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II. Kl. a. Geographie: Das Allgemeinſte von der Erde, den Erdtheilen, den Ländern Europas und Deutſch⸗ lands; wöchentlich 1 Stunde.
b. Naturgeſchichte: Von dem Thierreich; wöchentlich 1 Stunde. Meckel.
6. Zeichenunterricht.
I. u. II. Kl. Die Knaben: Schattirte Ornamente, Thier⸗ und Kopfzeichnen. Die Mädchen: Schattirte Blumen⸗, Baum⸗, Thier⸗ und Landſchaftszeichnungen; wöchentlich 2 Stunden.
III. u. IV. Kl. Elemente des Zeichnens: Grade und krumme Linien; Pflanzen⸗, Obſt⸗, Thier⸗ und Geräth⸗Formen. Leichte Uebungen im Schattiren; wöchentlich 2 Stunden. Wehrheim.
7. Schönſchreiben
I. u. II. Kl. Uebungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift, Wort⸗ und Satzſchreibübungen; wöchentl. 2 Stunden. III. u. IV. Kl. Einüben der deutſchen Alphabete, Wort⸗ und Satzſchreibübungen; wöchentlich 2 Stunden.
Von den einzelnen Klaſſen liegen Probeſchriften von jedem Monate vor. 4 Marx. V. Klaſſe. Die kleinen und großen Buchſtaben wurden eingeübt, Wörter und Sätzchen von der Wandtafel abge⸗ ſchrieben; wöchentlich 2 Stunden. Es liegen Probeſchriften vor. Wehrheim.
8. Induſtrieunterricht.
Unterweiſung ſämmtlicher Knaben im Strohflechten, in Holzarbeiten an der Hobel⸗ und Drehbank, in Papp⸗ und Lanbſägearbeiten; wöchentlich 8 Stunden. Prieſter 4 Stunden. Jung 4 Stunden. Unterweiſung der Mädchen im Stricken, Stopfen, Flicken, Weißzeugnähen und Kleidermachen; nach„Arbeits⸗ ſchulbuchlein von J. Kettiger“ Belehrungen über die Stoffe zu weiblichen Handarbeiten, über das Stricken des
Strumpfes, über das Nähen, Benennung der einzelnen Nähſtiche und Nähte, die Theile und das Zuſchneiden des Hemdes; wöchentlich 8 Stunden. Willach.
9. Turnunterricht.
Die Knaben. Im Sommer Uebungen auf dem Turnplatz: Wende⸗, Geh⸗, Lauf⸗, Spring⸗ und Stabübungen. Uebungen an Reck, Barren und Hochgerüſt. Im Winter in den Klaſſenzimmern⸗ Freiübungen, Uebungen am Bar⸗ ren und hängenden, beweglichen Reck; wöchentlich 2 Stunden Wehrheim.
Die Mädchen: Ordnungs⸗ und Freiübungen, kleine Verſuche am Barren; wöchentl. 2 St. Marx. 4. Disciplin.
Die Lehrer waren im Laufe des verwichenen Jahres mit dem Fleiße der Schüler um Allge⸗ meinen zufrieden. Im Betragen derſelben kam keine einzige erhebliche Ausſchreitung vor.
5. Geſundheitszuſtand.
Eine Schülerin der II. Klaſſe erkrankte mit Beginn der Frühlingsferien an der Lungenent⸗ zündung im elterlichen Hauſe und konnie erſt am 4. Auguſt in die Anſtalt zurückgebracht werden. Am 7. Auguſt ſtarb dahier an einem Gehirnleiden die erſt am 5. Juni aufgenommene Taub⸗ ſtumme Philippine Emilie Dörr aus Sonnenberg. Im Uebrigen war im Laufe des Sommers der Geſundheitszuſtand bei Lehrern und Schülern befriedigend.
Im Winter dagegen goh es viele Kranke. Die Maſern und Rötheln erlaubten in den Monaten November und December mebreren Kindern nicht, auf längere oder kürzere Zeit, am Unterrichte Theil zu nehmen. Em Maädchen, welches ſchon mit wehen Augen aus den Herbſt⸗


