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dem aus anderen Klassen noch sieben Schüler ausgetreten waren, verringerte sich die Zahl der Schüler nicht unbeträchtlich.
Während des Schuljahres verliessen noch zwei Schüler die Anstalt und einer wurde auf- genommen, sodass ihre Zahl gegen Ende des Schuljahres 103 betrug.
Zur Stellvertretung des Herrn Oberlehrers Gotthardt, der zum Zweck der weiteren Aus- bildung in der englischen Sprache für das Sommerhalbjahr beurlaubt worden war, wurde der Anstalt, der Kandidat Dr. Siebert überwiesen, der Ende September die Anstalt wieder verliess, um in Lennep, mit der Aussicht auf feste Anstellung nach Beendigung seines Probejahres, eine Hilfslehrer- stelle zu übernehmen.
Am 1. Juli wurde der wissenschaftl. Hilfslehrer Salzmann ganz unerwarteterweise als Hilfslehrer nach Biebrich versetzt. Alle Beteiligten bedauerten den Weggang eines Mannes, der es verstanden hat, durch sein pädagogisches Geschick und durch die Hingabe an seinen Beruf, trotz schwieriger Verhältnisse sich die Liebe und das Vertrauen der Schüler und seiner Mitarbeiter zu erwerben.
Seine Stelle wurde zu einer etatsmässigen Oberlehrerstelle gemacht, die dem bisherigen Hilfslehrer Kühn in Biebrich übertragen wurde.
Peter Franz Kühn, geboren am 7. Januar 1878 zu Mittelhofen(Kr. Westerburg), besuchte die Volksschule zu Hintermeilingen(Kr. Limburg a. d. L.) und das Gymnasium zu Hadamar. Nach bestandener Reifeprüfung widmete er sich historisch-germanistischen Studien an den Universitäten zu Würzburg und Münster. Im Januar 1905 absolvierte er am letztgenannten Orte die Staatsprüfung für das höbere Schulamt. Seminar- und Probejahr leistete er dann an dem Gymnasium zu Wiesbaden bezw. dem Reform- realprogymnasium zu Biebrich a. Rh. ab. Hier war er noch als wissenschaftl. Hilfslehrer tätig, bis er am 1. Juli 1909 an der hiesigen Anstalt als Oberlehrer angestellt wurde.
Der Oberlehrer Gotthardt kehrte nicht mehr an unsere Anstalt zurück. Er wurde mit dem 1. Oktober an das Gymnasium zu Fulda versetzt. An seine Stelle trat der Oberlehrer Bauwens in Fulda.
Cornelius Bauwens, geboren am 18. Mürz 1870 zu Weener im Regierungsbezirk Aurich, Provinz Hannover, erlangte sein Reifezeugnis am Gymnasium zu Leer am 27 Februar 1890, studierte vom Ostern 1890 bis Herbst 1894 abwechselnd in Münster i. W. und Berlin neuere Philologie, Deutsch und Lateinisch und bestand nach einem lüngeren Aufenthalte in Belgien am 27. Juni 1896 sein Staatsexamen. Sein Seminar- und sein Probejahr leistete er am Königl. Gymnasium zu Müaster i. W. von Ostern 1897 bis Ostern 1899 ab, wurde dann als wissenschaftlicher Hilfslebrer an die höhere Schule in Höchst a. M— Gymnasium und Realschule— berufen und Ostern 1903 an das Königl Gymnasium zu Fulda versetzt, wo- er am 1. Oktober 1904 als Oberlehrer angestellt wurde. Seine Versetzung an das Kgl. Realprogymnasium erfolgte am 1. Oktober 1909.
Das Lehrerkollegium besteht demnach jetzt aus dem Direktor, sechs Oberlehrern und einem Elementar- und technischen Lehrer.
Eine Turnfahrt kam in dem verflossenen Sommer, nachdem sie mehrmals wegen Eintritt ungünstigen Wetters verschoben worden, nicht zustande. Dafür wurde im Winter ein halber Tag, an dem doch mehrere Lehrer zu vertreten waren, für das Rodeln freigegeben.
Zum Schlittschuhlaufen ergab sich leider in diesem Winter keine Gelegenheit.
Oberlehrer Schnädter wurde gegen Jahresschluss zum Professor ernannt und im Februar wurde ihm durch Königl. Dekret der Rang der Räte vierter Klasse verliehen
Kaisers Geburtstag feierte die Schule in üblicher Weise durch einen Festakt mit Gesang und Deklamationen. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Bauwens über Friedrich den Grossen.
Die schriftliche Prüfung der Sekundaner fand am Dienstag, den 15. bis Samstag, den 19. Februar statt, die mündliche unter dem Vorsitz des Direktors am Donnerstag, den 10. März
Acht Schüler erhielten das Zeugnis der Reife für Obersekunda.


