtatt. Dr. Avemarie ſprach überDer Kampf um die Seele des Kindes. Am 11. November kamen die Mütter der Kleinen unſeres Kindergartens zuſammen. Die Leitung hatte Frl. Frenzel. Der 17. November ſah die ehemaligen Schülerinnen in unſerer Turnhalle. Weihevolle Stunden brachte der zweite Elternabend am 18. November; im Mittelpunkt ſtand das Volkslied (Dr. Noack). Bei der Trauerfeier zum Gedächtnis unſerer Toten im Weltkrieg hielt Studien⸗ aſſeſſor Dr. Heldmann die Anſprache. Am nächſten Elternabend leitete Frl. Pöpperling mit einer Überſicht überDer Kampf gegen Schmutz und Bild die lebhafte Ausſprache ein. Die Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland veranſtaltete unter Führung von Frl. Naumann am 1. Dezember einen deutſchen Abend durch Lied, Wort und Lichtbild. Eine packende Vorbereitung zum Weihnachtsfeſt bot die am 16. Dezember ſtattgehabte Weihnachtsfeier auf der GrundlageWeihnachten in der Muſik unter Leitung von Dr. Noack. Am letzten Schultage vor den Weihnachtsferien verteilte der Direktor in einer kleinen turneriſchen Veranſtaltung die vom Reichspräſidenten von Hindenburg verliehenen 9 Ehrenurkunden und 35 des deutſchen Reichsausſchuſſes an die Siegerinnen bei den Jugend⸗ wettkämpfen. Den folgenden Elternabend hielten wir am 19. Januar. Dabei ſprach Studienrat Schömer überKampf gegen die Lüge. Am 2. Februar ſprachen der Direktor und Dr. Avemarie unter Vorführung von Lichtbildern überUnſer Landheim. Den letzten Elternabend eröffnete Frl. Dr. med. Kalcher mit einem VortragElternhaus und Schule im Kampf um des Kindes leibliche Geſundheit. Die ehemaligen Schülerinnen kamen am 9. März in unſerer Turnhalle zuſammen. Klavierſpiel und Geſang umrahmte Anſprachen

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