— 9— Verf. vom 7. Jan. 1906. Die für das nächste Schuljahr festgesetzte Ferienordnung wird übersandt.(S. Abschnitt VII dieses Programms).
Verf. vom 30. Jan. 1906. Prof. Dr. Wertsch wird wegen Ohrenleidens mit dem 1. April in den Ruhestand versetzt.
Verf. vom 12. Febr. 1906 bestimmt, dass aus Anlass der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin am 27. Febr. unter Ausfall des Unterrichts eine Schulfeier stattzufinden habe.—
Durch Verf. vom 27. Febr. 1906 wird ein Min.-Erlass mitgeteilt, nach dem die Schüler von Zeit zu Zeit auf die Gefahren aufmerksam zu machen sind, in welche sie bei dem Herannahen von Automobilen durch Unachtsamkeit, übertriebene Neugierde oder leicht- sinnigen Wagemut geraten können.
III. Chronik der Anstalt.
Die Aufnahmeprüfung fand am Montag, den 1. Mai statt. Es hatten sich 27 Schüer ange-
meldet, von denen 2 in die Obertertia, 3 in die Quarta, 1 in die Quinta und 21 in die Sexta auf- genommen wurden.
worden.
Ferien waren: a. Pfingstferien vom 11. bis 19. Juni, b. Sommerferien vom 16. Juli bis 14. August, c. Herbstferien vom 1. bis 12. Oktober, d. Weihnachtsferien vom 24. Dezember 1905 bis 8. Januar 1906. Schluss des Schuljahres am 7. April. An Stelle des nach Rinteln versetzten Herrn Oberl. Dietz war Herr Pellens beruten
Franz Pellens, geb. am 1./5. 1859 zu Hannover, evangelisch, besuchte die Realschule seiner Vaterstadt von 1866 bis 1875 und die Vorschule des Polytechnikums, dann nach privater Vorbereitung das Gymnasium Lyceum I, auf dem er Ostern 1881 das Reifezeugnis erwarb. Von 1881 bis 1887 studierte er in Göttingen und Strassburg Theologie und Philologie und bestand in Strassburg am 11./6. 1887 die Prüfung für das höhere Lehramt. 1889 und 1890 legte er das Probejahr am Realgymnasium zu Wiesbaden ab und blieb dort als Hülfslehrer bis 1./10. 1890. Dann besuchte er die Zentralturnanstalt in Berlin und war vom 1./10. 1891 bis Ostern 1900 teils als Haus- oder Privatlehrer im In- und Auslande, teils als Vertreter erkrankter Lehrer tätig an den Gymnasien zu Cassel und Hersfeld, an der Wöhlerschule in Frankfurt und an dem Gymnasium zu Marburg. Vom 1./10. 1901 bis Ostern 1905 war er am Pädagogium zu Pyrmont, an den Gymnasien zu Lübeck und Rostock und endlich an dem zu Rinteln beschäftigt. Ostern 1905 wurde er an das Realprogymnasium zu Biedenkopf berufen.
Die Schillergedachtnisfeier fand, um eine allgemeine Beteiligung zu ermöglichen, am Sonntag, den 7. Juni statt. Fin stattlicher Zug, an dem sich ausser den Schüleru und Lehrern der beiden
Schulen
die sämtlichen Vereine, die städtischen Korperschaften und eine grosse Zahl von Beamten


