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Aus Klasse II:
Heinrich Baumann aus Gross-Gerau
Valentin Eidenmüller aus Lützel-Wiebelsbach, in Russland Jakob Krausmann aus Dieburg, in Russland
Aloys Siegfahrt aus Klein-Steinheim, in Frankreich
Georg Trinkaus aus Langen-Brombach, in Frankreich Georg Wagner aus Alsfeld, in Frankreich
Ernst Franz aus Offenbach, in Garnison Mainz
Georg Ciegerich aus Nieder-Kainsbach, in Frankreich Julius Hess aus Bensheim, in Frankreich;
Aus Klasse III: Ludwig Schweizer aus Weiten-Gesäss, in Frankreich.
Zuletzt wurde auch noch der Pedell Sergeant Wehling einberufen. Er ist z. Z. als Polizeiunteroffizier im Lazarett Haus Hagenburg in Darmstadt tätig.
Nach den Sommerferien, die wegen der Erntearbeiten durch die Seminaristen im elterlichen Hause bis zum 17. August verlängert worden waren, wurde unser Seminargebäude zu einem Reservelazarett für 250 Verwundete unter der Leitung des Chefarztes Sanitätsrat Dr. Weismann aus Lindenfels eingerichtet und am 12. September erstmalig mit Verwundeten belegt. Für das Seminar blieb nur der südliche Teil des Gebäudes übrig, sodass der Schulbetrieb sehr eingeengt uud erschwert ist und die Zöglinge im Gasthaus„zum Deutschen Haus“ verpflegt werden müssen.
Wie der Seminarbetrieb noch weiter durch den Krieg beeinflusst werden wird, lässt sich noch nicht sagen, da in der Musterung im Februar noch fünf Lehrkräfte felddiensttauglich befunden wurden.
Ausflüge, Theaterbesuche und Besichtigungen.
Die Klassenfahrten in vergangenen Schuljahre fanden am 18. und 19. Juni statt. Klasse VI. besuchte mit Seminarlehrer Schmidt den südlichen Schwarzwald und das Neckartal. Hirschhorn, Eberbach, Schloss Zwingenberg, Neckar-Steinach und Heidel- berg waren die wichtigsten Stationen.
Der Seminarlehrer Bentz geleitete die Klasse V. in den Taunus nach Katzen- elnbogen, dann durch das Jammertal nach Kloster Arnstein und nach Nassau. Uber Ems und Arenberg gelangte man zu Fuss nach Coblenz und von da mit dem Dampfer nach Assmannshausen, von wo noch dem Niederwalddenkmal ein Besuch abgestattet wurde. Die Heimreise geschah von Bingen aus mit der Eisenbahn.
Herr Gutzler machte zunächst am 17. Juni von Mainz aus mit seiner IV. Klasse eine Dampferfahrt nach Andernach, wo Nachtquartier bezogen wurde. Der zweite und dritte Ausflugstag waren mit der Tour durch die Eifel mit ihren Naturmerkwürdigkeiten und der Besichtigung der alten Römerstadt Trier ausgefüllt.
Die Führung der Klasse III. lag in den Händen ihres Klassenführers Herrn Hainstadt. Diese Klasse besuchte in zwei Tagen von Anweiler aus die südliche Pfalz mit ihren vielen romantischen Punkten und die Schlachtfelder von Weissenburg und Wörth.
Oberlehrer Dr. Kilian leitete den dreitägigen Ausflug der II. Klasse nach dem Niederwald und Assmannshausen und am zweiten Tage nach Andernach, wo der Namedy-Sprudel bewundert wurde. Der Gang durchs Brohltal nach dem Laacher See, die Besichtigung von Coblenz, Nassau und Limburg, sowie die Heimfahrt durch die goldene Aue füllten den dritten Tag aus.
Die Klasse J. war mit den Herren Muth und Dr. Spilger im südlichen Schwarz- wald und am Bodensee. Der Feldberg, der Belchen, der Rheinfall, Konstanz und die Fahrt nach der Insel Mainau sind die Glanzpunkte dieser Tour.
Mehrere Besuche des Hoftheaters und des Museums in Darmstadt, der Stadt Frankfurt, manche Besichtigungen in Betrieben der Stadt, mancherlei Spaziergänge in der Umgegend von Bensheim dienten belehrenden Zwecken und zur Erholung der Zöglinge.


