Jahrgang 
1868
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II. Klaſſe wöchentlich 2 St. Die Schule cls Lehranſtalt: Eintheilung und Zweck der einzelnen Unterrichtsgegen⸗ ſtände in der Elementarſchule; Umfang und Behandlungsweiſe der einzelnen Unterrichtsgegenſtände; Anführung und Beſprechung von Hauptwerken aus der Literatur der Volksſchule. Im Methodologiſchen wurde uur das

2f Allgemeine genommen, das Beſondere wurde den betreffenden Fachlehrern in der Praxis anheimgegeben.

I. Klaſſe wöchentlich 3 St. Die Schule als Erziehungsanſtalt. Der Menſch nach ſeinem Weſen und ſeiner Be⸗

ſtimmung; das Kind und ſeine Eigenthümlichkeiten; Begriff der wahren Erziehung; die Erziehungsfaktoren; die Perſönlichkeit des Lehrers; Anführung und Beſprechung von Hauptwerken aus der Literatur der Volks⸗ ſchule. Das Hauvctſäͤchlichſte aus der Geſchichte der Didaktik und Pädagogik beſonders des letzten Jahr⸗ hunderts wurde in beiden Klaſſen gelegentlich beſprochen. Kehrein.

5 11. Schreiben.

Klaſſe wöchentlich 3 St. Genetiſche Vorführung der großen und kleinen Alphabete deutſcher und lateiniſcher m Schrift; Wort und Satzſchreibübungen. 2) ic kiniſch

Il. Klaſſe wochentſich 2 St. Fortſetzung der Uebungen in deutſcher und engliſcher Schrift; Fraktur und gothiſche f. 3 . Klaſſe wöchentlich 1 St. gemeinſchaftlich mit Klaſſe II. Wie Klaſſe II. Meiſter. 12. Zeichnen.

(Für das gewerbliche Zeichnen: Zeichenunterricht von Hildenbrand.) a. Allgemeines Zeichnen.

III. Klaſſe wöchentlich 3 St, davon 2 gemeinſchaftlich mit Kl. II. Einübung der geraden und krummen Linien, einfach und in Verbindung; Ornamentenumriſſe mit Vergrößerungen; geometriſches Zeichnen ausgedehnt auf alle bei dem geom etxiſchen Unterrichte vorkommenden Fälle.

II. Klaſſe wöchentlich 2 St. gemeinſchaftlich mit Kl. III. Erweiterung bes Ornamentenzeichnens mit Vergrößerungen und Schattierungen; freie Perſpektive nach aufgeſtellten Modellen

I. Klaſſe wöchentlich 2 St. Größere und ſchwierigere Ornamente und Zuſammenſtellungen für die freie Perſpektive.

b. Gewerbliches Zeichnen.

II. u. I. Klaſſe wöchentlich 2 Stunden. a. Freihandzeichnen. Das Sachunnüdn Gipsmodellen mit zwei Kreiden; Uebungen in der freien

Perſpektive an mehr ſchwierigen Zuſammenſtellungen der Körpermodelle. b. Gebundenes Zeichnen. Darſtellende Geometrie in geordneter Stufenfolge bis zu den ſchwierigſten

Körperdurchdringungen mit Tuſchübungen; Licht und Schattenlehre; die elementaren Uebungen in der ge⸗ bundenen Perſpektive. Zirvas.

13. Turnen. Das Turnen mußte im Sommer ausfallen und den vom Direktor meiſt beaufſichtigen Privatübungen über⸗

laſſen werden, da kein Turnlehrer zu Gebote ſtand. Wegen Mangels eines geeigneten Lokals hat das Turnen im Winter ſeit Jahren ganz unterbleiben müſſen.

4. Bisciplin.

Mit der disciplinariſchen Haltung der Schüler konnte das Lehrerkollegium im Ganzen recht zufrieden ſein.