Zur Geſchichte der Anſtalt
Oberlehrer Kraft war vom 9. April an beurlaubt; die Vertretung für ihn erhielt Lehramts⸗ aſſeſſor Schonebohm. Den vom 6. Mai an beurlaubten Prof. Dr. Wittekind vertrat bis zum 23. September Lehramtsreferendar Dr. Kann. Der ſeit 13. Oktober 1910 beurlaubte Prof. Haacke(vgl. Schulnachrichten für 1910/11) wurde an die Oberrealſchule am Stadthauſe in Offenbach verſetzt; an ſeine Stelle trat am 21. November 1911 Oberlehrer Krämer. Zu Ober⸗ lehrern ernannt wurden am 20. Mai 1911 und 17. Februar 1912 die Lehramtsaſſeſſoren Appelmann und Keller. Zum 25. November 1911 wurde dem Direktor Dr. Mohr der Charakter als Geheimer Schulrat verliehen. Prof. Müller nahm vom 15. bis 20. Juli an dem archäologiſchen Ferienkurs in München teil, Prof. Dr. Koſt vom 10. bis 15. Juli an dem naturwiſſenſchaftlichen Fortbildungs⸗ kurs in Darmſtadt.
Schulfeiern wurden am 24. November und 26. Januar begangen. Die Feſtreden hielten Ober⸗ lehrer Appelmann und Lehramtsaſſeſſor Schonebohm.
Reifeprüfungen fanden am 27. September 1911 und 15. Februar 1912 ſtatt. In der erſten, in der 2 Schüler beſtanden, führte der Direktor den Vorſitz, in der zweiten, in der 8 Schüler beſtanden, Geh. Oberſchulrat Nodnagel. Auch diesmal haben wir Herrn Medizinalrat Dr. Wießner für den üblichen Vortrag vor den Abiturienten zu danken.
Die engliſchen Unterrichtsſtunden beſuchten in der unteren Abteilung 9, in der oberen 2 Schüler, die hebräiſchen in beiden Abteilungen je 1 Schüler. An dem wahlfreien Zeichenunterricht beteiligten ſich 15 Schüler, am Unterricht in Stenographie 45 Schüler in verſchiedenen Abteilungen.
Geſchenke erhielten wir von dem Großh. Miniſterium des Innern Abteilung für Schulangelegen⸗ heiten, der Großh. Zentralſtelle für Landesſtatiſtik, dem Geſchichts⸗ und Altertumsverein Friedberg, Seiner Durchlaucht dem Prinzen Carl zu Yſenburg und Büdingen, den Herren Prof. Dr. v. Thudichum zu Tübingen, Kammerdirektor a. D. Müller zu Darmſtadt, Forſtmeiſter Bücking und cand, med. H. Hoffmann hier, den Abiturienten Forſter und Brauweiler. Allen Gebern ſagen wir im Namen der Anſtalt herzlichen Dank.
Mitteilungen an die Eltern, um deren Beachtung wir dringend erſuchen.
Geſuche um Befreiung von der Zahlung des Schulgeldes ſind bis zum 1. Mai ſchriftlich bei der Direktion einzureichen. Es dürfen nur erweislich bedürftige, geiſtig beſonders begabte und ſtrebſame Schüler berückſichtigt werden; zu bevorzugen ſind Schüler der oberen Klaſſen. Die Verleihung kann immer nur auf ein Jahr erfolgen.— Eltern, die Auskunft über die Leiſtungen ihrer Söhne zu erhalten wünſchen, bitten wir, ihren Beſuch einen Tag vorher anzu⸗ melden. Beſuche und Anfragen kurz vor der Verſetzung bitten wir als zwecklos zu unterlaſſen. Der Direktor iſt während der Schulzeit im Gymnaſium zu ſprechen, ſonſt in der Regel nur für Auswärtige und bei vorhergehender Anmeldung.— Alle Schreiben amtlicher Art ſind nicht an den Direktor, ſondern an die Direktion zu richten.— Die auswärtigen Schüler haben vor der Wahl oder dem


