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Weidmann'schen Verlage zu Berlin erschienene Buch des Direktors Dr. F. Johannessen „Was sollen unsere Jungen lesen?“ wird den Schülern und auch den Schülerinnen wie deren Eltern als zuverlässiger Wegweiser dabei dienen können
Verf. d. K. Pr. Schulk. v. 17. Febr. 13 S. 915. Nach Bestimmung des Herrn Ministers der geist- lichen und Unterrichts-Angelegenheiten ist die Kasse des Kgl. Realprogymnasiums an den Postüberweisungs- und Scheckverkehr anzuschliessen.
Der Antrag auf Eröffnung eines Postscheckkontos ist unverzüglich zu stellen. Die vor- geschriebene Stammeinlage von 100 Mk. wird von der Generalstaatskasse bestellt.
III. Chronik der Anstalt.
Das neue Schuljahr begann Montag, den 15. April mit der Aufnahmeprüfung. 26 Schüler waren zu ihr erschienen, von denen 21 in die Sexta, je einer in die Quarta und Untertertia, drei in die Obertertia und einer in die Untersekunda aufgenommen wurden. Am 1. Juli trat noch ein weiterer Schüler in die Sexta ein.
Nach einer Anordnung des Herrn Ministers sind die Kandidaten des höheren Lehramts einer höheren Lehranstalt zu überweisen, auch wenn infolge Beurlaubung aus anderen Gründen eine Beschäftigung an der betr. Anstalt tatsächlich nicht erfolgen kann. Der hiesigen Anstalt waren die Herren Erich Groll und Aug. Schnell zuerteilt worden, von denen der Letztere nach Beendigung seines Militärdienstjahres anfangs Oktober an das Gymnasium zu Wiesbaden versetzt wurde. Herr Groll hatte im Frühjahr eine achtwöchige Vertretung an der Adlerflychtschule zu Frankfurt a. M. und war von November bis sum Schlusse des Schuljahres zur UÜbernahme einer Hauslehrerstelle beurlaubt.
Mittwoch, den 27. November besichtigte Herr Provinzial-Schulrat Kanzow die Anstalt und wohnte dem Unterricht in allen Klassen bei. In der darauf abgehaltenen Konferenz wurde über seine Wahrnehmungen und über die Schulangelegenheiten im allgemeinen eingehend verhandelt.
Am 28. Juni unternahmen die Klassen Sexta bis Untertertia unter Führung des Herrn Direktors und der Klassenlehrer eine Turnfahrt. Von schönstem Wetter begünstigt ging die Wanderung üer die Landgrafenbuche nach dem Weingarten, wo man sich an der herrlichen Aus- sicht erfreuen konnte, und nach der Treisbacher Eiche. Nach einstündiger Mittagsrast unterm Schalten des mächtigen Baumes gings weiter nach Warzenbach; dort wurde die muntere Schar in dem schöngelegenen Forsthause von den Eltern eines Mitschülers herzlichst aufgenommen und bewirtet. Unter Führung des freundlichen Försters wurden nun eine malerische Felsengruppe, die Wichtelhäuser, und zwei Erinnerungsstätten aus dem dreissigjährigen Krieg besichtigt, die sogenannten Schwedenschanzen und die nach dem schwedischen General Luckner benannte Quelle. Dann gings auf schönen Waldwegen hinab nach Buchenau. Von dort führte nach reichlich be⸗ messener Erholungszeit gegen 6 Uhr der Zug die fröhlichen Wanderer wieder nach Biedenkopf zurück.
Am gleichen Tage nahmen die Obertertianer und Untersekundaner, sowie ihre Klassenlehrer und Herr Henkel an einem Kriegsspiele teil, das die Biedenkopfer Jugendwehr im Anschluss an den Jugendpfleger-Kursus veranstaltete. Alle die jungen Krieger waren mit grösstem Eifer bei der Sache; die„Schlacht an der Dautphe“ wurde von der blauen Partei gewonnen.
Die Gedächtnistage wurden durch Ansprachen an die Schüler in der Aula oder in den einzelnen Klassen gefeiert. Lehrer wie Schüler beteiligten sich am 7. Juli an dem Festzug an- lässlich des Kreis-Kriegerverbandsfestes An Kaisers Geburtstag fand in der üblichen Weise eine öffentliche Feier mit Klaviervortrag, Gesang und Deklamationen statt. Die Festrede hielt Herr


