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neue Periode der Weltgeschichte angebahnt?(Abiturienten-Thema.) 9, a, Inwiefern sind Meer und Wüste ähnlich? b, Versuch einer Charakterschilderung des Majors von Tellheim in Lessings Minna von Barnhelm. 10, An's Vaterland, an's theure, schliess dich an! 11, Warum marschirte Hannibal nach der Schlacht bei Cannä nicht gegen Rom? 12, Die Fabel in Schillers Braut von Messina. 13, Welche beson- deren Vorzüge hat der Winter vor den übrigen Jahreszeiten?(Klassenaufsatz.) 14, Warum misslang den Römern die Unterwerfung der Germanen? 15, Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. 16, Gang der Handlung im zweiten Theile von Schillers Trilogie„Wallenstein“: die Piccolomini.
Lateinisch. 4 St. Rector Dr. Gruno. Lectüre: Caesar, de bello gallico lib. III und V. Ovid Metam. IV. 55— 166.(Pyramus und Thisbe.) I. 1— 150.(Die Schöpfung und die 4 Zeitalter.) In der Grammatik die Syntax des verbum infinitum; die übrige Syntax wiederholt, namentlich die consecutio temporum, sowie die Lehre von den modis. In An- knüpfung an die Grammatik mündliche Uebersetzungen aus Spiess, Uebungsbuch für Tertia. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exercitium. Im W.: Controle der Privatlectüre.
Französisch. 4 St. Harff. Plötz, Schulgrammatik absolvirt. Lectüre: L' Avare par Molidère. Ausg. von Brunnemann. Jtinéraire de Paris à Jérusalem par Chateaubriand. Ausg. von Kühne. Anleitung zur Privatlectüre. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exercitium.
Englisch. 3 St. Harff. Grammatik nach Gesenius II. Theil, Lection 1— 32. Lectüre aus Warren Hastings von Macaulay! Ausgabe von Böddeker. Alle 8 Tage ein Extemporale oder ein Exercitium.
Geschichte. 2 St. Bork. S. Repetition der alten Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Verfassungen Roms und Griechenlands. W. Geschichte des Mittelalters; Wieder- holungen aus der neueren, besonders brandenburgisch-preussischen Geschichte.
Geographie. 1 St. Esau. Vervollständigung der mathematischen Geographie. Länder- und Völkerkunde der aussereuropäischen Erdtheile, besonders mit Rücksicht auf die Kolonien. W. Repetition der physischen und politischen Geographie des deutschen Reiches mit Zu- grundelegung von Daniels Lehrbuch.
Physik. 2 St. Esau. Allgemeine Eigenschaften der Körper. Statik und Mechanik der festen und flüssigen Körper.
Chemie. 2 St. Oberl. Dr. Mertz. In Anschluss an die Chemie der Nichtmetalle vorzugs- weise die der leichten Metalle, wobei alles durch die nöthigen Versuche erläutert wurde.
Naturgeschichte. 1 St. Oberl. Dr. Mertz. Mineralogie. Betrachtung der wichtigsten Mi- neralien. Geognostisches System. Systematische Uebersicht der drei Naturreiche.
Mathematik. 5 St. Rsau. Planimetrie 1 St. Behandlung geometrischer Aufgaben nach der analytischen Methode. 2 St. S.: Trigonometrie. W.: Stereometrie.
2 St. Arithmetik. Die Lehre von den Logarithmen. Die Gleichungen des 2. Gra- des mit einer und mehreren Unbekannten. Kettenbrüche. Häusliche Aufgaben aus den bürgerlichen Rechnungsarten.
Zeichnen. 2 St. mit III und IV. Köhler. Zeichnungen von Köpfen nach Vorlagen, Zeich- nungen nach ornamentalen Gypsmodellen mit Kreide, Anfänge der Deskriptive.
Gesang. 2 St. alle Klassen combinirt. Köhler. Uebungen zur Bildung der Stimme und des Gehöres. Choräle ein- und dreistimmig; Volkslieder zwei-, drei- und vierstimmig. Kenntniss der Noten.
Turnen. 2 St., alle Klassen combinirt. Köhler. Frei- und Ordnungsübungen. Uebungen am Barren, Reck und Sprunggerüst.


