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Herzen trug, davon zeugen ſeine raſtloſen Bemühungen für ihr leibliches und geiſtiges Wohl, und wahrlich, nur der Taubſtumme, der durch erlangte Bil⸗ dung ſeinen traurigen Looſe entriſſen worden iſt, kann es empfinden und aus⸗ drücken, welch' ein Unglück es ſei, ohne Gehör und Sprache in der Welt zu ſtehen!
Der Zweck dieſer Worte iſt, alle Menſchenfreunde zu thatkräftiger Mit⸗ wirkung aufzufordern, damit allen taubſtummen Kindern unſers Vaterlandes jene Bildung zu Theil werde, zu welcher unſre Anſtalt Gelegenheit bietet. Was der Einzelne nicht vermag, das können Viele, wenn ſie ſich vereinen. Mögen ins beſondere die Gemeinden unſers Vaterlandes das Recht der freien Verwaltung ihres Vermögens dazu benützen, daß ſie ihre beſondere Fürſorge der Ausbildung der taubſtummen Kinder zuwenden, die gewiß unter allen der Hilfe am meiſten bedürfen.
Was in dem verfloſſenen Schuljahre in der Anſtalt und für dieſelbe geſchehen iſt, davon ſoll im Folgenden Rochenſchaft abgelegt werden.
Die Anſtalt zahlte 38 Zöglinge, 26 Knaben und 12 Mädchen, von wel⸗ chen 34 dem Inlande und 4 dem Auslande angehören. Ein Zögling iſt Iſraelit, die übrigen gehören den beiden chriſtlichen Confeſſionen an.
Nach der Frühlingsprüfung des vorigen Jahres wurden 6 Knaben und 3 Mädchen entlaſſen. Ein ausländiſcher Knabe und ein inländiſches Mäd⸗ chen konnten wegen Mangel an Unterſtützung das Inſtitut nicht länger beſuchen.
Das neue Schuljahr begann am 15. Juni 1848, und es wurden 7 taubſtumme Kinder, 4 Knaben und 3 Maäͤdchen, neu aufgenommen.
Zur Erlernung der Methode des Taubſtummen⸗Unterichts und zur Aus⸗ bilfe wurden mit Anfang des neuen Curſus die Schulcandidaten Ludwig Heinrich von Nieederſeelbach und Joſeph Decku von Lahr der Anſtalt zugewieſen.


