8—
Lektüre des Evangeliums nach Johannes. Unterscheidungslehren und die symbolischen Schriften unserer Kirehe. Wiederholung der gelernten Lieder und des Katechismus.
Deutsch. 3 St. S.: Der Rektor. W.: Kraatz. Lektüre: Göthes Hermann und Dorothea. Einige Gedichte Schillers z. B. die Klage der Ceres, dus Eleusische Fest, Kassandra u. s. W Schillers Jungfrau von Orleans und Ilerders Cid. Biographien der betreffenden Dichter. Einiges aus der Litteraturgeschiehte und Poctik. binübung der neuen Orthographie. Vorträge. Dispositionsübungen. Alle 3—4 Wochen ein Aufsatz.—
Die Lufsatzthemata waren: Erlänterung des Mottos in Schillers Glocke:„Nivos voco, mortuos plango, fulgura frango“. 2. a, Welche Bedeutung hat die erste SceQnc in Schillers Wilhelm Tell? b. Welche
„»
Charakterzüge des Schweizervoſks treten uns in der ersten Scene von Schillers Wilhelm Tell entgegen? , Welche Vorzüge bietet das handleben vor dem Studtleben und in welcher Jahreszeit treten dieselhen bosonders hervor? 4. Mit welchen Gründden verteidigt Rudenz in Schillers Wilhelm Pell, Akt II, SceneJ, seine Anhäünglichkeit an Ostreieh? 5, Wie suh das Städtchen aus, welches Göthe zum Schauplatz seines Gedichts Wermann und Dorothea erwählt hat? 6, Versuch einer Charakterschilderung Hermanns in Göthes Ilermann und Dorothes. 7. E ist nicht alles Gold, was glünzt. 8, Nemo ante mortem beatus(Chrie). 9, Xnlla virtus sine certamine. 10, Wurum ist l'hilipp von Macedonien aus dem Kampfe mit den Griechen siegreich hervorgegangoen? 11, Jnhalt von flerders Cid. TeileII: Der Gid unter Sancho dem Starken. 12. Über Friedriehs des Zweiten von Preussen Wohhhütige Regierung. 13. Inviefern ist Göthes Epos„Iler- mann und Dorotheas ein durchnus deutsches? ENhituriententhema.) 11. Schuld und Sühne der Jung-
fruu von Orlenns nach Schiller.
Lateinisch. 4 St. Der Rektor. Lektüre: Cacsar, de bello guallico lib. IV und VII. Ovid, Metam. I. 163— 415.(Lyeaon. Die Wasserfiut. Deucalion und l'yrrha.) An der Gram- matik die Syntax des verbum infinitum; die übrige Syntax wiederholt, namentlich die conseeutio temporum, sowie die Lehre von den modis. In Anknüpfung au die Grammatik mäündliche Ubersctzungen aus Spies. l'bungsbuch für Pertia. Alle 8 Tage ein Extem- porale oder ein Pxercitium. Im W.: Kontrole der b'rivatlektüre.
Französisch. 4 St. Ifarft. Plötz, Schulgrammatik absolviert. Lektüre: Rollin, llistoire d' Alexandre le Grand. Ausg. von O. Collmann. Rnglisch. 3 St. Harff. Grammatik von Gesenius II. Teil, absolviert. Lektüre: Irving, Phe Life and Voynages of Columbus. Ausg. von E. Sehridde. Alle S Tage ein Extemporale oder
ein Exercitium.
GNeschichte. 2 St. Kruantz. Neuecre Geschiehte von 1517 an, und allgemeine Geschichte der modernen Kulturvölker mit vorwiegender Berücksichtigung der preussischen, deutschen, englischen und französischen Geschichte.
Geographie. 1 St. Bsau. Vervollständigung der mathemutischen Geographie. Länder- und Völkerkunde der aussereuropäischen Erdteile, besonders mit Rücksicht nuf die Kolonien. W. Repetition der physischen und jp'olitischen Geographie Europas, mit Ausnahme des deutschen Reiches, unter Zugrundelegung von Daniels Lehrbuch.
Physik. 2 St. Esau. Allgemeine Eigenschaften der Körper. Itatik und Mechauik der festen Körper. Lehre vom Schall und von der Wärme.
Chemie. 2 St. Dr. Mertz. Im Anschluss an dio Chemie der Nichtmetalle vorzugsweise die der leichten Metalle, wobei alles durch die nôtigen Versuche erläutert wurde.


