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f) Die Einrichtung des künstlerischen u². technischen Unterrichts.
1. Zeichnen.
Wie im Vorjahre hatte der Zeichen- und Kunstunterricht die Aufgabe, die im Kinde vor- handenen Kräfte des Schauens und Gestaltens durch Zeichnen, Malen, Ausschneiden und Kleben zu entwickeln. Den Schülern war durch freie Arbeiten aus ihrer Umgebung und Gedankenwelt reichlich Gelegenheit gegeben, ihre natürlichen Anlagen zu schöpferischem Gestalten zu fördern. Da die individuelle Eigenart und das Interesse für bestimmte Darstellungsweise, Gegenstände und Ausdrucksmittel zu berücksichtigen ist, konnten für die verschiedenen Stufen bestimmte Aufgaben nicht ein für allemal festgelegt werden. Um das Gefühl für organische Formen zu entwickeln und das handwerkliche Können zu steigern, wurde von Quarta ab die körperliche Darstellung und deren farbige Wiedergabe geübt, wobei die künstlerische Raumaufteilung nicht ausser acht gelassen wurde. Von den graphischen Techniken wurde der Linolschnitt und die Radierung besonders berücksichtigt und von den Schülern geübt Bei diesen Arbeiten stand das freie Gestalten nach dem Gedächtnis und der Phantasie im Vordergrund Das gebundene Zeichnen erstreckte sich auf Darstellung von Körpern in Grund-, Auf- und Seitenriss und ihrer Zentralperspektive. In der Kunstbetrachtung wurden die Schüler mit einigen Meistern der verschiedenen Kunstepochen be- kaunt gemacht.
2. Musik
Für den Musikunterricht gilt im allgemeinen das im vorigen Jahresbericht Gesagte. Er erstreckte sich auf Atem- und Stimmübungen, leises Singen mit weichem Stimmansatz, Einführung in das Dursystem und Mollsystem, einstimmigen, homophonen und polyphonen Liedgesang, schrift- lichen Arbeiten zur Entwicklung des Gehörs, der Tonvorstellung und des Tonbewusstseins. Im Mittelpunkt des musikgeschichtlichen Unterrichts stand das Volkslied und die Oper.
Der vierstimmige Schülerchor pflegte wie im Vorjahre in einer Wochenstunde den mehr- stimmigen Gesang.
3. Leibesübungen.
Für die Leibesübungen gilt im allgemeinen das in früheren Jahresberichten Gesagte. Es muss erneut darauf hingewiesen werden, dass besonders die Turnhalle völlig unzulänglich ist Sie besitzt weder die nötigen Geräte, die einen einwandfreien Betrieb, wie ihn die Richtlinien fordern, ermöglichen, noch lässt sich der Turnboden staubfrei halten. Nicht viel besser ist es um den Sportplatz bestellt. Biedenkopf besitzt zwar einen sehr schön gelegenen grossen Spielplatz, doch fehlen auch hier die nötigsten Mittel, um die Anlage spielfähig zu machen und zu erhalten Wenn trotzdem die Leistungen in den Leibesübungen sich auch in diesem Jahre steigerten, so ist dieser Erfolg vor allem dem Eifer der Schäler zuzuschreiben. Es konnten denn auch bei den Reichs- jugendwettkämpfen in Battenberg ungefähr 60 Preise errungen werden.
Der Schwimmsport wurde in der hiesigen Badeanstalt bei günstigem Sommerwetter ausgeübt. Theoretische Anweisungen erhielten die Quintaner und Quartaner.
Reichsjugendwettkämpfe am 27. und 28. August 1927 in Battenberg. Siegerliste.
1. Altersklasse(Turner): Karl Burk 2. Preis—(Sportler): Alfr. Achenbach 11. Preis (Sportler): Erich Bauer 4.„„ Heini Eckel 11.„ „ Ludw. Achenbach 9.„„ Otto Kamm 14.„ 2 Otto Stäcker 10.„ 2 Hans Krehnke 22.„ 2. Altersklasse(Turner): Richard Brühl 1.„„ Wilhelm Böhle 22.„ (Sportler): Alfred Balzer 1.„„ Heinr. Thomas 25.„ „ Herbert Bott 4.„ 3. Altersklasse(Sportler): Arthur Benner 2.„ 2 Hans Seelig 5.„ 2 Karl Vogt 3.„
2 Heinr. Henkel 10.„ 3 Willi Feuring 5.


