gangen werden könne, da mit dem heutigen Tage die ſudetendeutſchen Brüder zum Reich zurückgekehrt ſeien; er betonte den Sinn und die Bedeutung der Leibeserziehung im Drit⸗ ten Reich, die in Raſſe, Volk, Wehr und Führertum ihre Richtungspunkte hat. Mit den Nationalliedern und dem ſportlichen Gelöbnis zu taktvollem und ritterlichem Einſatz klang der erſte, feierliche Teil der Veranſtaltung aus. Es folgte dann die allgemeine Körperſchule; dann ſetzten die Klaſſenſtaffel⸗Mannſchaftsläufe ein. Anſchließend traten alle Klaſſen in Mann⸗ ſchaften zu einem Dreikampf an, und zwar in 60⸗ bezw. 100⸗Meterlauf, Weitſprung, und Ball⸗ bzw. Keulenweitwurf. Die Leiſtungen wurden nach den amtlichen Wertungstafeln der HJ. bewertet. Alle Schüler gaben in vorbildlich kämpferiſchem Einſatz ihr Beſtes her. Zuletzt maßen ſich noch Mannſchaften der Mittel⸗ und Oberklaſſen in einer 5.330⸗Meterſtaffel. Zum Schluß dankte der Direktor allen Teilnehmern für ihren Einſatz und ihren Kampfesmut. Die Siegerehrung wurde am 3. Oktober bei der Morgenfeier vorgenommen. Mit der feier⸗ lichen Flaggeneinholung endete der Tag, der ein lebendiges Bild vom Wirken und Wollen der Schule auf dem Gebiet der Leibeserziehung gab und ein Bekenntnis zur Idee der Ge⸗ meinſchaftserziehung war.(Vgl. Preſſebericht vom 3. 10. 38.)
Nachdem wir den Vormittag des 16. März mit der Gedenkfeier für den Vorkämpfer der deutſchen Leibeserziehung Friedrich Frieſen beſchloſſen hatten, reihte ſich am Nachmittag in paſſender Weiſe das Winterſportfeſt unſerer Schule an, an dem auch wieder die Eltern und Angehörigen der Schüler und die Freunde unſerer Schule teilnahmen. Wie das Sommerſportfeſt unter dem Zeichen der Rückkehr des Sudetenlandes zum Neich geſtanden hatte, ſo konnte diesmal der Direktor in ſeiner Begrüßungsanſprache der Freude und Er⸗ griffenheit Ausdruck geben über die weltgeſchichtlichen Ereigniſſe, die ſich zur Zeit auf dem Boden der ehemaligen Tſchecho⸗Slowakei zutrugen. Anter den Klängen des Schulorcheſters begannen die Vorführungen der einzelnen Klaſſen. Die Kleinſten machten den Anfang. Be⸗ hend und unerſchrocken turnten die Schüler der lIb am Barren, die Za zeigte kühne und ſchwierige Sprünge über das Pferd, die 6b bewies ihr Können im Bodenturnen, Schüler der Klaſſen 5 und 7 führten Boxkämpfe vor, Schüler der Klaſſen 6 und 7 machten Abungen am Reck und verrieten treffliche Körperbeherrſchung. So war dieſes Schauturnen ein kleiner, beſcheidener Ausſchnitt aus den Leiſtungen auf dem Gebiet der heutigen Leibeserziehung an der höheren Schule. Im Anſchluß an dieſe Vorführungen gab der Direktor einen überblick über das abgelaufene Schuljahr. Sodann gedachte er der vertrauensvollen und harmoniſchen Zuſammenarbeit zwiſchen Schule, Elternhaus und Hitlerjugend und ſchloß die wohlgelungene Feier mit einem Siegheil auf Volk und Führer.(Vgl. Preſſebericht im„Mittelrheiniſchen Anzeiger“ vom 18. 3. 39, ebenſo in der„Rhein⸗ und Nahe⸗Zeitung“ und im„Nationalblatt“).
Eine Mannſchaft aus den Oberklaſſen des Burggymnaſiums zu Eſſen, die zur Beſichtigung der Stadt in Bingen weilte, trug am 30. Mai auf der Horſt⸗Weſſel⸗Kampfbahn in Bingen⸗Büdesheim mit einer Mannſchaft aus den Oberklaſſen unſerer Schule ein Freund⸗ ſchaftswettſpiel aus, das 9:2 für Bingen endete.
Am 28. September fand auf dem Scharlachkopf in Anweſenheit des Direktors das Hand⸗ ballrückſpiel mit Alzen ſtatt. Die Oberſtufe ſpielte unentſchieden, die Mittelſtufe gewann das Spiel mit 12:7 für Bingen.
Wandern
Am Jahrestag des Friedens zu Frankfurt a. M. am 10. Mai 1871 unternahmen die einzelnen Klaſſen unter Führung der Klaſſenführer Wanderungen in die nähere und weitere Amgebung von Bingen.
Am 9. Juli unternahmen die Klaſſen wiederum Wanderungen, mehrere Klaſſen beſuchten das Strandbad zu Gaulsheim.
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