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und Bürgern beteiligten, bewegte sich von den Schulhäusern aus durch die Stadt nach der Linde, die auf naher Höhe vor fast 50 Jahren, am 10. November 1859, dem hundertjährigen Geburtstage Schillers zur bleibenden Erinnerung gepflanzt worden war. Nach einer Ansprache des Herrn Pfarrers Scheidler und einem gemeinschaftlichen Gesange ging der Zug über, die beiden Marktplätze nach der festlich geschmückten Magnus'schen Halle, wo bei Musik und Gesangsvorträgen der Vereine die Hauptfeier stattfand, bei der Oberlehrer Wehmeyer die Festrede hielt.
Am 11. Juli unternahmen Lehrer und Schüler der Anstalt eine Turnfahrt nach Burg Gleiberg bei Giessen. Bis Friedensdorf fuhren die Teilnehmer mit dem ersten Bahnzuge, von da bis Gladen- bach in drei Leiterwagen, und dann wieder auf der Eisenbahn bis Damm, das schon um 8 ½ Uhr erreicht war. Der Marsch von da durch den schönen Krofdorfer Wald bis Burg Gleiberg erforderte mit der Rast am Forsthause 4 Stunden. Es blieb Zeit genug zur Besichtigung der Burg, zum Ge- nusse der grossartigen Aussicht und zur Erholung in den schönen Wirtschaftsräumen. Der Abstieg nach Giessen erfolgte gegen 4 Uhr.
Das Wetter war morgens trüb, nachmittags nach stärkeren Regengüssen, die uns aber unter- wegs verschonten, klar und sonnig.
Am 1. Oktober verliess Herr Eckhardt die Anstalt, um in den Dienst der Stadt Wiesbaden einzutreten. Seine Stelle erhielt Herr Henkel, bisher Lehrer in Allendorf bei Battenberg.
Heinrich Henkel wurde am 2. August 1867 zu Erksdorf als Sohn des Land- und Gastwirts Henkel geboren und besuchte bis zum 144 Jahre die Volksschule dortselbst. Seine V orbildung zum Lehrerberuf erhielt er an der Präparandenanstalt und dem Seminar zu Dillenburg. Vom 1. April 1889 bis 15. Oktober 1892 ver- waltete er die III. Lehrerstelle der vierklassigen Schule zu Hatzfeld. Nach bestandener II. Lehrerprüfung und
definitiver Anstellung war er von 1892— 93 an der Volksschule zu Bromskirchen tätig. Am 16. Oktober 1893 wurde er auf seinen Wunsch an die I. Lehrerstelle zu Allendorf(Eder) versetzt, die er 12 Jahre verwaltete.
Der Geburtstag des Kaisers wurde in herkömmlicher Weise gefeiert. Die Festrede hielt“ Herr Oberlehrer Pellens..
Die Schulfeier aus Anlass der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares fand am 26. Februar nach Schluss des Unterrichts statt. Am 274 Februar fiel der Unterricht aus.
Die diesjährige mündliche Schlussprüfung wurde unter dem Vorsitze des Direktors am Montag, den 26. März abgehalten. Sämtliche Sekundaner bestanden die Prüfung.
Ende März hat Herr Professor Dr. Wertsch die Austalt, an der er fünf Jahre mit Eifer und Treue gewirkt hat, verlassen. Durch Neukatalogisierung der Bibliothek ist ihm die- Anstalt noch zu besonderem Dank verpflichtet. Die erledigte Stelle ist noch nicht wieder besetæt.
Der Hitze wegen fielen einige Unterrichtsstunden am 1. und 4. Juli aus. G
Der Gesundheitszustand der Lehrer liess auch in diesem Jahre zu wünschen übrig. Ein Lehrer musste 22 Tage, einer 9, einer 8, einer zwei und zwei je 1 Tag vertreten werden.
Bei den Schülern war der Gesundheitszustand befriedigender. Trotzdem einige Schüler längere Zeit an Masern und Scharlach daniederlagen, wurden von je 100 Stunden nur etwa 1 ¼ Stunden versäumt, von n jedem Sehüler im Durchschnitt 16 Stunden, 1904/5 34, 1903/4 35.
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