Am 16. Januar beſuchten etwa 120 Schüler aus allen Klaſſen und mehrere Lehrer in Wiesbaden die Opernaufführung„Der fliegende Holländer“, ebenſo etwa 90 Schüler und mehrere Lehrer am 9. Februar in Mainz die Opernaufführung„Zar und Zimmermann“.
Am 23. März beſuchte die Klaſſe 6c das Gaswerk unter Führung des St.⸗Aſſ. Dr. Diehl.
Am 26. März nahm die Klaſſe 7 an einer Schulgefechtsübung der Flakſtamm⸗ batterie in Mainz teil.
Am 4. Februar fand ein Vortrag der Herren Kapitänleutnants Polixa und Heſſe über Weſen und Wirken der Kriegsmarine ſtatt. Der Vortrag, der mit trefflichen Lichtbildern ausgeſtattet war, dauerte anderthalb Stunden und war für die Schüler ſehr lehr⸗ reich und feſſelnd. In einer Anſprache gedachte der Direktor der ſtolzen Entwicklung unſerer Seemacht und betonte die Notwendigkeit einer nachdrücklichen Förderung des Nachwuchſes.
Am 10. März hielt Leutnant Schöne vom Flakregiment 29 in Frankfurt⸗Höchſt einen Vortrag über unſere Luftwaffe, an dem die 6. und 7. Klaſſen geſchloſſen teilnahmen. Der friſche und packende Vortrag machte auf die Schüler einen nachhaltigen Eindruck, den der Direktor in einem Schlußwort unterſtrich. Schon in ſeiner Begrüßungsanſprache hatte der Direktor betont, daß die Zuſammenarbeit von Schule und Wehrmacht der wärmſten För⸗ derung ſeitens der Schule ſicher ſei.
7. Leibeserjiehung, Wandern, Rusflüge, Sport
Der Neichserziehungsminiſter hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 neue Richt⸗ linien für die Leibeserziehung der Jungenſchulen herausgegeben, in denen gemäß der nationalſozialiſtiſchen Grundauffaſſung, daß Körper und Seele eine Einheit bilden, die Leibeserziehung der männlichen Jugend auf eine neue Grundlage geſtellt wird. Der Körper⸗ ertüchtigung werden nunmehr 5 Wochenſtunden, ſtatt bisher nur 3, zugeſprochen. Durch dieſe Maßnahmen ſoll keineswegs ein Rückgang der geiſtigen Leiſtungen eintreten, vielmehr ſoll die neue Leibeserziehung die geiſtigen Leiſtungen ſteigern, da ſie einen geſunden Teil der Ge⸗ ſamterziehung bildet. Die neue Leibeserziehung ſoll durch artgemäße und im Volkstum wur⸗ zelnde Leibesübungen Leib und Seele als Träger des Raſſeerbes entwickeln und formen und durch Gewöhnung an ſportliche Lebensformen geſunde Anſchauungen über körperliche Schönheit und Leiſtungsfähigkeit ſchaffen. Der Ausgleich zwiſchen Leibeserziehung und geiſtiger Aus⸗ bildung will einen harmoniſchen deutſchen Menſchen und Volksgenoſſen erziehen.
Mit dieſer grundſätzlichen Bedeutung änderte ſich zwangsläufig auch die Beurteilung im Zeugnis. Im Vordergrund ſteht die Leiſtung; der Schüler erhält in 5 Gebieten der Leibesübungen(Leichtathletik, Schwimmen, Boxen, Geräteturnen und Spielh) je eine Bewer⸗ tungsziffer. Dieſe Bewertungsziffern richten ſich nach der Schwierigkeit der Abung und gehen von 0 bis 9, wobei 0 die geringſte und 9 die beſte iſt. Sie haben nichts zu tun mit der Notengebung im althergebrachten Sinn. Durch dieſe Leiſtungsnoten(4 Gebiete in den Anter⸗ und Mittelklaſſen, 5 in den Oberklaſſen) wird zum Ausdruck gebracht, daß die Leibesübungen nicht ein einzelnes Fach, ſondern ein eigenſtändiges Erziehungsgebiet neben den wiſſenſchaftlichen Fächern ſind.
Dieſe neuen Richtlinien haben auch allen Schulen des Reiches zur Pflicht gemacht, öffentliche, dem Anſporn und der Rechenſchaft dienende Sportfeſte zu veranſtalten. Das Herbſt⸗ ſportfeſt unſerer Schule fand am 30. September 1938 auf dem Platz des Turnvereins auf dem Scharlachkopf ſtatt. Nach dem Aufmarſch aller Teilnehmer wurde die Veranſtaltung mit einer Flaggenhiſſung eröffnet. Den Fahnenſpruch ſprach Studienrat Dr. Walter. In einer Anſprache wies der Direktor darauf hin, daß das Feſt mit beſonderer Freude be⸗
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