Wohlfahrtspflege, 1 St. Fürſorge für die Schwachen bis zum Siechenhaus. Soziale Arbeit in Staat, Gemeinden und Vereinen. Beſuch von Wohlfahrtspflegeanſtalten. Praktiſche Arbeit im Kinderhort(ſ. u.).
Kindergartenlehre. 1. Theorie: 1 St. Die Theorie ſchließt ſich an die Er⸗ fahrungen und Beobachtungen an, die die Schülerinnen im Kindergarten und Hort ſammeln, dabei wird beſonders berückſichtigt: Pflege der Sinne, Ubung der Glieder, Behandlung des Nachahmungs⸗, Wiſſens⸗ und Spieltriebs, Einführung in die Natur, Blumen⸗ und Tierpflege, Geſchichtenerzählen, Bedeutung der Freudigkeit und des Intereſſes, Pflichtgefühl, Haus⸗ arbeit; alles beſonders für das vorſchulpflichtige Kind. Bekanntmachen mit der Methode. 2. Praxis. a) Handfertigkeit: Bekanntmachen mit den Fröbelſchen Beſchäftigungen, ihrem Wert für das Kind. Anfertigen von Spielzeug aus unſcheinbarem Material. b) Kinder⸗ garten: 4 St. Zuerſt zuhören, dann als Helferin mitarbeiten und im letzten halben Jahr Gruppen von 5—8 Kindern, je nach Befähigung der Schülerin, ſelbſtändig bei den Spiel⸗ und Beſchäftigungsſtunden übernehmen. Bei der Kritik, die öfters den Stunden folgt und von der Leiterin und den Schülerinnen ausgeht, äußern letztere ihre Beobachtungen über Charakter, geiſtige und körperliche Anlagen der Kinder. Hausarbeit mit den Kindern, Gartenarbeit. c) Kinderhort, 3 St. Die Schülerinnen beaufſichtigen das Anfertigen der Schularbeiten und übernehmen Gruppen von 5—6 Kindern zur Handfertigkeit: Formen, Farbigmachen, Flechten uſw. Herſtellen von einfachem Spielzeug, Verwendung von wert⸗ loſem Material(Streichholzſchachteln, Katalogen uſw.).
Nadelarbeit, 4 St. Zeichnen eines Taillenmuſters nach Körpermaß. Gearbeitet werden: Bluſen, Röcke, Kleider.
Gartenbaukunde, im Sommer wöchentlich 4 Stunden. Prahktiſche Betätigung im Schulgarten unter Berückſichtigung der Bedürfniſſe der Frauenſchule.


