Jahrgang 
1912
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Geh. Schulrat Geiger begrüßte als hausherr die ſtaatlichen und kirchlichen Behörden und alle erſchienenen Gäſte, und toaſtete auf das Großh. Miniſterium. Dex Dorſitzende Großh. Schulabteilung des Miniſteriums, Herr Geheimerat Süffert, feierte die Opferwillig⸗ keit der Stadt Bensheim, die außer der Stiftung des Bauplatzes durch die Anlage von Straßen und der RKanaliſation große pekuniäre Kusgaben hatte. Sein hoch galt der Stadt und ihrer Zukunft.

Der Referent für das Volksſchulweſen Herr Geheimer Oberſchulrat Dr. Scheuermann gab Husblicke in die künftigen Aufgaben und Lehrziele der Volksſchule, wobei er vor allem die Pflege deutſcher Art und deutſchen Geiſtes hervorhob, und feierte die Lehrer und die berufen ſind, es zu werden, in einem begeiſterten hoch.

Den weiteren Derlauf des Feſtmahles und des Feſtbankettes ſchildert das Bergſträßer Anzeigeblatt mit folgenden Worten:

In launiger Weiſe feierte Herr Prof. Lenhart Herrn Bürgermeiſter Dr. Frenay, der es verſtanden habe, aus Bensheim eine moderne Stadt zu machen und den Bedürfniſſen der Ueuzeit gerecht zu werden ſuche. herr Oberbaurat Prof. hofmann ergriff darnach das Wort, um den eigentlichen Löwen des Tages, den Schöpfer des neuen Hauſes, herrn Köſter als Architekten, Künſtler und Menſchen zu würdigen, wie er es auch in vollſtem Maße ver⸗ dient. Es würde ſeinem eigenen beſcheidenen Weſen wenig entſprechen, wollten wir all das Schöne und Gute, was der herr Referent von herrn Bauinſpektor Köſter hervorhob, hier wiederholen. Ein glänzenderes Seugnis iſt wohl kaum einem noch ſo jungen Meiſter aus⸗ geſtellt worden, und wie alle freudig in das Hoch auf ihn einſtimmten, ſo wünſchen wir ihm auch für die Zukunft weitere glänzende Erfolge.

herr RKöſter gab in gewinnender Weiſe einen großen Teil der ihm ſo reichlich ge⸗ zollten Anerkennung an ſeine Mitarbeiter, die Handwerksmeiſter und ihre Gehilfen weiter, indem er ihre Verdienſte in einem Trinkſpruch feierte. Tünchermeiſter hHöhling betonte dann auch das ſchöne Einvernehmen zwiſchen Bauführer und handwerkern und brachte dem allezeit hu⸗ manen und zuvorkommenden Baumeiſter Köſter und der geſamten Bauleitung ein zweites hoch. Die Mitarbeiter und treuen Berater des herrn Köſter, deren mehrfach gedacht wurde, waren die herren Schmidt, Leidhecker, Reſſel, Kiſſel und der Bruder des Herrn Köſter.

Feſtbankett. Beginn 6 ½ Uhr nachmittags. A. Feltſpiel.

Peſtalozzi von paul Riſch. B. Ronzert. . I. Teil. 1. Feſt⸗Ouverture......... Kalliwoda. 2. Der frohe Wandersmann, Chor a capella... F. Mendelsſohn. 3. Mazurka für Violine und Rlavier...... Hl. 3arzycki. (herr Reallehrer Simon aus Mainz, ehemaliger Schüler des . Bensheimer Seminars.) 4. a) Gebet. 3.... 1.. 3. K hilller. b) Wolframs erſter Geſang ausTannhäuſer. R. Wagner.

(herr Lehrer Franz Noß aus Offenbach a. M., ehemaliger Schüler des Bensheimer Seminars.) 3 5. Ständchen für Orcheſter...... G. Sailer.