Jahrgang 
1912
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Schriftliche Gesamtzeugnisse erhalten die Schüler mindestens dreimal im Jahre, je am Ende eines Schulabschnittes. Ob über den häuslichen Fleiß eines Schülers ein Urteilim Schulzeugnis abgegeben werdensoll, entscheidet die Konferenz. Im allgemeinen gelten folgende Prädikate:

1. für das Betragen: sehr gut, gut, im ganzen gut, nicht ohne Tadel, tadelnswert; 2. für die Aufmerksamkeit, für den Fleiß und für die Leistungen: sehr gut, gut, genügend, mangelhaft, nicht genügend.

Für das Verfahren bei der Versetzung und bei der Erteilung der Zeugnisse, insbesondere auch über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst und bei der Reifeprüfung bleiben, soweit nicht einzelnes durch diese Dienst- anweisung geändert wird, die bisherigen besonderen Bestimmungen maßgebend.

Cassel, den 20. August 1911. S. 13763. Der Direktor wird ersucht, die Schüler ein- dringlichst zu ermahnen, beim Feueranmachen und Abkochen im Walde oder in dessen Nähe vorsichtig zu sein.

Berlin, den 22. August 1911. U. II. No. 1853, mitgeteilt: Cassel, den 22. September S. 15 788: Verfügt die allgemeine Einführung der Kurzstunden.

Cassel, den 29. September 1911. Beauftragt den Direktor bei der Herbstschlußprüfung die Geschäfte des Kgl. Kommissars wahrzunehmen.

Cassel, den 13. Oktober 1911. S. 18 390. Der wissenschaftliche Hilfslehrer J. Steinebach vom Realprogymnasium zu Arolsen wird der Anstalt überwiesen.

Berlin, den 21. Oktober 1911. U. II. 2338, mitgeteilt: Cassel, den 30. Oktober 1911. S. 16556. Es werden Bestimmungen über das sogenannte Extemporale bekannt gemacht: die regelmäßigen schriftlichen Klassenarbeiten sollen UÜbungsarbeiten sein, die nicht zensiert werden. Alle 46 Wochen sollen jedoch Prüfungs- klassenarbeiten angefertigt werden, die der Zensierung unterliegen.

Berlin, den 9. November 1911. U. IV. No. 5986 U. II, U. III., mitgeteilt: Cassel, den 30. November 1911. S. 20 982. Betr. Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Zeichenunterricht im Kgl. Kunstgewerbe-Museum zu Dresden. Anm. Die Anstalt hat eine Auswahl von Schülerzeichnungen zu der Ausstellung eingesandt.

Cassel, den 21. Dezember 1911. S. 19041. Dem Oberlehrer A. Braun wurde der Charakter als Professor verliehen.

Cassel, den 24. Januar 1912. S. 1017. Dem Professor A. Braun wird der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.

Cassel, den 27. Februar 1912. S. 3114. Der Herr Minister der geistlichen- und Unter- richtsangelegenheiten genehmigt die Pensionierung des Berichterstatters zum 1. April ds. Js.

Cassel, den 16. März 1912. S. 4395. Der Direktor wird beauftragt, bei den bevor- stehenden Schlußprüfungen der Realschule und des Realprogymnasiums die Geschäfte des Kgl. Kommissars zu versehen.