Jahrgang 
1928
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6. gLeibesübungen.

Die Reichsjugenbwettkämpfe wurden am 9. und 10. Sept. ausgetragen. Die Urkunde des Reichs⸗ präſtdenten errangen: In Gruppe Il: Waldemar Arnold IIb, Schork IIla, Karl⸗Heinz Binzel lIla. In Gruppe II: Steinhäuſer IIb, Schmidt IIb. In Gruppe III: Ludwig Müller la, Blaß IIb. In Mädchen⸗ gruppe II: Lieſel Stumpf IIb. Außerdem erwarben 55 Schüler und 15 Schülerinnen die Urkunde des Reichsaus⸗ ſchuſſes für Leibesübungen.

Das Rerchsjugendabzeichen haben bis jetzt(19261928) erworben: Otto Noelle IIla, Ludwig Müller la, Herbert Katz la, Ludwig Böck Ib, Otto und Karl Wahl lla, Adolf Eldracher lla, Hans Blaß llb, Herbert Schol Ib.

Die Schlagballwettſpiele um das Banner des heſſiſchen Philologenvereins nahmen für unſere Mannſchaft fol⸗ genden Verlauf:

Butzbach gegen Auguſtimnerſchule Friedberg: 52:34 Butzbach gegen Aufbauſchule Friedberg 83:69 Butzbach gegen Oberrealſchule Gießen 82:61

Mit letzterem Spiele war unſere wackere Mannſchaft Meiſter der Provinz Oberheſſen geworden und gelangte damit in das Endſpiel um die Meiſterſchaft von Heſſen. Das nächſte Wettſpieél fand gegen Aufbauſchule Alzey auf dem Sport⸗ platz des Tv. 1817 in Mainz ſtatt. Das Spiel endete zu ungunſten unſerer Mannſchaft, die nach anſtrengender Fahrt ſeit früh 4 Uhr und von Pech verfolgt einer friſcheren und ſchlagtechniſch beſſeren Mannſchaft den Sieg laſſen mußte.

Außerdem wurden noch folgende Spiele ausgetragen:

Schlagball: Ila: IIb 33:31; IIla: IIIb 35:28; Ila: IIb 23:28. Völkerball: Weidigoberrealſchule gegen Stadtſchule(bis 14 Jahre) 15:25; IV: V unentſch. Fauſtball: la: Ib 33:31. Fußball IV: V 0:2: IIIb: IIlIa 2:5.

7. Geſunoͤheitliches.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen befriedigend, nur in den letzten Schulwochen machte ſich die Grippe bei Lehrern und Schülern unangenehm bemerkbar. Eine ſchulärztliche Unterſuchung fand in dieſem Jahre nicht ſtatt. Unſere Schülerverſicherung wurde in 12 Fällen in Anſpruch genommen. Die vorgeſchriebene Impfung wurde durch den Kreisarzt, Herrn Medizinalrat Dr. Nebel, vorgenommen, der auch, in dieſem Jahre wieder den Auf⸗ klärungsvortrag für unſere Oberprimaner hielt.

8. Clermont⸗Müller⸗Stiftung.

Die ehrwürdige Stiftung des Rektors Clermont der alten Butzbacher Lateinſchule, aus deren Zinſen nach dem Teſtamente des Stifters alljährlich guten Lateinſchülern Preiſe verliehen werden ſollten, war der Inflation zum Opfer gefallen. Herr Direktor Dr. W. Müller in Flix(Spanien),, ein ehemaliger Schüler der Anſtalt, hat die Stiftung in großherziger Weiſe wieder ins Leben gerufen. Die Schule iſt dem edlen Spender und Freunde für immer zu herz⸗ lichem Danke verpflichtet. Auf einſtimmigen Beſchluß des Lehrkörpers wird die Stiftung mit Genehmigung der oberſten Schulbehörde fortan den Namen Clermont⸗Müllerſtiftung führen. Die erſten Preisträger waren die Ober⸗ primaner Ludwig Müller und Heinrich Weil. Geſchenkt wurden Schillers Werke in Erinnerung an den Clermont⸗ preis, den der Erneuerer der Stiftung ſelbſt als Schüler der Anſtalt errang.

9. Geſchenke und Zuwendungen.

Das Miniſterium für Kultus und Bildungsweſen ſpendete für unſere Lehrmittelſammlung die 1. Lieferung des von Prof. Dr. Wrede⸗Marburg herausgeg. Sprachatlas des deutſchen Reiches, zum Landesjugendtag 120 Abdrucke der beiden JugendſchriftenDer Brückenbauer undZum Landesjugendtag, für die BüchererDeutſchland und Europa 1890 1914 und den Rechenſchaftsbericht des Vorſtandes des heſſ. Schutzvereins f. entl. Gefangene. Herr Lehrer O ß⸗ wald Bad⸗Nauheim, ſeine SchriftDie Bad⸗Nauheimer und Wiſſelsheimer Salzpflanzen. Herr Clement dem biol. Inſtitut einen Block Rohbraunkohle(Verſteinerung); Herr V. A. Kraft eine Tafel des SchiffesColumbus ſowie einige Druckſchriften. Der Kolonialverein Butzbach 10 Abdrucke der Schrift von Oberſtleutn. Leßner: Was muß man von unſeren Kolonien wiſſen? Herr Prof. Werner das ſtat. Jahrbuch f. d. d. Reich(1926). Herr Studienrat Schoch den Katalog der Jahrtauſendausſtellung der Rheinlande. Die Agfa⸗Geſellſchaft ein gerahmtes Bild. Die Ling⸗ nerwerke zwer Anſchauungstafeln. Herr Prof. Männchen die BroſchüreGeheimniſſe der Rechenkünſtler. Herr Studienrat Steinhardt zwei Patheplatten für den franzöſiſchen Unterricht.

Herr Reallehrer Grün ſchenkte der Schule zwer künſtleriſche, von ihm ſelbſt in Oel ausgeführte Gemälde des Rektors F. L. Weidig, von denen eines im Lehrerzimmer, das andere im Aufgang der Schule ſeinen Platz fand. Frau Gärtner Schmidt beſorgte wiederum in pietätvoller Weiſe die Ausſchmückung unſeres Gedenkſteines.

Als Schulgeldbeihilfe für bedürftige Schüler bewilligten das Mathildenſtift auch in dieſem Jahre 250, die Gewerbebank 180 Mark..

Allen gütigen Spendern, vor allem aber auch allen Eltern und Freunden, die durch beſondere Beiträge die Anſtalt auch in dieſem Jahre unterſtützten, ſprechen wir hiermit den herzlichſten Dank der Schule aus.