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F. Gottesdienſt.
Die Schüler nahmen regelmäßig am Gottesdienſt ihrer Konfeſſion teil und ſangen mehr⸗ fach während desſelben geiſtliche Thard.
G. Zur Geſchichte der Anjtalt.
Das Schuljahr 1908/00 begann am 5. Mai 1908 mit 90 ö5öglingen. Während der Oſterferien wurde Oberlehrer Dr. Made auf Wunſch an das Realgymnaſium zu Mainz verſetzt. An ſeine Stelle trat mit Beginn des neuen Jahres der Lehramtsaſſeſſor Wilhelm Fuchs vom Lehrerſeminar zu Friedberg, der zu Ende des Schuljahres einer ehrenvollen Be⸗ rufung als Oberlehrer an die ſtädtiſche Handelslehranſtalt zu Frankfurt a. M. folgen wird. Beiden Herren ſei für ihre eifrige und erfolgreiche Arbeit an unſerem Seminar beſtens gedankt. In den pfingſtferien mußte Seminarhilfslehrer Gutzler zum Gebrauch einer Kur in einer Heilanſtalt im Taunus beurlaubt werden. Während ſeiner bis zum herbſt wäh— renden Beurlaubung vertraten ihn nach einander die Schulverwalter Georg Born in Sprendlingen und heinrich Rahm in Wallertheim.
Eine weitere Störung erfuhr der Unterricht durch die Erkrankung des Muſiklehrers Döbert vom 12. September bis 1. Dezember. Für ihn hielten Hoforganiſt Roemer aus Darmſtadt und hilfslehrer Gutzler, der wieder durch Schulverwalter Rahm vertreten wurde, die Unterrichtsſtunden. Sonſt war erfreulicherweiſe der Geſundheitszuſtand bei Lehrern und Zöglingen gut.
Das Sommerhalbjahr, das wegen ſeiner öfteren Ferien und ſeiner vielen freien Tage eine ungeſtörte Arbeit erſchwert, brachte den Schülern mancherlei Anregung durch die Be⸗ ſuche des botaniſchen Gartens und der Landesausſtellung für freie und angewandte Runſt in Darmſtadt.
Die Sommerausflüge dauerten diesmal drei Tage. Die Oberklaſſe wanderte am 25. Juni 1908 und den 2 folgenden Tagen unter Führung des Direktors von Freiburg i. Br. aus durch den Schwarzwald. Rach der Beſichtigung der Sehenswürdigkeiten genannfer Stadt wurde der Feldberg erſtiegen, das Bärental durchwandert, der Titiſee beſucht und Raſt für die Racht in Reuſtadt gemacht. Eine herrliche Tour durch die Wutachſchlucht mit der Lothenbachklamm, die Fahrt nach Donaueſchingen, der Beſuch ſeines Schloſſes und ſeiner Anlagen und die Eiſenbahnfahrt nach Furtwangen füllten den zweiten Reiſetag aus. Am 3. Tage wurde am taufriſchen Sommermorgen über Schönwald nach Triberg marſchiert und nach Beſichtigung ſeiner Waſſerfälle die Fahrt nach Straßburg angetreten. In fünf Stunden wurden die wichtigſten Gebäude, Straßen und Plätze der Stadt beſucht und am Abend die heimreiſe angetreten.
Die Unterklaſſe beſuchte ebenfalls den Schwarzwald. Lehramtsaſſeſſor Fuchs und Schul⸗ verwalter Born fuhren mit ihr nach Weißenbach in das Murgtal und übernachteten in Schönmünzach. Leiterwachen brachten am nächſten Morgen die Wanderer bis Kloſter Reichenbach und die Bahn über Freudenſtadt und Schiltach nach Schramberg, von wo aus ein Beſuch der in Geſchichte und Sage berühmten Ruine Falkenſtein ausgeführt wurde. Durch das Tauterbachtal ging der Marſch weiter nach Hornberg, und die Bahn brachte die Klaſſe nach Triberg, wo den Waſſerfällen ein Beſuch abgeſtattet wurde. Uebernachtet


