Jahrgang 
1849
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I. Geſchichte der Anſtalt im Schuljahre 184 ¾0

Die politiſchen Bewegungen des vorigen Jahres haben auf die Frequenz der Taubſtummen Anſtalt einen nachtheiligen Einfluß ausgeübt. Zwar ſind zu Anfange des verfloſſenen Schuljahres mehr Zöglinge als gewöhnlich ein⸗ getreten, dagegen ſind andere, welche bereits mehrere Jahre die Anſtalt beſucht hatten, von den Eltern zurückgenommen worden. Es iſt ſehr zu bedauern, daß in den meiſten Fällen die Mittelloſigkeit der Eltern der ſachgemäßen Aus⸗ bildung ihrer taubſtummen Kinder hindernd entgegentritt, und daß auch die Gemeindecaſſen häufig nicht im Stande ſind, dieſem Mangel abzuhelfen. Nicht ſelten iſt es aber auch mißverſtandene Sparſamkeit, die bloß auf den augen⸗ blicklichen Vortheil ſieht und die Laſt ganz außer Augen läßt, welche durch die vernachläßigte Ausbildung der Taubſtummen ſpäter der Familie oder der Gemeinde aufgebürdet wird, während die meiſten in der Anſtalt gebildeten Kin⸗ der fähig ſind, ein Handwerk oder eine Kunſt gründlich zu erlernen, und auf dieſe Weiſe nicht blos ſich ſelbſt ihren Lebensunterhalt zu verſchaffen, ſondern auch ihre Angehörigen zu unterſtützen.

Zahlreiche Beweiſe dafür ſind in den Briefen der früheren Zöglinge nie⸗ dergelegt, welche dieſe in dankbarer Anerkennung der genoſſenen Wohlthaten ihren Lehrern geſchrieben haben. Wenn demnach eine Familie oder Gemeinde für die gehörige Ausbildung ihrer Taubſtummen nicht Sorge trägt, ſo ver⸗