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3. Ubersicht über die während des abgelaufenen Schuljahres absolvierten Pensen. Secunda. Ordinarius: Der Rektor.
Religion. 2 St. Der Rektor. a, Sommer: Einleitung in das alte Testament, Lektüre der Geschichtsbücher mit Auswahl. b, Winter: Glaubenslehre in Verbindung mit der Lektüre des Evangeliums nach Johanues. Unterscheidungslehren und symbolische Schriften unserer Kirche. Wiederholung gelernter Lieder und des Katechismus.
Deutsch. 3 St. Der Rektor. Lektüre: Göthes Hermann und Dorothea.— Schillers Wal- lenstein, Jungfrau von Orleans, Braut von Messina und Wilhelm Tell. Biographie der be- treffenden Dichter. Einiges aus der Litteraturgeschichte und Poëtik. Wiederholung der neuen Orthographie. Vorträge. Dispositionsübungen. Alle 3—4 Wochen ein Aufsatz.
Die Aufsatzthemata waren: 1, Welche Vorzüge haben die Gebirgsgegenden vor dem flachen Lande? 2. a, Das mittellündische Meer in seiner welthistorischen Bedeutung. b, JInhalt und Gedankengang des ersten Gesanges in Göthes Hermann und Dorothea. 3. Das vüterliche TIaus llermanns in Göthes Hlermann und Dorothea. 4. Die vorteilhaften Folgen der Kreuzzüge. 5. a, Wohlthätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezühmt, bewacht. b, Brief an einen Freund, welehem über die Gewerbeausstellung in Biedenkopf berichtet wird. 6. Worin besteht das Auffallende und Wunderbare in dem Auftreten der Jungfrau von Orleans in Schillers gleichnamigem Drama? 7. Worin liegen für die Jugend Aufforderungen, dem Alter mit Fhrfurcht zu begegnen?(Klassenaufsatz). 8. Woher kommt es, dass Freundschaften in der Jugend oft so rasch geschlossen und eben so rasch wieder getrennt verden? 9. Die Fabel in Schillers Braut von NMessina. 10. Verteidigung des Winters gegen seine Anklüger.(Klassenaufsatz). 11. Ferro nocentius aurum.(In Vorm einer Chrie.) 12. Welche Verzüge hat der Aufenthalt in einer grossen Stadt vor dem auf dem Lande und in welcher Jahreszeit treten sie besonders hervor? 13) Welche Charakter- züge des Schweizervolks treten uns in der ersten Scene von Schillers Wilhelm Tell entgegen? 14. Mit velchen Gründen verteidigt Rudenz in Schillers Wilhelm Tell, Akt. II. Scene 1. seine Anhänglichkeit an Ostreich?
Das Thema für die Abgangsprüfung Ostern 1884 war:
Woraus erklürt sich die Anhänglichkeit an den Ort, wo wir unsere Knaben- oder Jünglingsjahre verlebt haben?
Lateinisch. 5 St. Der Rektor. Lektüre: Ovid, Metam. II. 1— 328.(Phaöthon.) I. 89— 162.(Die vier Zeitalter.) Caesar de bello gallico lib. VII. In der Grammatik die Syntax des verbum infinitum; die übrige Syntax wiederholt, namentlich die Lehre vonm den modis. In Anknüpfung an die Grammatik ÜUbersetzungen aus Spiess, Ubungsbuch für Tertia. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exereitium.
Französisch. 4 St. IHarff. Plötz, Lektion 50— 70. Lektüre: Rollin, Histoire d'Alexandre le Grand. Ausg. von Collmann. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exereitium.
Englisch. 3 St. Dr. Wilken. Grammatik von Gesenius 2. Teil absolviert. Lektüre: S.: Macaulay, History of England. Ausg. von Schwalbach. W.: Shakespeare, Julius Caesar. Ausg. von Meurer. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exercitium. Ausserdem zahl- reiche zusammenhängende schriftliche UÜbungen im Gebrauche der Sprache.
Geschichte. 2 St. Kraatz. Neuere Geschichte von 1517 an, und allgemeine Geschichte der


