Jahrgang 
1895
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Von Großh. Centralſtelle für die Landwirtſchaft: Zwei Exemplare der Zeitſchrift für die landwirtſchaftlichen Vereine des Großherzogtums Heſſen, Jahrgang 1894.

Von Großh. Centralſtelle für die Landesgewerbvereine: Ein Exemplar des Gewerbeblattes für das Großherzogtum Heſſen, Jahrgang 1894.

Von dem Vorſtande des Tierſchutzvereins: Deſſen Organ, Jahrgang 1894.

Von der Muſikalienhandlung P. J. Tonger in Köln: Sonatinen⸗Album von Kipper und Mendelsſohns Kinderſtücke für Klavier, 2 Hefte.

Von E. Roths Verlag in Gießen: Ein Exemplar des Heſſiſchen Lehrer⸗Kalenders, Jahr⸗ gang 1895; die Mineralien des Großherzogtums Heſſen von Dr. Gg. Greim.

b. Für die zoologiſche Sammlung:

Von Herrn Rentamtsverwalter Keil in Fränkiſch⸗Crumbach: 1 Columba palumbus, große Ringeltaube, 1 Cuculus canorus, Kuckuck.

Von Herrn Seminarlehrer Buxbaum hier: 1 Melopsittacus undulatus, Wellenſittich, 1 Bombycilla garrula, Seidenſchwanz, 1 Alcedo ispida, Eisvogel.

Durch denſelben von Herrn Bürgermeiſter Loos in Jugenheim a. d. Bergſtr.: Eine Anzahl Eier ſchädlicher Vögel.

Von Herrn Seminar⸗Hilfslehrer Döbert: 1 Alcedo ispida, Eisvogel.

Für dieſe Geſchenke wird hiermit der gebührende Dank ausgeſprochen.

Aus den im Voranſchlage vorgeſehenen Mitteln wurden angeſchafft:

a. Für die Lehrerbibliothek: 13 Zeitſchriften, Fortſetzungen früher angeſchaffter Werke und 62 neue Werke in 81 Bänden.

b. Für die Schülerbibliothek: 54 Werke in 60 Bänden.

c. Für die Muſikbibliothek: 2 Tonſtücke.

d. Für die Lehrmittel⸗ und Apparatenſammlung: Eine optiſche Bank nebſt Zubehören; ein Blitzableiter⸗Prüfungsapparat; eine elektriſche Eiſenbahn; ein Radio⸗ meter und 6 Crookesſche Apparate für Verſuche über ſtrahlende Materie; ein Schnellſeher zur Demonſtration von Bewegungen mit 10 Bilderreihen nach Anſchütz; ein Apparat für den Foucaultſchen Pendelverſuch; 3 Serien Wandtafeln für den naturgeſchichtlichen Unterricht von H. Jung, Prof. Dr. von Koch und Dr. Quentell; 4 geologiſche Karten, Groß⸗Umſtadt, Babenhauſen, Schaaf⸗ heimAſchaffenburg, Neuſtadt--Obernburg; ein Pedalharmonium.

Der Geſundheitszuſtand war im abgelaufenen Schuljahre nicht immer dor beſte, da einzelne Lehrer und eine Anzahl Schüler an Erkältungskrankheiten und andern Übeln litten. Die Anſtalt hatte leider auch den Tod zweier hoffnungsvoller Schüler zu beklagen.

Georg Daab von Niedernhauſen, Schüler der Mittelklaſſe, der ſchon längere Zeit durch ein Bruſtleiden am regelmäßigen Beſuch des Unterrichts gehindert war, aber trotzdem erfreuliche Fortſchritte machte, ſo daß er beim Schluſſe des Schuljahres 1893/94 in die Oberklaſſe verſetzt werden konnte, reiſte mit den beſten Hoffnungen auf Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit bei dem Beginn der Oſterferien nach Hauſe, wo ſich indeſſen ſein Leiden ſo raſch verſchlimmerte, daß er demſelben am 16. April 1894 erlag. Zwei Lehrer und die Schüler der Oberklaſſe gaben ihm das letzte Geleite und ſangen an ſeinem Grabe einen Trauerchor.

Chriſtoph Chriſten von Heppenheim a. d. Bergſtr., Schüler der Unterklaſſe ſeit Oſtern 1894, fing ſchon bald nach ſeinem Eintritte in das Seminar an zu kränkeln, indem ſich bei ihm eine allgemeine Körperſchwäche einſtellte, die ihn bereits im erſten Vierteljahr nötigte, das Seminar wieder zu verlaſſen. Er ſtarb am 17. Auguſt vor. Jahres im Elternhauſe. Auch ihn begleiteten zwei Lehrer und ſeine Klaſſengenoſſen zur letzten Ruheſtätte, wo ihm ein Grab⸗ geſang gewidmet wurde.

In beiden Verblichenen verlor das Seminar zwei brave und ſtrebſame Schüler, die eine Zierde des Lehrerſtandes hätten werden können.