— 4
2
10.
11.
—+, 13—
. Mit dem 1. October gingen die Herren Oberlehrer Dr. Wolscht und Wisenschaftlicher Hüults-
lehrer Baumann zu gleichen Stellungen an die Gymmasien zu Rinteln und Cassel(Friedrichs- Gymnasium) über. Für die der Anstalt geleisteten Dienste sei ihnen auch an dieser Stelle unser Dank ausgesprochen.
An ihre Stelle traten die Herren lyr. Koch und Dr. Schneider, welche durch Dekrete des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 9. uml 18. September als Oberlehrer an unserer Anstalt angestellt wurden. Ihre Einführung faml durch den Direktor am 2. Oetober und ihre Vereidigung am 5. October statt. Uber ihren bisherigen Lebensgang teilen sie das Folgende mit:
Jakob Koch wurde um 17. Februar 1862 2 1 Langenselbold geboren. hir besuchte von Ostern 1873 bis Ostern 1881 das Gymnasium zu lIanan und studierteé dann auf den l'niversitüten Marburg und I.eipzig klas- sische l'hilologie und Deutsch. Im November 1885 pestand er die l'rüfung pro facultate docendi in Marburg. nachdem er bereits am 1. October desselben Jahres sein pidagogisches l'robejahr um städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M. angetreten hatte. XNach Ableistung seiner militärischen Dienstpflicht war er vom Herbst 1887 bis Ostern 1890 an derselben Anstalt, sowie später an der Musterschule in Frankfurt a. M. als unbesol- deter Hilfslehrer thätig. Diese Beschftigung wurde im Winter 1888— 89 qurch eine halbjährige Neise nach Italien unterbrochen. Ostern 1890 wurde er am Kuiser-Friedrichs-Cäxmnasium in Frankfurt a. M., im Herbst 1891 am Königlichen Gixmmasium in Hersteld. Ostern 1893, am Küniglichen Gxymnasium in Wiesbaden mit der Verschung einer L.ehrerstelle beauftragt. Durch Verfüvung des Königlichem'rovinzialschulkollegiums vom 9. September 1893 wurde er zum Oberlehrer ernannt und in dieser kigenschaft vom 1. Oktober an dem König- lichen Realprogymnasinm in Biedenkopf überwiesen. Im NMai 1891 hestand er in Murburg das examen rigo- rosum und wurde anf Girund seiner Inanguraldissertation„Je curminihus l'risciani grammatiei nomine inseriptis- zum Doktor der l'bilosophie promoviert.
à
Eduard Schneider, geboren den 9. September 1860 in Müsen(Kreis Siegen), besuchte von Ostern 1876 bis Ostern 1881 das Gymnnsium in Dillenburg und studierte in Berlin und Bonn klassische l'hilologie und Theologie. An letzterer l'niversitut urde er im Mürz 18&, auf Grund seiner l)issertution:„uaestionum Hipporrateanum specimen“ promoviert. Michaelis 1885 trat er am Kunigl.(ixmuasium in Dillenburg als l'robekandidat ein und bestand am 5. Dezember desselben.Jahres in Bonn die l'rüfung pro facultate docendi. Ostern 1886 wurde er sodann zur kommissurischon Versehung einer ordentlichen Lehrerstelle und gleichzeitigen Ableistung der zweiten Ilülfte des l'robejahres dem Künizl. GCixmmasium im Murburg überwiesen, wo er bis Ostern 1887 verblieb. Von hier an das Künigl. Priedriclhsgymnasium in Gassel versetzt, war er an dieser An- stult als wissenschaftlicher Iilfslehrer bis Ilerbst 1893 thätig, wo er als Oberlehrer an hiesiger Anstalt ange- stellt wurde. 3 Oberlehrer Flach wurde für das Wintersemester zum Zwecke seiner weiteren Ausbildung beurlaubt. Zu seiner Vertretung wurde der Anstalt der wissenschaftliche Hlilfslehrer Dr. Schwarzen- traub überwiesen, der am NMontag den 25. September sein Amt übernahm. Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 27. Januar vormittags 11 Uhr mit Gesang und Deklamation gefeiert. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Dr. Koch. Die schriftliche Reifeprüfung fund vom 5. bis 9. Februar statt: die mündliche Prüfung wurde am Freitag den 16. Februar unter Vorsitz des Herrn Geheimerats Dr. Lahmeyer abgehalten. Sämmtliche 9 Abiturienten bestanden die Prüfung. Pünk wurden von der mündlichen Prüfung ganz hefreit. Der Gesundheitszustand war bei Lehrern und Schülern im AUgemeinen recht befriedigend. Von den Lehrern musste nur Herr Moureau mehrere Tage vor und uach den l'tingstferien vertreten werden. Wegen Hitze fiel der Nachmittagsunterricht und die fünfte Vormittagsstunde aus am 16. u. 19. Juni und am 3. Juli.


